Advanced Elements AdvancedFRame
im LangzeitTest

Das Advanced Elements AdvancedFrame ist ein geschlossenes 1-Personen Schlauchkajak. Den kalifornische Hersteller Advanced Elements gibt es erst seit 2007,  produziert dafür aber schon eine Vielzahl von aufblasbaren Kajaks. Das AdvancedFrame ist der Klassiker des Herstellers und ist in den USA unter den aufblasbaren Kajaks sehr verbreitet und beliebt. Wir hatten die Möglichkeit das Kajaks über eine Saison lang zu testen und möchten im Folgenden unsere Eindrücke mit Euch teilen.

logo outequip
Wir haben das Kajak von OutEquip, dem europäischen Händler von Advanced Elements, zur Verfügung gestellt bekommen. Unsere Bedingung war, dass wir unabhängig und ehrlich über das Schlauchkajak schreiben dürfen, was für Advanced Elements kein Problem darstellte.

Technische Spezifikation

Personenanzahl:
Länge:
Breite:
Gewicht:
Packmaß:

1
318 cm
81 cm
16,3 kg
76x43x25 cm

Max. Zuladung:
Betriebsdruck:

Material:

136 kg
0,14 bar (Seitenschläuche), 0,07 bar (Boden)
600D Nylon (Verdeck), Tarpaulin Polyester Fabric (Boden), PVC (Luftkammern)

Ersteindruck und Aufbau des Advanced Elements AdvancedFrame

Das Schlauchkajak wird mit einer robusten Transporttasche geliefert, die jedoch ohne Rucksackriemen ausgestattet ist. Das ist schade, da das Boot mit seinen 16,3 kg kein Leichtgewicht ist. Falls Ihr das Boot auch mit dem ÖPNV, Fahrrad oder zu Fuß transportieren möchtet, empfehlen wir die Anschaffung eines einen geräumigen Transportrucksack. Für die Lagerung des Bootes oder den Transport mit dem Auto im Kofferraum ist die mitgelieferte Transporttasche hingegen ideal. Für ein 1er Schlauchkajak ist das Advanced Elements recht schwer. Das können andere Hersteller besser (z.B. wiegt das 2er Kajak Gumotex Swing 2 nur 14,3 kg). Hier hat aber Advanced Elements mit einem anderen Modell, dem AdvancedFrame Ultralite, nachgelegt.

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Das AdvancedFrame ist in einer Tragetasche verpackt.

AdvancedFrame Ultralite

advanced elements kajaks
Advanced Elements AdvancedFrame Ultralite


Das AdvancedFrame Ultralite wiegt nur 9,7 kg. Der größte Unterschied liegt im Boden. Beim Ultralite wird eine dünne Schaummatte statt eines Luftbodens verwendet. Die Verwendung eines Backbone wird beim Ultralite laut Hersteller nicht empfohlen. Außerdem wird beim Ultralite nur ein 300D Nylon statt des 600D Nylongewebes eingesetzt.

Wir hatten das AdvancedFrame mit der Backbone getestet, welches optional als Zubehör erhältlich ist. Unabhängig vom Backbone sind das Bug und das Heck des Kajaks mit Aluminiumschienen ausgesteift, die verbesserte Fahreigenschaften versprechen sollen.

Was bedeutet Backbone?

Beim Backbone handelt es sich um eine vierteilige Stange, die vor dem Aufpumpen zwischen Außenhaut und Bodenkammer gelegt wird. Durch das Gewicht des Paddlers wird die Stange gegen den Kajakboden gedrückt und bildet somit die für Kajaks gewöhnliche V-Form, was sonst unüblich für Schlauchkajaks ist. Dadurch wird der Rumpf des Bootes besser ausgeformt. Die V-Form des Rumpfes verbessert den Geradeauslauf und erhöht die Geschwindigkeit. Eine ähnliche Konstruktionsweise verwendet nortik bei seinen Hybrid-Kajaks (z.B. Nortik Scubi 1 oder Scubi XL)

advancedframe_boden_backbone
Der Luftobden gehört zur Grundausstattung. Der Backbone ist optionales Zubehör zum Schlauchkajak
advancedframe_backbone
Der Backbone ist eine vierteilige Stange, welcher unter den Luftboden gelegt wird.

