Intex Challenger K1 Test

Das Intex Challenger K1 ist eines der günstigsten Schlauchkajaks, das je nach Angebot zwischen 60 und 100€ kostet. Es kommt sogar in einem Komplettset, sodass für ein sofortiges Lospaddeln nichts im Wege steht. Wir wollten nun selbst wissen, wie es sich paddeln lässt und ob es eher ein Badeboot oder ein Schlauchkajak ist.

intex challenger k1

Produktdaten

Personenanzahl:
Länge:
Breite:
Gewicht:
Packmaß:
Material:
Max. Zuladung:
Produktionsland:
Luftdruck:

1
274 cm
76 cm
12 kg
59 x 22 x 42 cm
PVC
100 kg
China
0,069 bar

Welches Modell wurde getestet?

Intex Challenger K1 aus dem Jahr 2019.

Wie ist der Test entstanden?

Das Intex Challenger K1 hatten wir uns selbst gekauft.

Wie intensiv wurde es getestet?

angetestet

sehr intensiv
1 Balken = 1-3 km gepaddelt (angetestet)
2 Balken = mind. 1 Tages-/ 2 Halbtagestouren
3 Balken = mind. 4 Touren
4 Balken = mind. 8 Touren
5 Balken = mind. 12 Touren (sehr intensiv)

Wo wurde es getestet?

Wildwasser

Ruhige Flüsse

Seen

Inhaltsverzeichnis

Ersteindruck und Aufbau

Das Intex Challenger K1 kommt in einer kompakten und sehr leichten Tragetasche. Da das Boot nur 12 kg wiegt, lässt es sich mit der mitgelieferten Tragetasche über kurze Distanzen angenehm tragen. Robust ist die Tragetasche jedoch nicht. Der Stoff der Tasche ist so dünn, dass bereits nach dem ersten Gebrauch ein kleines Loch im Boden drin war.

Das Boot wiegt 12 kg und lässt mit einer Tragetasche transportieren.
In der mitgelieferten Tragetasche befindet sich das Komplettset des Bootes, also inkl. Paddel und Pumpe.
Das aufblasbare Kajak ist schnell ausgepackt und erstaunlich handlich. Für das Aufpumpen des Kajaks wird es auseinander gerollt. Das Intex Challenger K1 hat zwei getrennte Luftkammern, eine Boden- sowie eine Seitenkammer, die jeweils über ein Boston-Ventil aufzupumpen sind. Bostonventile sind 2-Wege-Schraubventile, die ein schnelles und sicheres Ein- und Ablassen der Luft ermöglichen. Durch die getrennten Luftkammern ist es auch bei Ausfall einer Kammer noch möglich, sicher ans Ufer zu gelangen. Die Bodenkammer wird mit der mitgelieferten Pumpe zuerst aufgepumpt. Das Aufpumpen ist sehr leicht und geht relativ zügig. Dennoch sind viele Hübe mit der Luftpumpe notwendig, da die Pumpe ziemlich klein ist. Zum Glück ist das Kajak nicht allzu groß. Nach dem Aufpumpen des Bodens wird die zweite Kammer mit Luft befüllt, welches die Seiten und das Verdeck des Kajaks ausformt.
Das aufblasbare Kajak ist schnell ausgepackt und wirklich klein .
Das Boot wird über Boston-Ventile aufgepumpt.
Aufgepumpt wird das Kajak mit der mitgelieferten Pumpe.

Nach dem Aufpumpen der beiden Luftkammern hat das Boot seine endgültige Form erreicht. Der Innenraum wirkt nicht sonderlich groß. Auf dem Boden gibt es einen Klettstreifen, der für die Befestigung des Sitzes gedacht ist.

Fertig aufgepumptes Intex Challenger K1. Der Innenraum wirkt auf den ersten Blick nicht groß.

Wer nicht sicher ist, wann der richtige Luftdruck erreicht ist, kann nachmessen. Dafür hat Intex auf jeder Kammer eine Messskala aufgedruckt. Mit dem beigelegten Messstreifen, lässt sich überprüfen, ob genügend Luft in der Luftkammer ist oder ob noch etwas nachgepumpt werden muss.

