Gumotex Seawave Test

Das Gumotex Seawave ist das beliebteste Schlauchboot des Herstellers und ein richtiger Allrounder. Es kann flexibel als 1er, 2er oder sogar als 3er Kajak eingesetzt werden und sowohl offen als auch geschlossen mit optionalem Verdeck gepaddelt werden. Daher erfreut sich das Seawave einer großen Beliebtheit unter ambitionierten Kajakern. Wir konnten das Kajak bereits mehrere Male paddeln und möchten unsere Eindrücke in diesem Testbericht darlegen.

gumotex seawave

Produktdaten

Max. Personenanzahl:
Länge:
Breite:
Gewicht:
Packmaß:
Max. Zuladung
Material:
Produktionsland:
Luftdruck:

3
455 cm
80 cm
17,5 kg
68 x 43 x 30 cm
250 kg
Nitrilon
Tschechien
0,25 bar

Welches Modell wurde getestet?

Gumotex Seawave aus dem Jahr 2018 und 2021 (ohne Verdeck und Steueranlage)

Wie ist der Test entstanden?

Das Gumotex Seawave hatten wir 2018 im Rahmen einer Outdoor-Messe getestet.

Außerdem wurde uns 2021 das Gumotex Seawave auf Leihbasis von Arts-Outdoors, einem Fachgeschäft und Online Shop für Outdoor Ausrüstung sowie dem deutschen Gumotex Distributor, zur Verfügung gestellt. Unser Testbericht ist unabhängig vom Hersteller oder Shop und spiegelt unsere eigene Meinung zum Boot wieder.

Wie intensiv wurde es getestet?

angetestet

sehr intensiv
1 Balken = 1-3 km gepaddelt (angetestet)
2 Balken = mind. 1 Tages-/ 2 Halbtagestouren
3 Balken = mind. 4 Touren
4 Balken = mind. 8 Touren
5 Balken = mind. 12 Touren (sehr intensiv)

Wo wurde es getestet?

Wildwasser

Ruhige Flüsse

Seen

Inhaltsverzeichnis

Ersteindruck und Aufbau

Das Gumotex Seawave befindet sich in einem 100 Liter großen wasserdichten Transportrucksack. Sofern das Schlauchkajak richtig im Rucksack verstaut ist (Ventil drückt nicht gegen die Rückenwand des Rucksacks) lässt sich das Boot 15 – 30 Minuten bequem zu Wasser transportieren. Die vordere Tasche des Rucksacks finden wir sehr praktisch, um Kleinzeugs und mitgeliefertes Zubehör zu verstauen. Im Lieferumfang befindet sich als Zubehör ein Schwamm, ein Ventiladapter für die Luftpumpe, ein Kompressionsgurt, eine Finne, ein Ventilschlüssel (seit 2021 inklusive) und eine Reparaturbox mit Kleber und Flicken.

Wir hatten bereits bei mehreren Gumotex Booten schon den Fall, dass aus der Bodenkammer Luft entwichen ist. In den meisten Fällen hatte sich das Ventil gelockert oder das Überdruckventil war verschmutzt. Um das Ventil nachzuziehen, zu reinigen oder sogar austauschen zu können, bedarf es einen speziellen Ventilschlüssels, der nun im Lieferumfang beiliegt.

Mitgelieferter Transportrucksack
Zubehör zum Seawave
Gumotex Seawave zusammengelegt

Wie alle Boote von Gumotex macht auch das Seawave einen hochwertigen Eindruck und besticht mit robuster Bootshaut und solider Verarbeitung. Man merkt dem Boot gleich an, dass es auf Langlebigkeit konzipiert wurde. Die Bootshaut besteht aus einem Gummi beschichteten Gewebematerial und unterscheidet sich somit deutlich von günstigen Einsteigermodellen anderer Schlauchboothersteller, die oft nur auf eine PVC-Bootshaut setzen.

Vor dem Aufpumpen schiebst du die Finne in den Beschlag, die sich am Unterboden des Bootes befindet. Die Richtungsfinne sorgt für einen besseren Geradeauslauf auf dem Wasser. Falls du Flüsse mit einem niedrigen Wasserpegel paddelst, solltest du auf die Finne verzichten.