Das Kajak besitzt sieben Luftkammern. Das klingt im ersten Moment viel, was es aber nicht ist. Für die Seitenschläuche gibt es zwei Kammern, eine innere sowie eine äußere Luftkammer. Diese Konstruktion verleiht dem Schlauchkajak noch mehr Sicherheit, da die innere Kammer von der Äußeren geschützt ist. Sollte die äußere Kammer mal defekt sein, so kommt man immer noch sicher ans Ufer. Die dritte Kammer ist der Boden, der aufgrund des niedrigen Luftdrucks sehr schnell aufgepumpt ist. Dann gibt es noch jeweils zwei Luftkammern bzw. Luftschläuche für das Verdeck und den Süllring.

Der Backbone wird vor dem Aufpumpen der Bodenkammer in das Boot platziert. Dafür wird die vierteilige Stange zur Hälfte zusammengesteckt. Die beiden Stangen werden dann im Boot zusammengefügt. Das Platzieren des Backbone sowie das Stecken ist sehr einfach und erfordert keinen hohen Kraftaufwand. Danach wird die Luftkammer des Bodens darübergelegt und auf 0,07 bar aufgepumpt. Hier ist beim Aufpumpen notwendig zu überprüfen, ob der Backbone mittig liegt. Auch wenn der Backbone nicht ganz mittig platziert ist, läuft das Boot noch gut im Wasser und weicht nur sehr wenig von der Spur ab. Ihr pumpt die Bodenkammer solange auf, bis Luft aus dem Überdruckventil entweicht. Dann ist der korrekte Betriebsdruck erreicht.

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Die Schaufeln der Backbone werden un die Luftschläuche platziert.
Die zwei Enden der Backbone lassen sich im Boot einfach zusammenstecken.

Im Vergleich zum Advanced Elements Convertible hat der Sitz kein hohes Sitzpolster. Das ist auch nicht notwendig, da der weiche Boden des Kajaks genügend Sitzkomfort bietet.  Der einzige Nachteil des flachen Sitzes ist, dass bei Wasser im Boot man sofort im Nassen sitzt. Hier wäre ein erhöhtes Sitzpolster praktischer.

Die Rückenlehne wird über zwei Riemen mittels Klickverschluss an den Seitenwänden befestigt. Die Position der Rückenlehne könnt ihr individuell vor und auch während der Fahrt auf dem Wasser einstellen. Der Sitz ist gut verarbeitet und  kann variabel im Boot platziert werden. Die Rückenlehne des Sitzes ist schön hoch dimensioniert. Große Personen sollten sich den Sitz sehr weit hinten im Innenraum befestigen(siehe untere Abbildung).

Damit der Süllrand und das Verdeck nicht runterhängen, sind Luftschläuche integriert, die aufgepumpt werden. Somit erhält die Luke des Cockpits eine gute Form und eine optionale Spritzschürze kann drüber gespannt werden.

Der Sitz wird nicht aufgeblasen.
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Unter dem Verdeck und am Süllrand gibt es weitere Ventile zum Aufpumpen.
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Die Rückenlehne wird an den Seitenwänden befestigt.

Das Boot ist mit zwei Richtungsfinnen ausgestattet, eine sehr flache längliche Finne am Bug und eine kurze größere Finne am Heck. Richtungsfinnen sind bei Schlauchkajaks essenziell für einen guten Geradeauslauf. Viele Schlauchkajakhersteller bieten ansteckbare Finnen, sodass diese bei Wildwasser oder sehr flachen Wasser abnehmbar sind. Unser Gumotex Swing 2 fahren wir bei sehr flachem Gewässer und Wildwasser ohne Finne. Bei Advanced Elements ist das nicht möglich, da sie fest montiert sind. Dafür sind die Finnen relativ flach, sodass die Gefahr von Grundberührungen auch bei flachen Gewässern deutlich reduziert ist. Zudem ist sie auch nicht ganz starr und bei leichten Berührungen zur Seite nachgeben würde.

advancedframe_zweite_finne
Nach dem Aufpumpen ist das Bugende sehr gut ausgeformt.
advancedframe_finne
Das Kajak besitzt eine feste Richtungsfinne am hinteren Rumpf.