Der Luftdruck lässt sich mit einem Messstreifen einfach überprüfen.
Der Sitz kann ebenfalls mit der Luftpumpe aufgepumpt werden. Dieser besteht aus einem aufblasbares Sitzkissen und einer Rückenlehne. Die Rückenlehne wird mit Gurten an den Seitenwänden befestigt und lässt sich nach Wunsch einstellen. Der Sitz ist etwas breit und sperrig für den kleinen Innenraum des Bootes. Dafür sitzt der Sitz fest im Boot, sobald dieser ordentlich im Innenraum platziert ist. Die Befestigung des Sitzes mit Klettverschluss ist eine simple und gute Idee des Herstellers.
Der Sitz wird über zwei Ventile aufgepumpt.
Der Sitz wird über Klett- und Klickverschluss im Boot befestigt.
Durch die Gurte an der Rückenlehne lässt sich der Sitz individuell einstellen.

Zu guter Letzt wird noch die Fußstütze aufgepumpt und ins Bug des Bootes gelegt und die Finne angesteckt. Vor allem die Finne sehen wir als sehr wichtiges Feature an. Eine Finne sorgt vor allem bei aufblasbaren Kajaks für einen deutlich besseren Geradeauslauf.

Eine aufblasbare “Fußstütze” ist ebenfalls enthalten.
Am Boden des Bootes wird eine große Finne montiert.

Das Boot war nach 8 Minuten komplett fertig aufgebaut. Wir müssen zugeben, dass wir mal das Intex Challenger K2 vorher aufgebaut hatten und somit mit dem Aufbau schon etwas vertraut sind. Dennoch denken wir, dass ein Aufbau von 10 bis 15 Minuten problemlos möglich ist. 

Bei genauer Begutachtung des Bootes, fällt uns gleich auf, dass die Festigkeit des Bootes zu wünschen übrig lässt. Das war auch nicht anders zu erwarten, da das Schlauchkajak nur einen Betriebsdruck von 0,069 bar hat. Hochwertigere Schlauchkajaks haben einen deutlich höheren Luftdruck (z.B. Gumotex Twist oder Advanced Elements Advanced Frame). Für den Preis kann man jedoch keinen höheren Betriebsdruck erwarten. Einerseits müssten dann die Luftkammern hochwertiger verarbeitet werden, sodass diese einen höheren Betriebsdruck standhalten. Andererseits geben weiche Luftkammern bei Berührungen mit Steinen oder Grund besser nach, sodass das dünne PVC Material nicht so stark belastet wird.

Die Luftkammern des Schlauchkajaks sind sehr weich aufgrund des geringen Betriebsdrucks.

Neben der Möglichkeit das Gepäck hinter den Sitz im Heck zu verstauen, hat das Kajak noch ein Gepäcknetz auf dem Bug. Dieses gibt viel Platz für zusätzliches Gepäck, welches schnell griffbereit sein soll (z.B. Schuhe, Trinkflasche, Lunchbox oder Packsack). Hinter dem Sitz lässt sich nur etwas kleines verstauen, was auch während des Paddelns nur schwer erreichbar ist. Deswegen gefällt uns das große Gepäcknetz auf dem Bug umso besser.

Unter dem Gepäcknetz lässt sich einiges an Gepäck verstauen, was schnell griffbereit während der Fahrt ist.

Erfahrungen auf dem Wasser

Das Luftkajak hat keine Tragegriffe. Diese sind auch nicht notwendig. Das Boot ist handlich und leicht genug, sodass es sich auch so zum Wasser tragen lässt. Durch das Verdeck ist das Einsteigen etwas schwieriger. Das Boot liegt aber stabil im Wasser, sodass ein Kentern beim Einstige nur schwer möglich ist.
Das Schlauchkajak lässt sich ohne Probleme alleine zum Wasser tragen.
Das Intex Challenger K1 liegt kippstabil im Wasser.
Das Schlauchkajak ist so konstruiert, sodass Heck und Bug etwas geschlossen sind. Somit wird das Eintreten von Spritzwasser erheblich reduziert. Doch das hat einen Nachteil für große Personen. In meinem Fall ist das Intex Challenger K1 zu klein, da ich für das Boot zu groß bin (1,89 m). Außerdem ist das Verdeck sehr niedrig dimensioniert, sodass man sich eingeengt fühlt. Man sollte mindestens kleiner als 1,80 m sein. Ansonsten empfehlen wir das Intex Challenger K2, was sich auch alleine paddeln lässt.
Viel Platz für die Beine gibt es nicht.
Der Innenraum im Bug ist relativ eng dimensioniert.