Einschieben der Finne
Aufstecken der Luftpumpe
Aufpumpen der Seitenkammer

Das Seawave hat eine Boden- und zwei separate Seitenkammern, die über Push-Push-Ventile mittels einer Luftpumpe bis auf 0,25 bar aufgepumpt werden. Die Ventile sind sehr leicht zu handhaben. Du öffnest das Ventil und drehst den Ventiladapter samt Luftschlauch der Pumpe auf. Mit einer vernünftigen Luftpumpe (also mind. 4 Liter Luftpumpe mit Doppelhubfunktion) ist das Seawave zügig aufgepumpt.

In der Regel besitzen Gumotex Schlauchkajaks (abgesehen von den Drop-Stitch Modellen Rush und Thaya) einen Luftdruck von 0,2 bar. Aufgrund der Länge von 455 cm macht der höhere Luftdruck von 0,25 bar durchaus Sinn, um dem Kajak über die gesamte Länge eine noch ausreichend hohe Steifigkeit zu geben.

Aufgepumptes Gumotex Seawave mit 0,25 bar

Zu zweit lässt sich das aufgebaute Seawave leicht transportieren. Es ist relativ leicht für ein solch großes Kajak. Die Tragegriffe am Bug und Heck sind sehr praktisch für das Ein- und Aussetzen sowie das Umtragen des Bootes. Mit Hilfe der Bootsleine, die um das komplette Boot führt, lässt sich das Kajak auch alleine ein paar Meter tragen und ins Wasser setzen.

In der Grundausstattung ist das Gumotex Seawave ein offenes Kajak. Das Boot besitzt Einschübe für Querstreben und einen Klettverschlussrand (auf den Seitenschläuchen sowie auf dem Bug und Heck), um ein optional erhältliches Cockpit zu befestigen. Dadurch wird das Seawave von einem Freizeit- und Badeboot zu einem vollausgestatten Seekajak. Cockpits sind als 1er oder 2er Variante erhältlich. Für die 3er Konfiguration gibt es kein Cockpit. Wir haben das Seawave ohne Cockpit getestet.

Tragegriff, Bootsleine und Klettverschluss zur Befestigung eines optionalen Verdecks

Darüber hinaus verfügt das Seawave über eine Vorrichtung zur Anbringung einer Steueranlage. Wir hatten es ohne Steueranlage gepaddelt und hatten diese beim Paddeln auch nicht vermisst. Wir müssen dazu sagen, dass wir optimale Paddelbedingungen hatten (kein Wind). Bei raueren Bedingungen kann eine Steueranlage helfen das Boot in der Spur zu halten, ohne ständig mit dem Paddel korrigieren zu müssen. Auch beim Paddeln auf Flüssen mit niedrigem Wasserpegel kann eine Steueranlage eine gute Wahl sein. Bei ausreichender Wassertiefe erhöht das Steuerblatt die Spurtreue, bei zu  niedriger Wassertiefe kannst du sie hingegen einfach einziehen.

Sitze, Fußstützen und Platzangebot

Die Sitze und Fußstützen werden ebenfalls aufgepumpt. So kannst du die Härte des Sitzes selbst bestimmen. Die Lehne und das Sitzkissen teilen sich eine Luftkammer, sodass sich die Härte der beiden nicht separat einstellen lässt (anders ist es bei den Sitzen vom Gumotex Solar).

Je nach Anzahl der Paddler werden die Sitze und Fußstützen an unterschiedlichen Stellen im Boot befestigt. Dafür helfen die entsprechenden Markierungen. Wir haben die verschiedenen Konfigurationen (1er, 2er und 3er Kajak) ausprobiert und empfanden die Montage als sehr einfach. 

