Intex Challenger K1
im Test

Das Intex Challenger K1 ist eines der günstigsten Schlauchkajaks, das je nach Angebot zwischen 60 und 100€ kostet. Es kommt sogar in einem Komplettset, sodass für ein sofortiges Lospaddeln nichts im Wege steht. Wir wollten nun selbst wissen, wie es sich paddeln lässt und ob es eher ein Badeboot oder ein Schlauchkajak ist. 

Technische Spezifikation

Personenanzahl:
Länge:
Breite:
Gewicht:
Packmaß:

1
274 cm
76 cm
12 kg
59 x 22 x 42 cm

Max. Zuladung:
Betriebsdruck:
Material:
Hersteller:

100 kg
0,069 bar
PVC
Intex

Ersteindruck und Aufbau des Intex Challenger K1

Das Intex Challenger K1 kommt in einer kompakten und sehr leichten Tragetasche. Da das Boot nur 12 kg wiegt, lässt es sich mit der mitgelieferten Tragetasche über kurze Distanzen angenehm tragen. Robust ist die Tragetasche jedoch nicht. Der Stoff der Tasche ist so dünn, dass bereits nach dem ersten Gebrauch ein kleines Loch im Boden drin war.

intex challenger k1 packmaß
Das Boot wiegt 12 kg und lässt mit einer Tragetasche transportieren.
In der mitgelieferten Tragetasche befindet sich das Komplettset des Bootes, also inkl. Paddel und Pumpe.

Das aufblasbare Kajak ist schnell ausgepackt und erstaunlich handlich. Für das Aufpumpen des Kajaks wird es auseinander gerollt. Das Intex Challenger K1 hat zwei getrennte Luftkammern, eine Boden- sowie eine Seitenkammer, die jeweils über ein Boston-Ventil aufzupumpen sind. Bostonventile sind 2-Wege-Schraubventile, die ein schnelles und sicheres Ein- und Ablassen der Luft ermöglichen. Durch die getrennten Luftkammern ist es auch bei Ausfall einer Kammer noch möglich, sicher ans Ufer zu gelangen. 

Die Bodenkammer wird mit der mitgelieferten Pumpe zuerst aufgepumpt. Das Aufpumpen ist sehr leicht und geht relativ zügig. Dennoch sind viele Hübe mit der Luftpumpe notwendig, da die Pumpe ziemlich klein ist. Zum Glück ist das Kajak nicht allzu groß. Nach dem Aufpumpen des Bodens wird die zweite Kammer mit Luft befüllt, welches die Seiten und das Verdeck des Kajaks ausformt.

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Intex_Challenger_K1_ausgepackt
Das aufblasbare Kajak ist schnell ausgepackt und wirklich klein .
Intex_Challenger_K1_boston_ventil
Das Boot wird über Boston-Ventile aufgepumpt.
Intex_Challenger_K1_aufpumpen
Aufgepumpt wird das Kajak mit der mitgelieferten Pumpe.

Nach dem Aufpumpen der beiden Luftkammern hat das Boot seine endgültige Form erreicht. Der Innenraum wirkt nicht sonderlich groß. Auf dem Boden gibt es einen Klettstreifen, der für die Befestigung des Sitzes gedacht ist.

Intex_Challenger_K1_Innenraum
Fertig aufgepumptes Intex Challenger K1. Der Innenraum wirkt auf den ersten Blick nicht groß.

Wer nicht sicher ist, wann der richtige Luftdruck erreicht ist, kann nachmessen. Dafür hat Intex auf jeder Kammer eine Messskala aufgedruckt. Mit dem beigelegten Messstreifen, lässt sich überprüfen, ob genügend Luft in der Luftkammer ist oder ob noch etwas nachgepumpt werden muss. 

Intex_Challenger_K1_Luftdruck_messen
Der Luftdruck lässt sich mit einem Messstreifen einfach überprüfen.

Der Sitz kann ebenfalls mit der Luftpumpe aufgepumpt werden. Dieser besteht aus einem aufblasbares Sitzkissen und einer Rückenlehne. Die Rückenlehne wird mit Gurten an den Seitenwänden befestigt und lässt sich nach Wunsch einstellen. Der Sitz ist etwas breit und sperrig für den kleinen Innenraum des Bootes. Dafür sitzt der Sitz fest im Boot, sobald dieser ordentlich im Innenraum platziert ist. Die Befestigung des Sitzes mit Klettverschluss ist eine simple und gute Idee des Herstellers.

Intex_Challenger_K1_Sitz_aufpumpen
Der Sitz wird über zwei Ventile aufgepumpt.
Intex_Challenger_K1_Sitz
Der Sitz wird über Klett- und Klickverschluss im Boot befestigt.
Intex_Challenger_K1_Montage
Durch die Gurte an der Rückenlehne lässt sich der Sitz individuell einstellen.