Der Geradeauslauf und die Wendigkeit sind akzeptabel. Für solch ein kurzes Boot erwarten wir auch, dass es schnell auf Kurswechsel reagiert. Beim Geradeauslauf macht sich die Finne bemerkbar, sodass noch ein guter Geradeauslauf möglich ist.

Wer kein Vergleich zu anderen Kajaks hat, wird die Geschwindigkeit als ausreichend und angenehm empfinden. Für gemütliche Erkundungstouren auf einem ruhigen See ist das Intex Challenger K1 völlig ausreichend. Wer jedoch mit anderen hochwertigen Schlauchkajaks oder sogar Festrumpfkajaks mitpaddeln möchte, wird keine Freude mit Challenger K1 haben. Denn dafür ist das Schlauchkajak zu langsam.

Es ist schon bemerkenswert, dass man für so wenig Geld ein paddelfähiges Kajak bekommt.

Wir hatten das Intex Challenger K1 auf einem ruhigen kleinen See getestet. Die Bedingungen waren ideal. Dafür ist das Challenger K1 auch gedacht. Für große Touren auf großen Seen oder schnell fließenden Flüssen mit möglichen Bodenkontakt empfehlen wir das Boot nicht. Das Boot hat für solche Einsatzzwecke eine zu geringe Materialstärke und zu geringen Luftdruck.

Für gemütliche Paddeltouren auf ruhigem Gewässer ist das Intex Challenger K1 geeignet.

Abbau des Intex Challenger K1

Der Abbau ging zügig und einfach von den Händen. Nur die überschüssige Luft muss man während des Zusammenfaltens etwas rausdrücken. Hierbei sollte man darauf achten, dass sich keine spitzen Gegenstände auf dem Boden befinden, die den Boden beschädigen können. Ist die Luft komplett raus, passt das Boot und das komplette Zubehör ohne Probleme in die vorhergesehene Tragetasche.

Das Intex Challenger K1 ließ sich wieder gut in die Tasche verstauen.

Stärken und Schwächen des Intex Challenger K1

Die größte Stärke des Challenger K1 ist vor allem der sehr günstige Preis mit komplettem Zubehör. Der größte Nachteil für große Personen ist der kleine und enge Innenraum. So ist ein Paddeln kaum möglich bzw. ist sehr unbequem. Auch das Material und die Fahreigenschaften sprechen eher für ein Badeboot als ein wirkliches Schlauchkajak.

Das hat uns gefallen

+ sehr günstig + komplettes Zubehör bereits inbegriffen + sehr praktisches Gepäcknetz auf Bug + integriertes Verdeck + ansprechendes Design

Das hat uns weniger gefallen

- kleiner und enger Innenraum - langsam - empfindliches Material - geringer Luftdruck - mehr Badeboot als Schlauchkajak - wackelige Doppelpaddel - kurzes Garantiezeit von 90 Tagen (ab Kauftag)

Fazit zum Intex Challenger K1

Wer erstmal das Paddeln für sich ausprobieren möchte, für den ist das Intex Challenger K1 ideal. Das Schlauchkajak ist das einzige 1er Kajak im Einsteigerbereich auf dem Markt. Es eignet sich besonders gut für kleine Paddeltouren auf ruhigem Gewässer. Das Boot wird in einem Komplettset mit sehr nützlichem Zubehör, wie die Richtungsfinne, angeboten und ermöglicht den sofortigen Start ins Paddelvergnügen.

Man sollte das Challenger K1 nicht mit einem Festrumpfkajak vergleichen, auch nicht mit einem höherwertigeren Schlauchkajak. Wer jetzt schon sicher ist, mehrere Paddeltouren in der Saison zu machen oder sich nicht auf ruhiges Gewässer einschränken möchte, sollte sich ein höherwertigeres Boot kaufen. Der Anschaffungspreis ist größer, aber die Unterschiede bzgl. Fahreigenschaften und Qualität sind enorm. 

Alle getesteten Boote im Überblick!