Einbau des Sitzes
Platzieren der Fußstütze
Ventil des Luftsitzes

Ohne Sitz hat das Kajak eine Innenraumbreite von 31 cm. Die Sitze sind breiter und müssen regelrecht in den Innenraum reingedrückt werden. Dadurch sitzen die Sitze fest im Boot, ohne beim Paddeln später hin- und herzurutschen. Außerdem wird dadurch der Innenraum verbreitert. Bei einer 1-Personen Konfiguration befindet sich der Sitz am ehesten in der Mitte und du erhältst somit eine Sitzbreite von 35 cm. Bei einer 2-Personen Konfiguration sind es ungefähr 34 cm.

Das Seawave mit 3 Sitzen, in der Mitte mit einem Sitz des Gumotex Solar

Je nach Konfiguration ergeben sich mit dem Seawave ein anderes Platzangebot und unterschiedliche Tourmöglichkeiten:

  • Als 1-Personen Kajak bietet das Seawave sehr viel Beinfreiheit und sehr viel Platz für Gepäck. Somit sind Tages- und Mehrtagestouren problemlos möglich. 
  • Als 2-Personen Kajak bietet das Seawave sehr viel Beinfreiheit und ausreichend Platz für Gepäck auf Tagestouren. Mit dem optionalen 2-Personen Verdeck bietet das Kajak ausreichend Platz für Gepäck auf Mehrtagestouren.
  • Als 3-Personen Kajak bietet das Seawave eine eingeschränkte Beinfreiheit und so gut wie keinen Platz für Gepäck (ggf. 10 – 20 Liter Packsack zwischen den Beinen). Somit sind Halbtagestouren sowie Tagestouren mit Einkehrmöglichkeiten möglich. Idealerweise lässt man den Transportrucksack und die Luftpumpe im Fahrzeug.
 

Wenn du das Seawave zu dritt paddeln möchtest, solltest du drei Dinge beachten: der 3. Sitz ist nicht im Lieferumfang enthalten, die max. Zuladung beträgt 250 kg und den begrenzten Platz im Innenraum. Wir haben die drei Sitze (2 Seawave und 1 Solar Sitz) wie in der Bedienungsanleitung befestigt und haben folgende Sitzlängen gemessen:

  • Vorne: 90 cm (mit Schuhen) – 110 cm (barfuß)
  • Mitte: 80 cm
  • Hinten: 100 cm
 

Hinten ist die Beinfreiheit nicht üppig aber völlig ausreichend. Die Sitzbreite ist hier jedoch am engsten, mit 30 cm. Du kannst den Sitz auch etwas weiter nach vorne positionieren und gewinnst 1-2 cm an Sitzbreite, dazu verlierst aber auch gleichzeitig an Beinfreiheit.

Platzangebot hinten
In der Mitte gibt es am wenigsten Beinfreiheit. Eine erwachsene Person könnte nur im Schneidersitz oder mit stark angewinkelten Beinen dort sitzen. Eigentlich ist dieser Platz für ein Kind und nicht für einen Erwachsenen gedacht.
Platzangebot in der Mitte
Vorne ist nur ausreichend Platz für eine erwachsene Person, sofern man barfuß sitzt. Sofern du Schuhe trägst, kannst du den Platz aufgrund des engeren Fußraums im Bug nur begrenzt nutzen.
Platzangebot vorne

In der 3-Personen Konfiguration wird es also bezüglich der Beinfreiheit schnell eng. Eine Fußstütze brauchst du in dem Fall nicht. Ein Ausstrecken der Beine ist für alle Paddler nicht mehr möglich. Für kurze Paddeltouren ist der Platz immer noch völlig ausreichend, aber für eine lange Tagespaddeltour scheint der Platz dann doch zu wenig zu sein (zumal das Gepäck auch noch irgendwo verstaut werden muss). Deswegen ist das Seawave als 3-Personen ein Schönwetter Kajak, welches barfuß genügend Platz für zwei große Erwachsene und ein Kind gibt. Sind die erwachsenen Personen kleiner, ist die Einschätzung zu relativieren.