Zu guter Letzt wird noch die Fußstütze aufgepumpt und ins Bug des Bootes gelegt und die Finne angesteckt. Vor allem die Finne sehen wir als sehr wichtiges Feature an. Eine Finne sorgt vor allem bei aufblasbaren Kajaks für einen deutlich besseren Geradeauslauf.

Intex_Challenger_K1_Fußstütze
Eine einfache aufblasbare Fußstütze ist ebenfalls enthalten.
Am Boden des Bootes wird die Finne montiert.

Das Boot war nach 8 Minuten komplett fertig aufgebaut. Wir müssen zugeben, dass wir mal das Intex Challenger K2 vorher aufgebaut hatten und somit mit dem Aufbau schon etwas vertraut sind. Dennoch denken wir, dass ein Aufbau von 10 bis 15 Minuten problemlos möglich ist. 

Bei genauer Begutachtung des Bootes, fällt uns gleich auf, dass die Festigkeit des Bootes zu wünschen übrig lässt. Das war auch nicht anders zu erwarten, da das Schlauchkajak nur einen Betriebsdruck von 0,069 bar hat. Hochwertigere Schlauchkajaks haben einen deutlich höheren Luftdruck (z.B. Gumotex Twist oder Advanced Elements Advanced Frame). Für den Preis kann man jedoch keinen höheren Betriebsdruck erwarten. Einerseits müssten dann die Luftkammern hochwertiger verarbeitet werden, sodass diese einen höheren Betriebsdruck standhalten. Andererseits geben weiche Luftkammern bei Berührungen mit Steinen oder Grund besser nach, sodass das dünne PVC Material nicht so stark belastet wird.

Intex_Challenger_K1_Festigkeit
Die Luftkammern des Schlauchkajaks sind sehr weich aufgrund des geringen Betriebsdrucks.

Neben der Möglichkeit das Gepäck hinter den Sitz im Heck zu verstauen, hat das Kajak noch ein Gepäcknetz auf dem Bug. Dieses gibt viel Platz für zusätzliches Gepäck, welches schnell griffbereit sein soll (z.B. Schuhe, Trinkflasche, Lunchbox oder Packsack). Hinter dem Sitz lässt sich nur etwas kleines verstauen, was auch während des Paddelns nur schwer erreichbar ist. Deswegen gefällt uns das große Gepäcknetz auf dem Bug umso besser.

Intex_Challenger_K1_Gepäcknetz
Unter dem Gepäcknetz lässt sich einiges an Gepäck verstauen, was schnell griffbereit während der Fahrt ist.

Erfahrungen mit dem Intex Challenger K1 auf dem Wasser

Das Luftkajak hat keine Tragegriffe. Diese sind auch nicht notwendig. Das Boot ist handlich und leicht genug, sodass es sich auch so zum Wasser tragen lässt. Durch das Verdeck ist das Einsteigen etwas schwieriger. Das Boot liegt aber stabil im Wasser, sodass ein Kentern beim Einstige nur schwer möglich ist.

Intex_Challenger_K1_tragen
Das Schlauchkajak lässt sich ohne Probleme alleine zum Wasser tragen.
Intex_Challenger_K1_auf_dem_Wasser
Das Intex Challenger K1 liegt stabil im Wasser.

Das Schlauchkajak ist so konstruiert, sodass Heck und Bug etwas geschlossen sind. Somit wird das Eintreten von Spritzwasser erheblich reduziert. Doch das hat einen Nachteil für große Personen. In meinem Fall ist das Intex Challenger K1 zu klein, da ich für das Boot zu groß bin (1,89 m). Außerdem ist das Verdeck sehr niedrig dimensioniert, sodass man sich eingeengt fühlt. Man sollte mindestens kleiner als 1,80 m sein. Ansonsten empfehlen wir das Intex Challenger K2, was sich auch alleine paddeln lässt.

Intex_Challenger_K1_Beinfreiheit
Viel Platz für die Beine gibt es nicht.
Intex_Challenger_K1_Innenraum_Bug
Der Innenraum im Bug ist realtiv eng dimensioniert.

Der Geradeauslauf und die Wendigkeit sind akzeptabel. Für solch ein kurzes Boot erwarten wir auch, dass es schnell auf Kurswechsel reagiert. Beim Geradeauslauf macht sich die Finne bemerkbar, sodass noch ein guter Geradeauslauf möglich ist.

Wer kein Vergleich zu anderen Kajaks hat, wird die Geschwindigkeit als ausreichend und angenehm empfinden. Für gemütliche Erkundungstouren auf einem ruhigen See ist das Intex Challenger K1 völlig ausreichend. Wer jedoch mit anderen hochwertigen Sclauchkajaks oder sogar Festrumpfkajaks mitpaddeln möchte, wird keine Freude mit Challenger K1 haben. Denn dafür ist das Schlauchkajak zu langsam.

Intex_Challenger_K1_auf_dem_Wasser2
Es ist schon bemerkenswert, dass man für so wenig Geld ein paddelfähiges Kajak bekommt.