Zubehör für das Intex Challenger K1

Im Lieferumfang des Bootes ist folgendes Zubehör enthalten:
  • Doppelpaddel
  • Aufblasbare Fußstütze
  • Luftpumpe
  • Finne
  • Reparaturflicken
  • Transporttasche
Zusätzlich empfehlen wir folgendes Zubehör:
  • Schwimmweste: Itiwit BA 50N+ * (gute Schwimmweste für Einsteiger, sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, mehr Details in unserem Testbericht)
  • Dry Bag: Itiwit Packsack 10L* (ideal zum Schutz von Gegenständen vor Spritzwasser und kurzem Eintauchen im Wasser, gute Verarbeitung, mit Tragegurt, in unterschiedlichen Farben und Größen erhältlich)
  • Transportrucksack: Im Lieferumfang ist nur eine Tragetasche, die für die Aufbewahrung und den kurzen Transport des Kajaks zum Wasser gedacht ist. Wer das Kajak über längere Strecken und komfortabler zum Wasser transportieren möchte, empfehlen wir den Itiwit Transportrucksack*, der sich angenehm tragen lässt und ausreichend Platz für das Kajak und das Zubehör bietet.

Alternativen zum Intex Challenger K1

Der Markt an aufblasbaren Schlauchkajaks ist recht vielfältig. Die folgenden Boote sind gute Alternativen zum Intex Challenger K1, falls dich das Boot nicht in allen Punkten überzeugt.

Intex Exkursion Pro K1

Seit 2020 gibt es das Intex Exkursion Pro K1. Es hat eine robustere Bootshaut und einen etwas höheren Luftdruck (0,08 bar). Dennoch ist es aus unserer Sicht ein Einsteigerkajak und kann nicht mit den Eigenschaften eines hochwertigen Schlauchkajaks mithalten (z.B. Gumotex Kajaks). Im Vergleich zum Challenger K1 ist es 29 cm länger, 15 cm breiter und hat kein Verdeck sondern nur kleine Spritzdecken am Bug und Heck. Somit bietet das Intex Excursion Pro K1 deutlich mehr Platz im Innenraum. Darüber hinaus hat es eine höhere Ausstattung (z.B. Fußstütze und Angelhalterungen), sodass es sehr interessant für Angler ist. Jedoch das Exkursion Pro K1 eine geringere Traglast (90 kg statt 100 kg). Wenn du mehr zum Kajak erfahren willst, findest du mehr Informationen in unserem Testbericht, wo wir das Intex Exkursion Pro K1 getestet haben.

Intex Challenger K2

Für wen das Challenger K1 zu klein ist aber ein ähnliches Schlauchkajak sucht, sollte sich das Challenger K2 ansehen. Es ist deutlich länger und bietet Platz für zwei Paddler. Durch den längeren Rumpf hat es auch bessere Fahreigenschaften. Ansonsten ist nahezu identisch mit dem Challenger K1.

Itiwit Touring 1-Sitzer

Ein günstiges aufblasbares Kajak bietet auch der Sporthändler Decathlon mit dem Itiwit Touring 1 an. Es ist zwar etwas teurer als das Intex Challenger K1, dafür aber auch robuster und insgesamt solider verarbeitet. Eine zusätzliche Nylonhülle schützt das Boot vor Beschädigungen und die Schläuche können zudem auch ausgetauscht werden. Durch den großzügig verstellbaren Sitz eignet sich das Kajak für großer Paddler. Wir haben bereits das Itiwit Touring (2-Sitzer) getestet, worüber es einen Testbericht auf unserer Seite gibt.

Gumotex Twist 1

Das Gumotex Twist 1 ist das günstigste Einsteigerkajak des tschechischen Hersteller Gumotex. Das Schlauchkajak hat ein stärkeres Material und einen höheren Betriebsdruck von 0,2 bar. Damit ist es deutlich robuster und bietet bessere Fahreigenschaften als das Challenger K1. Außerdem ist es sogar 3 kg leichter.