Unsere Angaben basieren auf eine Person mit einer Körpergröße von 189 cm und einer Sitzlänge von 120 cm. Wenn du dich auf dem Boden an die Wand sitzt, kannst du auch deine Sitzlänge ausmessen und so einschätzen, ob das Kajak groß genug ist, sofern du es auch zu dritt paddeln möchtest. Du kannst die Sitze durch die Seitengurte an den Rückenlehnen variabel etwas nach vorne und hinten verstellen und so die Beinfreiheit für jeden Paddler anpassen.

Erfahrungen auf dem Wasser

Der lange und schmale Rumpf sorgt für gute Laufeigenschaften auf dem Wasser

Gumotex verspricht einen sehr guten und schnellen Geradeauslauf. Diesen sehr guten Geradeauslauf erhält es aber erst durch den Einsatz der mitgelieferten Finne. In Sachen Schnelligkeit hält Gumotex ebenfalls sein Versprechen. Das Seawave läuft zügig über dem Wasser. Im Vergleich zum Gumotex Swing 2 läuft es merklich schneller und man schafft somit deutlich größere Strecken in der gleichen Zeit. Das liegt vor allem an der langen und schlanken Bauweise. Das Seawave ist also die richtige Wahl für all diejenigen, die lange Touren paddeln möchten.

Mit dem Gumotex Seawave auf dem Chiemsee

Beim Paddeln geben die Sitze einen guten Halt und sind bequem. Durch die Gurte an den Rückenlehnen lässt sich die Sitzposition auch während der Fahrt individuell einstellen. Aufgrund der schmalen Bauweise empfanden wir den Innenraum zwar etwas eng aber dennoch völlig ausreichend. Obwohl das Boot ziemlich schmal geschnitten ist, hatten wir nie das Gefühl, dass es sehr kippanfällig, sondern eher ziemlich kippstabil ist.

Zwei große Paddler haben viel Platz
Das Seawave als Solo-Kajak
Auf längeren Touren profitiert man von der Bootslänge.

Abbau des Gumotex Seawave

Das Gumotex Seawave ist am Heck mit einer verschließbaren Lenzöffnung ausgestattet. Falls beim Paddeln Wasser ins Boot gekommen ist, so kann man es mit der Lenzöffnung im Anschluss bequem ablaufen lassen anstatt es mit einem Schwamm rauszuholen. Das erleichtert die Trocknung des Bootes.

Lenzöffnung am Heck des Gumotex Seawave

Das Boot lässt sich mit einem Microfaserhandtuch sehr leicht trocken wischen. Man erreicht alle nassen Stellen im Bootsinneren. Die Luft entweicht nach dem Öffnen der Ventile (Abschrauben der Ventilkappe und Eindrücken des roten Stiftes) größtenteils von alleine. Die restliche Luft kannst du mit einer Luftpumpe mit Abpumpfunktion abpumpen. Alternativ legst du das Kajak Richtung Ventile zusammen, sodass beim Zusammenlegen die Luft entweicht. Mit dem beiliegenden Kompressionsgurt lässt sich das zusammengelegte Boot gut festzurren und in den Rucksack verstauen.

Stärken und Schwächen

Das Gumotex Seawave hat seine größte Stärke in der Konfigurier- und Erweiterbarkeit. Es lässt sich als 1- bis 3-Personen Kajaks paddeln und kann mit optionalen Features erweitert werden. Als 3er Kajak bietet es relativ wenig Platz und ist bei 3 Erwachsenen oder 2 Erwachsenen mit Kind nur für kleine Touren zu empfehlen. Man muss auch festhalten, dass das Seawave im Vergleich zu den anderen Gumotex Schlauchkajaks (z.B. Gumotex Swing 2 oder Solar) einen deutlich höheren Anschaffungspreis hat.

Das Gumotex Seawave kann bis zu 0,25 bar aufgepumpt werden, was für ein Schlauchkajak ohne Drop-Stitch sehr gut ist.