Das Advanced Elements AdvancedFrame ist ein geschlossenes Kajak, welches sich mit einer Spritzschürze fast wasserdicht verschließen lässt. Die Betonung liegt auf „fast“, denn der Reißverschluss im Verdeck ist nicht wasserdicht. Bei kleinen Wassermengen schützen die grauen Stoffeisten als Barriere, die den Reißverschluss teilwese verdecken. So fließt das Wasser nicht zum Reißverschluss, sondern gut vom Verdeck wieder ab. Bei größeren Wassermengen (z.B. wenn man eine große Welle ungünstig erwischt, und diese über das Bug schwappt, träufelt anschließend Wasser in den Innenraum). Andererseits ermöglicht der Reißverschluss einen einfachen Zugang in den Innenraum, sei es um den Backbone zu platzieren oder den Innenraum des Bootes trocken zu wischen.

 

Sehr gelungen finden wir das Gepäcknetz auf dem vorderen Verdeck. Es lässt sich so ein Packsack oder Tagesrucksack sicher und leicht erreichbar verstauen.  Denn hinter dem Sitz unter dem Verdeck ist nicht viel Stauraum, hier finden maximal eine Wasserflasche und eine Lunchbox Platz.

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Auf dem vorderen Verdeck gibt es ein sehr praktisches und großes Gepäcknetz

Hinten gibt es kein Gepäcknetz auf dem Verdeck, sondern lediglich 4 D-Ringe als Vorrichtung zur Befestigung von Gepäck. Die Tragegriffe ähneln sehr den Griffen von Gumotex Schlauchkajaks und sind sehr bequem für den Transport des Kajaks am Land.

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Das Schlauchkajak hat mehrere Ventile zum Aufpumpen der Luftkammern. Außerdem besitzt es gummierte Tragegriffe.
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Die Luftpumpe lässt sich leider nicht komplett unter das Heck des Bootes verstauen, auch nicht wenn man sie legt.

Wir finden den modularen Aufbau des Bootes sehr gut. Zum einen lässt es sich in einem Schadensfall einfach reparieren, denn die Boden- und Seitenkammer sind austauschbar. Zum anderen kann es an unterschiedlichen Paddelbedingungen erweitert bzw. angepasst werden. Wer große und langsam fließende Flüsse sowie Seen paddelt, stattet das Boot mit der Backbone aus. Wer wildere Flüsse mit möglichen Grundberührungen paddelt, verwendet nur die weiche Bodenkammer und das Boot federt unschöne Berührungen mit Felsen und Steinen besser ab. 

Außerdem hat das aufblasbare Kajak auf dem Verdeck einen Paddelhalter. Beim Tragen des Bootes über der Schulter kann man das Paddel in der Hand nehmen. Wenn man jedoch auf dem Wasser länger verweilen möchte, ist der Paddelhalter durchaus praktisch. 

Nach dem Aufbau des Schlauchkajaks fällt einem sofort auf, wie gut Bug und Heck ausgesteift sind. Die tolle spitze Form hat AdvancedFrame durch die inneren Aluminiumschienen und eingeschobenen Plastikplatten zu verdanken.

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An den Spitzen des Kajaks gibt es noch Einschublaschen auf dem Verdeck. Dort werden Plastikplatten eingeschoben und formen die Enden noch besser aus.

Erfahrungen mit dem Advanced Elements AdvancedFrame auf dem Wasser

Das aufblasbare Kajak lässt sich alleine gut zu Wasser tragen und einsetzen, indem man es über die Schulter nimmt. Der Einstieg ist ebenfalls unkompliziert und sicher. Wem es zu eng ist, kann das Verdeck über den Reißverschluss öffnen und nach dem Einstieg wieder schließen. 