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Der Beitrag hat 8 Kommentare

  1. Wir drei paddeln dieses Kajak jetzt die zweite, meine Freundin die dritte Saison. Ein Schwachpunkt dieses Kajaks macht sich inzwischen deutlich bemerkbar. Wenn man es in voller Sonne paddelt wird das Material weich. Beim nächsten Aufpumpen braucht man mehr Luft im Schlauch, als nach der mitgelieferten Schablone erlaubt wäre, um eine ausreichende Steifigkeit zu erzielen. Bei einem der 4 Boote, die ich so vergleichen kann, sind diese Ausbuchtungen inzwischen riesig und das Material so dünn geworden, dass damit zu rechnen ist, dass es demnächst entweder reißt oder sich ausbläht wie ein Luftballon. Auch bei unseren Booten machen sich diese Beulen inzwischen bemerkbar und wenn man die Schablone beim Aufpumpen nutzt bleibt der obere Schlauch sehr labberig. Die Bodenkammer ist davon nicht betroffen. (Liegt im Schatten und kühl im Wasser). Man muss also darauf achten, nicht mit zu hohem Druck aufzublasen, andererseits lässt sich das ausleiern kaum vermeiden, außer man paddelt nicht in der Sonne….aber wer will das schon.

    1. Hi Stephanie,
      vielen Dank für das Teilen deiner Erfahrungen! Gerade bei häufiger und langer Nutzung kommt meines Erachtens der Verschleiß bei billigen Schlauchbooten deutlich schneller zum Vorschein. Wir paddeln unser Gumotex Swing 2 oder die Advanced Elements schon mehrere Saisons, und recht oft. Bis jetzt sind diese Boote noch in einem tadellosen Zustand, obwohl sie schon recht viel mitmachen mussten. Aber natürlich ist es auch verständlich, wenn nicht Jede(r) gleich am Anfang mehrere Hunderte Euro für ein Schlauchkajak ausgeben möchte.
      Viele Grüße
      Sebastian

    2. Danke für den Bericht! Deckt sich voll mit meinen Erfahrungen. Aber mir gefällt das Boot trotzdem, weil es für das Geld sehr gute Fahreigenschaften hatt. Ich denke nach zwei Sommern hat es sich bereits gelohnt und wenn es gar drei Saisons durch hällt, ist es doch super.

      1. Hi Andreas,

        ja, Preis-Leistung stimmt prinzipiell bei Intex. Manchmal werden die Intex Boote jedoch überteuert angeboten (vor allem wenn nur noch wenige Exemplare verfügbar sind). Für den Einstieg es für viele interessant. Manche wollen auch gar nicht mehr (mal eine kleine gemütliche Tour oder ein paar Meter raus auf dem Wasser). Wer’s intensiv nutzt, sodass das Boot nur 2 Saisons durchhält, finde ich es schade um das ganze PVC. Andere hingegen haben Glück und gehen damit sehr vorsichtig um (z.B. keine Grundberührungen), und paddeln es länger.

        Ich würde behaupten, dass man z.B. ein Gumotex Boot nach 2-3 Jahren Nutzung (bis zu 20 Touren) mit max. 200€ Verlust gebraucht wieder verkaufen kann, weil die Boote eine deutlich höhere Nutzungsdauer haben und sehr gefragt sind. Je länger und intensiver die Nutzung, desto günstiger sind hochwertiger Schlauchkajaks aus meiner Sicht.

        Viele Grüße
        Sebastian

  2. Hallo Ihr Beiden!
    Vielen dank für eure Rezension, einfach gesagt für den Preis ist es ein gutes Boot, nicht mehr nicht weniger. Ich hab das Teil vor einem Jahr für einen vernünftigen Preis gekauft, der derzeitige Amazonpreis (150€) ist völlig überzogen. Gefahren auf der Unstrut, Saale, Parthe, Pleiße, Weisse Elster, Schönauer Lachen, Kulki usw.. Kein Wunder zu erwarten- es ist langsam und recht stabil. Bei größeren Wellen nimmt es Wasser über. Ich nehme es für kleine Erkundungen, dafür reicht es. Passt auch gut aufs Fahrrad und der Aufbau ist leicht, ich fahr sonst Pouch RZ 85/2 oder Peakboot Puffin 2. Da dauert der Aufbau länger ist aber auch ein ganz anderes Fahrgefühl :-). Trotz des sehr lawede wirkenden Materials hab ich, abgesehen von der zerkratzen Finne bisher keinen Schaden gehabt. Für Wandertouren würde ich es definitiv nicht empfehlen.
    Macht weiter so!
    herzliche Grüßen aus Leipzig

  3. Hallo,
    ein schöner kurzer Test dieses sehr günstigen Bootes. Was ich noch zu den von euch aufgezählten Negativpunkten anmerken möchte: die Gewährleistungszeit ist in Deutschland gesetzlich bestimmt, sodass sich der Händler nicht auf etwaige 90 Tage berufen kann. Deswegen kann das nicht als Kritikpunkt gelten.