Das hat uns gefallen

+ Konfigurierbarkeit (als 1er bis 3er Kajak) + Erweiterbarkeit (Cockpit, Steueranlage) + gute Laufeigenschaften und gute Kippstabilität + leicht zu transportieren + robuste Bootshaut und gute Verarbeitung + guter Sitzkomfort und praktische Fußstützen + Als 1er oder 2er Variante, viel Platz für Gepäck + praktische Lenzöffnung am Heck
+ an den Seitenleinen lässt sich das Kajak auch alleine zu Wasser tragen + Ersatzteile erhältlich + Herstellergarantie von 2 Jahren + in Europa hergestellt

Das hat uns weniger gefallen

– teures Zubehör (z.B. Verdeck) – geringer Spritzschutz ohne Verdeck – wenig Platzangebot als 3er Kajak – geringe Sitzbreite (für schlanke Person jedoch vollkommen unproblematisch) insbesondere bei 3er Konfiguration für den hinteren Paddler – als 2-Personen Kajak ohne Verdeck zu wenig Platz und Befestigungsmöglichkeiten für Gepäck auf Mehrtagestouren

Fazit zum Gumotex Seawave

Das Gumotex Seawave ist ein hochwertiges Luftkajak, dass sich an anspruchsvolle Kajakbegeisterte richtet, die mit ihrem Boot eine maximale Flexibilität haben möchten. Ohne großen Aufwand lässt sich das Boot bequem in ein 1-Person, 2-Personen oder 3-Personen Kajak umfunktionieren. Das ist auch eindeutig ein großer Vorteil gegenüber Festrumpfkajaks, bei denen dies nicht möglich ist. Ob Verdeck, Spritzschutz, Steueranlage oder Ersatzteile, dem Anwender stehen auch nach dem Kauf zahlreiche Möglichkeiten sein Boot durch zusätzliches Equipment aufzurüsten und für weitere Einsatzgebiete bereit zu machen.

So ist das Seawave bis Wildwasserstufe 2 geeignet und ermöglicht somit das Paddeln von Wildwasserflüssen, bspw. in der Voralpenregion. Aufgrund der langen Bauweise empfehlen wir jedoch breite und nicht zu sehr verblockte Wildwasserflüsse. Obwohl es sich um ein Schlauchboot handelt, muss man festhalten, dass Gumotex hier auf sehr robuste und reißfeste Materialien setzt und somit mögliche Beschädigungen erheblich vorgebeugt werden.

Dank der schlanken und langen Bootsform und des guten Betriebsdrucks ist man mit dem Seawave nicht nur flott unterwegs, sondern man hat auch richtig gute Laufeigenschaften. Der schmale Schnitt fällt aber erfreulicherweise nicht der Kippstabilität zu Lasten.

Alle getesteten Boote im Überblick!

Im Lieferumfang des Bootes ist folgendes Zubehör enthalten:
  • Transporttasche
  • Reperaturset
  • Finne
Zusätzlich empfehlen wir folgendes Zubehör:
  • Doppelpaddel: ExtaSea Vario 230cm (gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und ideal für Einsteiger und regelmäßige Tagespaddler)
  • Luftpumpe: ExtaSea 2×4 L
  • Manometer:
  • Schwimmweste: Secumar Jump
  • Transportrucksack: Gumotex 80 L Transportrucksack
  • Bootswagen:
  • Spritzschürze:
  • Dry Bag:

Gumotex Seawave vs. Rush 2

Seit 2019 gibt es mit dem Rush ein weiteres Schlauchkajak von Gumotex, welches dem Seawave sehr ähnelt. Viele fragen sich daher vor dem Kauf, welches Boot die richtige Wahl ist und worin die wirklichen Unterschiede liegen. Dies möchten wir dir im Folgenden kurz erläutern. 

Beide Kajaks sind in ihrer Basisausstattung offene Schlauchkajaks, die sich jedoch mit einem optional erhältlichen Verdeck ausstatten lassen. Das Konzept der Anbringung ist identisch. Das Verdeck wird über den doppelten Klettverschluss am Bootsrand angebracht.

Die Verdecks des Rush 2 haben gegenüber dem anderen Gumotex Kajaks (Gumotex Swing, Framura und Seawave) einen verbesserten Süllrand. Der Süllrand des Seawave wurde seit 2021 ebenfalls nachgebessert, sodass sich diese zwischen Rush und Seawave nicht mehr unterscheiden.