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Das AdvancedFrame ist schnell einsatzbarbereit.

Wenn man nun im Kajak sitzt und anfängt los zu paddeln, fallen einem zwei Dinge auf. Zum einen liegt das Kajak stabil auf dem Wasser. Ein Kentern wäre nur schwer möglich. Somit ist das Kajak auch für Einsteiger sehr gut geeignet. Auch bei Wellengang (durch vorbeifahrende Schiffe) hat sich das Kajak sehr stabil auf dem Wasser verhalten. Zum anderen hat uns der Geradeauslauf sofort gefallen. Das Kajak schlägt bei jedem Paddelschlag nur sehr gering aus, was ziemlich gut ist im Vergleich zu anderen 1er Schlauchkajaks ähnlicher Qualität (z.B. Gumotex Swing 1 oder Gumotex Twist). Somit ist ein Paddeln ohne ständiges Korrigieren der Richtung problemlos möglich.

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Das Schlauchkajak liegt gut im Wasser und ist sehr kippstabil.

Bei gemütlichem Paddeln erreicht das Schlauchkajak eine Geschwindigkeit von über 5 km/h, bei zügigem Paddeln deutlich über 6 km/h. Das sind gute Werte für ein 1er Schlauchkajak. Es ist dennoch spürbar langsamer als das Advanced Elements AdvancedFrame Convertible Elite, die 2 Personen Variante dieses Bootes. Im Vergleich zum 1er hat das 2er Kajak aufgrund seines langen Rumpfes eine noch besseren Geradeauslauf und ist 1-2 km/h schneller. Die Wendigkeit des Bootes ist gut, wir sind jedoch auch schon wendigere 1er Kajaks gepaddelt.  

Was bringt der Backbone?

Wir hatten auf einer weiteren Paddeltour das Boot ohne Backbone ausprobiert. Wir hätten größere Unterschiede erwartet. Ohne Backbone hat das aufblasbare Kajak einen etwas schlechteren Geradeauslauf und ist zwischen 0,5 und 1 km/h langsamer.  Den Preis von knapp über 100€ finden wir für solch eine Stange nicht gerechtfertigt. Wer nur gelegentlich paddelt, kann vorerst auf einen Backbone verzichten, da das Boot auch ohne diese Stange sich zufriedenstellend paddeln lässt.

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Für ein 1er Schlauchkajak errreicht das AdvancedFrame eine gute Geschwindigkeit und hat einen guten Geradeauslauf.

Das Kajak bietet ausreichend Platz und Beinfreiheit (sowohl wenn man mit als auch ohne Schuhe paddelt), sodass es auch große Personen paddeln können. Der Komfort ist ebenfalls gut. Wir fanden den weichen Luftboden am Anfang eher minderwertig, da er beim Einsteigen doch sehr nachgibt. Ohne Backbone hätten wir uns hier einen deutlich härteren Luftboden gewünscht (z.B. 0,2 bar). Bei der Verwendung des Backbone macht es jedoch Sinn, dass der Boden nachgibt und somit die Stange nach unten drückt. Dadurch entsteht nämlich erst die V-Form des Rumpfes.

Uns ist der Sitz beim Paddeln nach einer Weile verrutscht. Leider lässt ist dieser am Boden des Kajaks nicht befestigt. Eine Klettverschluss-Lösung, um den Sitz am Boden zu befestigen, wäre schön gewesen. Dennoch gibt die Sitzlehne beim Paddeln genügend Halt und hat eine gute Höhe. Obwohl die Bodenkammer sehr weich ist, hatte der Backbone in keinster Weise beim Paddeln gedrückt.

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Die Fahreigenschaften haben uns rundum überzeugt.