    Für Unentschlossene mit kleinem Budget: wir haben das Kajak ausgiebig auf etlichen 100 km auf mitteldeutschen Flüssen getestet (natürlich kein Wildwasser) und sogar schon Gepäcktouren mit Zelten unternommen. All das geht, wenn man mit den Einschränkungen leben kann; vor allem Bodenkontakt ist natürlich zu vermeiden. Mit anderen Schlauchkajaks, zB Gumotex, kann das Boot nicht mithalten. Dafür kostet es auch nur ein Zehntel des Preises eines Gumotex-Bootes. Für relativ ruhig fließende Flüsse ohne Wildwasser-Passagen ist es aber auf jeden Fall geeignet und bringt für den geringen Preis viel Spaß.

    1. Hallo Kim,
      danke für das Teilen deiner Erfahrungen 🙂 Wir können deiner Beschreibung größtenteils zustimmen. Gerade für ruhig fließende Flüsse sollten die etwas dürftigen Fahreigenschaften aufgrund der Fließgeschwindigkeit des Flusses nicht so ins Gewicht fallen. Die Frage ist, ob man Grundberührungen (vor allem in Flüssen) prinzipiell vermeiden kann. Mit der Unterscheidung zwischen Garantie und Gewährleistung hast du vollkommen Recht. Der Punkt ist mir auch bereits aufgefallen, den wir in der nächsten Überarbeitung des Artikels berücksichtigen werden.
      Viele Grüße
      Sebastian

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*Hierbei handelt es sich um einen Affiliatelink. Durch den Kauf über den Link erhalten wir eine kleine Provision, womit du unsere Seite unterstützt. Durch den Kauf über dem Link entstehen dir keine zusätzlichen Kosten.

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  1. Wir drei paddeln dieses Kajak jetzt die zweite, meine Freundin die dritte Saison. Ein Schwachpunkt dieses Kajaks macht sich inzwischen deutlich bemerkbar. Wenn man es in voller Sonne paddelt wird das Material weich. Beim nächsten Aufpumpen braucht man mehr Luft im Schlauch, als nach der mitgelieferten Schablone erlaubt wäre, um eine ausreichende Steifigkeit zu erzielen. Bei einem der 4 Boote, die ich so vergleichen kann, sind diese Ausbuchtungen inzwischen riesig und das Material so dünn geworden, dass damit zu rechnen ist, dass es demnächst entweder reißt oder sich ausbläht wie ein Luftballon. Auch bei unseren Booten machen sich diese Beulen inzwischen bemerkbar und wenn man die Schablone beim Aufpumpen nutzt bleibt der obere Schlauch sehr labberig. Die Bodenkammer ist davon nicht betroffen. (Liegt im Schatten und kühl im Wasser). Man muss also darauf achten, nicht mit zu hohem Druck aufzublasen, andererseits lässt sich das ausleiern kaum vermeiden, außer man paddelt nicht in der Sonne….aber wer will das schon.

    1. Hi Stephanie,
      vielen Dank für das Teilen deiner Erfahrungen! Gerade bei häufiger und langer Nutzung kommt meines Erachtens der Verschleiß bei billigen Schlauchbooten deutlich schneller zum Vorschein. Wir paddeln unser Gumotex Swing 2 oder die Advanced Elements schon mehrere Saisons, und recht oft. Bis jetzt sind diese Boote noch in einem tadellosen Zustand, obwohl sie schon recht viel mitmachen mussten. Aber natürlich ist es auch verständlich, wenn nicht Jede(r) gleich am Anfang mehrere Hunderte Euro für ein Schlauchkajak ausgeben möchte.
      Viele Grüße
      Sebastian

    2. Danke für den Bericht! Deckt sich voll mit meinen Erfahrungen. Aber mir gefällt das Boot trotzdem, weil es für das Geld sehr gute Fahreigenschaften hatt. Ich denke nach zwei Sommern hat es sich bereits gelohnt und wenn es gar drei Saisons durch hällt, ist es doch super.