Im Gegensatz zum Seawave kann das Rush 2 nicht mit einem dritten Sitz ausgestattet werden. Bei einer 2-Personen Konfiguration ist die Beinfreiheit bei beiden Booten sehr gut. 

Obwohl das Rush 2 nur 1 cm breiter ist, bietet es spürbar mehr Sitzbreite und insgesamt aufgrund des Drop-Stitch Boden einen geräumigen und hochwertigeren Innenraum. Als Solokajaker hast du 4 cm mehr Sitzbreite als im Seawave und als Tandemkajak bietet das Rush 2 je nach Platzierung der Sitze im Schnitt ungefähr 2 cm mehr Sitzbreite als das Gumotex Seawave. Der Unterschied liest sich als unbedeutend, ist jedoch im Bootinnenraum spürbar.

Gumotex Rush 2 (links) und Seawave (rechts)

Der Sitzkomfort ist bei beiden Kajaks gut. Das Rush bietet die höheren Rückenlehnen. Das Seawave bietet hingegen die besser gepolsterte Rückenlehne und ein komfortableres Sitzkissen. Auf längeren Touren (ab 10 – 20 km) finden wir das Gumotex Seawave aufgrund der Luftsitze komfortabler. Hier verschafft beim Rush ein zusätzliches Luftkissen Abhilfe (z.B. Sea To Summit* oder Friluft* Sitzkissen). Alternativ könntest du auch die Sitze mit den des Seawaves austauschen, da diese auch optional erhältlich sind.

Das Gumotex Rush ist trotz Drop-Stitch Boden 2kg leichter als das Seawave. Das liegt daran, dass das Rush 2 etwas kürzer ist und die Sitze leichter sind (0,55 kg je Rush Sitz statt 1,0 kg je Seawave Sitz). Das macht das Gumotex Rush 2, insbesondere wer es öfters im Rucksack mit Ausrüstung über eine längere Strecke zum Ufer transportiert, angenehmer zu tragen. 

Auf Seen und ruhigen Flüssen sind die Fahreigenschaften sehr ähnlich. Sowohl in der 1-Personen als auch in der 2-Personen Konfiguration finden wir persönlich die Fahreigenschaften des Rush 2 im direkten Vergleich zum Seawave etwas besser (bessere Lage im Wasser, ungefähr 0,5 km/h schneller). 

Gumotex Rush und Seawave im direkten Vergleich

Durch den Drop-Stitch Boden wirkt das Rush jedoch deutlich aufgeräumter und hochwertiger im Innenraum. Die Kippstabilität ist beim Gumotex Rush 2 höher und der Ein- sowie Ausstieg ist angenehmer (für Paddelanfänger oder Unsportliche ein wichtiges Entscheidungskriterium beim Kauf). Das Rush gibt es sowohl als 1 Personen als auch als 2 Personen Kajak.

Weitere Alternativen zum Gumotex Seawave

Itiwit x100+ 3-Sitzer

Für Familien: Wer als kleine Familie mit dem Seawave liebäugelt, weil es Platz für bis zu 3 Personen bietet, sollte sich nicht nur das Seawave anschauen. Eine deutlich günstige Alternative ist das Itiwit x100+ als 3-Sitzer. Es hat eine robuste Bootshaut, gute Sitze und bietet genügend Platz für 2 große Erwachsene und ein Kind. Darüber hinaus besitzt es einen Drop-Stitch Boden, der für eine besonders hohe Stabilität sorgt. 

Aufgrund seines breiten Rumpfes und flachen Unterbodens ist das Itiwit x100+ im Vergleich zum Seawave eher für gemütliche und kleine Paddeltouren gedacht. Wer hingegen zügige Tagestouren oder auch alleine paddeln möchte, paddelt mit dem Seawave deutlich besser.