Nach mehreren Paddeltouren auf kleinen sowie großen Seen und auf Flüssen mit Steinkontakt hat uns das AdvancedFrame überzeugt. Die Außenhaut des Bodens ist robust und dick genug, sodass es auch unschöne Grundberührungen wegsteckt. Dennoch konnten wir zwei kleine lange Schrammen in der Bootshaut feststellen, die wir nicht als kritisch sehen. Keines der Schrammen deutet darauf hin, dass es zu einem Loch führen wird. Das spricht für eine dicke Bootshaut, welches das Boot schwerer aber auch robuster macht. Ebenfalls positiv ist, dass sich das Material an keiner Stelle irgendwie abgescheuert hat. Obwohl wir mit dem aufblasbaren Kajak an Kieselsteinstränden unsanft angelandet sind, hat es dem Boot nichts ausgemacht. 

Im Wildwasser haben wir das AdvancedFrame nicht ausprobiert. Hier würden wir empfehlen, den Backbone nicht zu verwenden. Bei starkem Grundkontakt gibt die Stange nicht nach und das Material ist den Reibungen komplett ausgelastet. Ohne Backbone, federt der Luftboden den „Aufprall“ deutlich besser ab.

Abbau des Schlauchkajaks

Der Abbau des Schlauchkajaks ist sehr einfach und schnell. Nach dem Paddeln öffnet man die Ventile, und der Großteil der Luft entweicht von selbst. Die restliche Luft entweicht beim Zusammenrollen bzw. kann mit der Luftpumpte abgepumpt werden. Der große Nachteil ist das Nylonmaterial des Verdecks und des Seitenschlauchmantels. Das Wasser kann mit einem Tuch abgewischt werden, dennoch bleibt das Textil lange feucht und muss Zuhause nochmal zum Trocknen rausgelegt werden. Denn feucht sollte man das Boote auf keinen Fall für längere Zeit lagern, da sich dadurch Schimmel am Nylon bilden kann.

Stärken und Schwächen des Advanced Elements AdvancedFrame

Das AdvancedElements AdvancedFrame mit BackBone glänzt vor allem mit seinen Fahreigenschaften. Für ein aufblasbares 1er Kajak ist die Geschwindigkeit und der Geradeauslauf richtig gut. Die größte Schwäche ist die lange Trocknung des Nylonhüllen der Seitenschläuche und des Verdecks. Auch ist das Boot kein Leichtgewicht.

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Mit dem AdvancedFrame auf dem Schliersee.

Das hat uns gefallen

+ modular aufgebaut und somit leicht reparabel

+ sehr gute Geschwindigkeit für ein 1er Schlauchkajak

+ sehr guter Geradeauslauf für ein 1er Schlauchkajak

+ großzügiger Innenraum, auch für große Personen geeignet

+ gute Verarbeitung und robuste Bootshaut

+ bequem zu sitzen und zu paddeln

+ großes und sehr leicht erreichbares Gepäcknetz auf dem Bug

+ kippstabil

Das hat uns weniger gefallen

-wasserdurchlässige Reißverschlüsse

- lange Trocknungsdauer aufgrund des Nylonmaterials

- hohes Gewicht für ein 1er Schlauchkajak

- großes Packmaß für ein 1er Schlauchkajak

- Backbone muss zusätzlich erworben werden

- keine Fußstütze

Fazit

Das Advanced Elements 1er ist ein geschlossenes Schlauchkajaks für Einsteiger und anspruchsvolle Kajaker. Uns hatte es jedes Mal sehr viel Spaß bereitet das AdvancedFrame zu paddeln. Im Vergleich zu Billig-Schlauchkajaks ist es in Fahreigenschaften, Verarbeitung und Ausstattung um Welten überlegen. Daher finden wir den Preis von ungefähr von 650€ gerechtfertigt. Wer mehrmals in der Saison Kajaktouren unternehmen möchte, ist mit dem AdvancedFrame 1er Kajak gut beraten. Besonders die feste und spitze Ausformung des Bugs und Hecks des Schlauchkajaks hat Advanced Elements richtig gut hinbekommen und sucht seinesgleichen auf dem Markt. Dadurch schneidet das Boot besser das Wasser und kommt den Fahreigenschaften eines Festrumpfkajaks sehr nahe. Wer nicht alleine paddeln möchte, kann sich das Kajak auch als 2er Variante kaufen. Das Advanced Elements AdvancedFrame Convertible hatten wir als Elite Version testen können.

