In den Urlaub fliegen mit dem eigenen Schlauchboot

Vielleicht überlegt Ihr sogar schon für euren nächsten Trip, das eigene Schlauchboot in den Flieger mitzunehmen. Die Frage ist nur, ob es möglich ist und was für zusätzliche Kosten auf einen zu kommen. Der Artikel erklärt, was bei der Mitnahme eines Schlauchbootes in den Flieger zu beachten ist.

Schlauchboot als Handgepäck

Bei vielen Airlines überschreitet ein kleines und gut zusammengepacktes Schlauchboot (insbesondere 1-Person Schlauchboote) nicht die Maße eines Handgepäckstücks. Das Problem sind die Paddel bzw. Ruder. Diese dürfen nicht ins Handgepäck mitgenommen werden, da diese als Schlaggegenstände im Flugzeug verwendet werden könnten. Daher muss ein Schlauchboot mit seinem Zubehör in der Regel als Gepäck aufgegeben werden.

Schlauchoot als Aufgabepäck

Im Vergleich zu einem Hartschalen Boot kann ein Schlauchboot als Aufgabegepäck im Flieger mitgenommen werden, wenn es folgende Kriterien erfüllt:

  • Das Boot sollte nicht mehr als 20kg wiegen. Viele Airlines haben eine Maximalgrenze von 20 oder 23kg. Zusätzliches Gewicht muss teuer bezahlt werden und ab einer gewissen Grenze gilt das Gepäck als Sperrgepäck, was sich die Airlines ebenfalls gut bezahlen lassen.
  • Das Packmaß sollte nicht mehr als 158cm sein. Genaue Angaben sind bei den Seiten der Fluggesellschaften zu entnehmen. Größere Gepäckstücke sind ebenfalls Sperrgepäck.
  • Die Ruder bzw. Paddel müssen in die Transporttasche bzw. in den Rucksack des Schlauchbootes oder in ein anderes Gepäckstück passen. Bei Rudern und Stechpaddeln ist es oft kein Problem. Bei Doppelpaddeln mit einer üblichen Länge von 220-240cm kann es durchaus kritisch werden. Hier sind ein- oder zweiteilige Doppelpaddel zu lang. Ein dreiteiliges oder besser vierteiliges Paddel eignet sich deutlich besser für den Transport im Flieger.

Schlauchboot als Sperrgepäck

Sperrgepäck kann bis zu 50 bis 150€ pro Strecke kosten. Bei den Kosten kann in den meisten Fällen auch ein Boot vor Ort ausgeliehen werden. Außer man möchte im Urlaub an Orten paddeln, wo es keine Bootsverleihe gibt.

Flugtauglich Verpacken

Empfindliche Utensilien (z.B. Manometer) sollten gleich ins Handgepäck kommen. Das Boot sollte in einer robusten Transporttasche oder stabilem Rucksack verpackt werden, sodass das Boot von Außeneinwirkungen gut geschützt ist. Wenn möglich, sollten Luftpumpe und Paddel nochmal extra gepolstert werden, z.B. mit Kleidung oder Zeitung. Bei größerer und vor allem punktueller Krafteinwirkung (leider werden Gepäckstücke am Flughafen meistens nicht behutsam transportiert) bekommt die Luftpumpe schnell einen Riss und die Paddel können verbiegen bzw. brechen. Daher sollte das Equipment gut verpackt sein.

Falls das Gepäck beschädigt ist

Bei Beschädigung oder Verlust tritt die Airline in die Verantwortung. Schaut deswegen nach dem Erhalt des Gepäcks, ob äußerlich keine Beschädigungen erkennbar sind. Falls das Gepäck beschädigt ist, meldet es sofort am Gepäckermittlungsschalter der Airline. Falls Ihr eine Beschädigung erst später feststellt, könnt Ihr den Schaden bis zu 7 Tagen nach Erhalt des Gepäcks online bei der Airline reklamieren. In der Regel erstattet Euch die Airline die Beschädigung als Zeitwert, falls der Schaden im Zusammenhang mit der Gepäckbeförderung durch die Airline besteht.

Fazit

Das Schlauchboot in den Flieger zu transportieren klingt aufwendig, aber es lohnt sich. Mit dem Schlauchboot im Urlaub ist man komplett unabhängig von den Verleihen und kann das Land aus einem ganz anderen Blickwinkel erkunden. Wenn Ihr die obenstehenden Tipps beachtet, sollte nichts schief gehen und keine unerwarteten Extrakosten auf Euch zu kommen.

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