      1. Hi Andreas,

        ja, Preis-Leistung stimmt prinzipiell bei Intex. Manchmal werden die Intex Boote jedoch überteuert angeboten (vor allem wenn nur noch wenige Exemplare verfügbar sind). Für den Einstieg es für viele interessant. Manche wollen auch gar nicht mehr (mal eine kleine gemütliche Tour oder ein paar Meter raus auf dem Wasser). Wer’s intensiv nutzt, sodass das Boot nur 2 Saisons durchhält, finde ich es schade um das ganze PVC. Andere hingegen haben Glück und gehen damit sehr vorsichtig um (z.B. keine Grundberührungen), und paddeln es länger.

        Ich würde behaupten, dass man z.B. ein Gumotex Boot nach 2-3 Jahren Nutzung (bis zu 20 Touren) mit max. 200€ Verlust gebraucht wieder verkaufen kann, weil die Boote eine deutlich höhere Nutzungsdauer haben und sehr gefragt sind. Je länger und intensiver die Nutzung, desto günstiger sind hochwertiger Schlauchkajaks aus meiner Sicht.

        Viele Grüße
        Sebastian

  2. Hallo Ihr Beiden!
    Vielen dank für eure Rezension, einfach gesagt für den Preis ist es ein gutes Boot, nicht mehr nicht weniger. Ich hab das Teil vor einem Jahr für einen vernünftigen Preis gekauft, der derzeitige Amazonpreis (150€) ist völlig überzogen. Gefahren auf der Unstrut, Saale, Parthe, Pleiße, Weisse Elster, Schönauer Lachen, Kulki usw.. Kein Wunder zu erwarten- es ist langsam und recht stabil. Bei größeren Wellen nimmt es Wasser über. Ich nehme es für kleine Erkundungen, dafür reicht es. Passt auch gut aufs Fahrrad und der Aufbau ist leicht, ich fahr sonst Pouch RZ 85/2 oder Peakboot Puffin 2. Da dauert der Aufbau länger ist aber auch ein ganz anderes Fahrgefühl :-). Trotz des sehr lawede wirkenden Materials hab ich, abgesehen von der zerkratzen Finne bisher keinen Schaden gehabt. Für Wandertouren würde ich es definitiv nicht empfehlen.
    Macht weiter so!
    herzliche Grüßen aus Leipzig

  3. Hallo,
    ein schöner kurzer Test dieses sehr günstigen Bootes. Was ich noch zu den von euch aufgezählten Negativpunkten anmerken möchte: die Gewährleistungszeit ist in Deutschland gesetzlich bestimmt, sodass sich der Händler nicht auf etwaige 90 Tage berufen kann. Deswegen kann das nicht als Kritikpunkt gelten.

    Für Unentschlossene mit kleinem Budget: wir haben das Kajak ausgiebig auf etlichen 100 km auf mitteldeutschen Flüssen getestet (natürlich kein Wildwasser) und sogar schon Gepäcktouren mit Zelten unternommen. All das geht, wenn man mit den Einschränkungen leben kann; vor allem Bodenkontakt ist natürlich zu vermeiden. Mit anderen Schlauchkajaks, zB Gumotex, kann das Boot nicht mithalten. Dafür kostet es auch nur ein Zehntel des Preises eines Gumotex-Bootes. Für relativ ruhig fließende Flüsse ohne Wildwasser-Passagen ist es aber auf jeden Fall geeignet und bringt für den geringen Preis viel Spaß.

    1. Hallo Kim,
      danke für das Teilen deiner Erfahrungen 🙂 Wir können deiner Beschreibung größtenteils zustimmen. Gerade für ruhig fließende Flüsse sollten die etwas dürftigen Fahreigenschaften aufgrund der Fließgeschwindigkeit des Flusses nicht so ins Gewicht fallen. Die Frage ist, ob man Grundberührungen (vor allem in Flüssen) prinzipiell vermeiden kann. Mit der Unterscheidung zwischen Garantie und Gewährleistung hast du vollkommen Recht. Der Punkt ist mir auch bereits aufgefallen, den wir in der nächsten Überarbeitung des Artikels berücksichtigen werden.
      Viele Grüße
      Sebastian

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