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Das AdvancedFrame Convertible (hinten) und AdvancedFrame (vorne) im Vergleich.

Für ein 1er Schlauchkajak finden wir das AdvancedFrame schwer. Für wen das Gewicht wichtig ist, weil das Kajak im Rucksack transportiert werden soll, empfehlen wir die Ultralite Variante des Kajaks. Die Ultralite Variante bekommt man für einen Aufpreis von weniger als 100€. Dann lässt sich aber nicht der Backbone verwenden. Auch die Trocknungszeit sollte vor dem Kauf berücksichtigt werden. Das Boot muss nach der Paddeltour Zuhause nochmal zum Trocknen teilweise aufgebaut werden. Für wen das hohe Gewicht und die lange Trocknungszeit nicht stört, bekommt mit dem AdvancedFrame von Advanced Elements ein tolles Schlauchkajak, welches robust ist und viel Freude beim Paddeln bereitet.

Zubehör

Paddel, Luftpumpe und Schwimmweste sind im Lieferumfang nicht enthalten. Dieses essentielle Zubehör muss separat zugekauft werden.

Außerdem gibt es zum AdvancedFrame selbst zahlreiches Zubehör. Wer die Performance seines Bootes verbessern möchte, kann sich den Backbone holen. Wer zu kühlen Jahreszeiten paddelt, kann optional eine Spritzschürze erwerben, die vor Kälte und Spritzwasser schützt.

Alternativen zum Advanced Elements AdvancedFrame

Advanced Elements ist nicht der einzige Herstelle von aufblasbaren 1er Kajak. Wir sich gerne Alternativen zum Boot anschauen möchte, empfehlen wir folgende Schlauchkajaks . Diese beiden Boote sind ebenfalls hochwertig verarbeitet und bieten gute Fahreigenschaften.

nortik Scubi 1

Das AdvancedFrame hat uns in Sachen Rumpfform (ausgeformte spitze Kiele mit einem breiten mittigen Rumpf) und den Fahreigenschaften sehr an das Nortik Scubi 1 erinnert. Das Scubi 1 verwendet ebenfalls zu den Schläuchen ein Gestänge zur besseren Aussteifung des Bootes. Das Nortik Scubi hat den Vorteil, dass es kein Nylon verwendet und somit deutlich pflegeleichter ist, da die langen Trocknungszeiten entfallen. Auch das geringe und leichte Packmaß spricht für das Nortik Scubi 1. Für große Menschen ist das Nortik Scubi 1 jedoch nichts, da der Innenraum ziemlich klein ausfällt. Hier bietet das AdvancedFrame mehr Komfort. Auch ist das AdvancedFrame für Wildwasser besser geeignet, da das Boot auch ohne Gestänge gepaddelt werden kann. Beim Nortik Scubi 1 muss das Gestänge immer verwendet werden, da es über keine Luftkammer im Boden verfügt.

nortik scubi 1 kaufen

Gumotex Swing 1

Das Gumotex Swing 1 ist ebenfalls ein geschlossenes 1er Schlauchkajak. Bei der Geschwindigkeit und dem Geradeauslauf kann das Swing 1 jedoch nicht mit dem AdvancedFrame mithalten. Dafür ist es wendiger sowie leichter und kompakter beim Transport. Auch das verwendete Nitrilon Material ist unserer Meinung robuster und deutlich pflegeleichter. Das Nylonverdeck des Swing 1 trocknet sehr schnell. Das Gumotex Swing 1 ist vor allem für Flusstouren und Wildwasser Stufe 2 geeignet. Auch kleine Touren auf Seen eignet sich das Swing 1 gut. Für lange ausgedehnte Seetouren würden wir das AdvancedFrame empfehlen.

Fragen oder Erfahrung zum Advanced Elements AdvancedFrame?

Dann nutzt die Kommentarfunktion, um deine Erfahrungen mit dem Schlauchkajak zu teilen. Auch Fragen sind herzlich willkommen. Wir antworten Euch gerne!

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