Wir hatten das Intex Challenger K1 auf einem ruhigen kleinen See getestet. Die Bedingungen waren ideal. Dafür ist das Challenger K1 auch gedacht. Für große Touren auf großen Seen oder schnell fließenden Flüssen mit möglichen Bodenkontakt empfehlen wir das Boot nicht. Das Boot hat für solche Einsatzzwecke eine zu geringe Materialstärke und zu geringen Luftdruck.

Intex_Challenger_K1_auf_dem_Wasser3
Für gemütliche Paddeltouren auf ruhigem Gewässer ist das Intex Challenger K1 geeignet.

Abbau des Intex Challenger K1

Der Abbau ging zügig und einfach von den Händen. Nur die überschüssige Luft muss man während des Zusammenfaltens etwas rausdrücken.Hierbei sollte man darauf achten, dass sich keine spitzen Gegenstände auf dem Boden befinden, die den Boden beschädigen können. Ist die Luft komplett raus, passt das Boot und das komplette Zubehör ohne Probleme in die vorhergesehene Tragetasche.
Intex_Challenger_K1_Abbau
Das Intex Challenger K1 ließ sich wieder gut in die Tasche verstauen.

Stärken und Schwächen des Intex Challenger K1

Die größte Stärke des Challenger K1 ist vor allem der sehr günstige Preis mit komplettem Zubehör. Der größte Nachteil für große Personen ist der kleine und enge Innenraum. So ist ein Paddeln kaum möglich bzw. ist sehr unbequem. Auch das Material und die Fahreigenschaften sprechen eher für ein Badeboot als ein wirkliches Schlauchkajak.

Das hat uns gefallen

+ sehr günstig + komplettes Zubehör bereits inbegriffen + sehr praktisches Gepäcknetz auf Bug + integriertes Verdeck + ansprechendes Design

Das hat uns weniger gefallen

- kleiner und enger Innenraum - langsam - empfindliches Material - geringer Luftdruck - mehr Badeboot als Schlauchkajak - wackelige Doppelpaddel - kurzes Garantiezeit von 90 Tagen (ab Kauftag)

Alle gängigen Schlauchkajaks auf dem deutschen Markt auf einen Blick!

Auch für die Saison 2020 hat Paddleventure die bekanntesten aufblasbaren Kajaks nach Erholung, Touring und vielem mehr kategorisiert. Für jedes einzelne Boot sind die entscheidenden Merkmale (z.B. Packmaß, Gewicht, Material, Preis, …) aufgelistet, die für eine Kaufentscheidung relevant sind. Zusätzlich gibt es eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Auswahl des richtigen Schlauchkajaks.

Fazit zum Intex Challenger K1

Wer erstmal das Paddeln für sich ausprobieren möchte, für den ist das Intex Challenger K1 ideal. Das Schlauchkajak ist das einzige 1er Kajak im Einsteigerbereich auf dem Markt. Es eignet sich besonders gut für kleine Paddeltouren auf ruhigem Gewässer. Das Boot wird in einem Komplettset mit sehr nützlichem Zubehör, wie die Richtungsfinne, angeboten und ermöglicht den sofortigen Start ins Paddelvergnügen.

Man sollte das Challenger K1 nicht mit einem Festrumpfkajak vergleichen, auch nicht mit einem höherwertigeren Schlauchkajak. Wer jetzt schon sicher ist, mehrere Paddeltouren in der Saison zu machen oder sich nicht auf ruhiges Gewässer einschränken möchte, sollte sich ein höherwertigeres Boot kaufen. Der Anschaffungspreis ist größer, aber die Unterschiede bzgl. Fahreigenschaften und Qualität sind enorm. 

Alternativen zum Intex Challenger K1

Wer sich beim Intex Challenger K1 nicht ganz sicher ist, sollte auch andere Schlauchkajaks in Erwägung ziehen. Das Intex Challenger K2 ist nicht viel teuer, bietet dafür mehr Platz. Wer mehr Qualität haben möchte und dennoch nicht zu tief in die Tasche greifen möchte, ist beispielsweise mit dem Gumotex Twist gut beraten.

Intex Challenger K2

Für wen das Challenger K1 zu klein ist, wäre das Challenger K2 sehr interessant. Es ist deutlich länger und einen zweiten Sitz. Durch den längeren Rumpf hat es auch bessere Fahreigenschaften.

Gumotex Twist 1

Das Gumotex Twist 1 gibt es laut Hersteller ab 389€. Das Schlauchkajak hat ein stärkeres Material und einen höheren Betriebsdruck von 0,2 bar. Damit ist es deutlich robuster und bietet bessere Fahreigenschaften als das Challenger K1. Außerdem ist das sogar 3 kg leichter.

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Fragen oder Erfahrung zum Intex Challenger K1?

Dann nutzt die Kommentarfunktion, um deine Erfahrungen mit dem Schlauchkajak zu teilen. Auch Fragen sind herzlich willkommen. Wir antworten Euch gerne!

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