Gumotex Swing 2

Das Seawave lebt seine Stärken insbesondere auf großen Gewässern (z.B. Meer oder sehr große Seen) aus. Wer jedoch vor allem Flüsse oder ruhige Seen paddeln möchte, sollte sich das Gumotex Swing 2 und Gumotex Solar anschauen. Das Gumotex Swing 2 besitzt bereits ein integriertes Cockpit und ist vor allem für Flüsse geeignet. Das Gumotex Solar kann wie das Seawave als 1er, 2er oder 3er Kajak gefahren werden und ist am besten für Seen geeignet. Beide Boote sind bis zu 300€ günstiger als das Seawave und unterscheiden sich bezüglich Material sowie Verarbeitung zum Seawave nicht.

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Der Beitrag hat 41 Kommentare

  1. Guten Abend Zusammen,
    ich habe nun seid April mein gewünschtes Seawave 🙂 bei den Modellen ab 2021 hat Gumotex auch eine Veränderung am Süllring bzw. am Verdeck vorgenommen. (2er Verdeck)
    Die harten Plastikrohre sind sehr steif und von der Form nicht wirklich passend. Man bekommt sie zwar reingeschoben, dennoch mehr schlecht als recht. Hat hier jemand ggf. ähnliche Erfahrungen bzw. Tipps?
    Muss ich die Plastikrohre zunächst in Form biegen, sodass sie dann auch besser passen und auch die Spritzschürze rüber geht und hält?!
    Würde mich über Tipps freuen 🙂

    1. Hallo Tobias,

      beim sonst so einfachen Aufbau des Bootes erfordert das Einschieben der Süllrandringe doch gerade zu Beginn ordentlich Kraft. Wir haben uns mittlerweile daran gut gewöhnt und verwenden die Süllrandringe nur wenn wir auch Spritzschürzen nutzen. Ansonsten hilft es während des Einschiebens mit der einen Hand ab und zu den Ring von Außen in die richtige Richtung zu “lenken/drücken”.

      Ein Vorbiegen ist vorher nicht notwendig und seitens Hersteller auch nicht angedacht. Durch das Einschieben in den Süllrand wird dieser ausgesteift und somit kann die Spritzschürze angebracht werden, die darauf ihren Halt findet. Aber auch das Anbringen der Spritzschürze ist bei den Gumotexbooten nicht kinderleicht und erfordert etwas Übung und Geduld.

      Beste Grüße
      Christian

  2. Hallo Sebastian,
    erstmal vielen Dank für Deine/Eure Arbeit.
    Ich habe mich diesen Winter ausführlich mit dem Thema Luftboot beschäftigt und dabei sehr wertvolle Infos und Tips von Euren Berichten genutzt.
    So enschied ich mich vor etwa 4 Wochen, mir ein Gumotex zuzulegen. Schnell stellt ich fest, dass das gar nicht so einfach ist, da die Boote überall ausverkauft sind und Gumotex zur Zeit nur auf Sparflamme produziert.
    Aber, was soll ich sagen, seit einer Woche bin ich stolzer Besitzer eines Seawave! (-:
    Nach langem Suchen, habe ich doch tatsächlich einen Händler gefunden der noch ein Seawave auf Lager hatte. Auch fand ich einen anderen Händler der mir noch die Decks liefern konnte.

    Außer das ich schwimmen kann, bringe ich keinerlei Erfahrungen im Kajak oder einem anderen Wassersport mit.
    Am Samstag habe ich mit meiner Frau die erste Fahrt auf dem Staffelsee unternommen. Der Aufbau ging für das erste Mal schon ganz zügig. Klar, beim ersten Mal muss man sich etwas reinfuchsen, aber es ist schon absehbar das dies bei den nächsten malen noch schneller gehen wird.
    Unser erster Ausflug hat schon richtig Spaß gemacht und mit etwas Wind lernten wir schon bei der ersten Fahrt, wie toll eine Steueranlage ist.
    Gestern habe ich dann alleine meine erste Flussfahrt unternommen, von Freising bis LA – Landshut für nicht Ortskundige (-:
    Ich muss sagen, mir hat das schon noch mehr gefallen, als über den See zu ruder.
    Ok, vieleicht hätte für dem ertsen Tag auch die Strecke bis Moosbrug gereicht, aber manchmal muss es eben sein. Ich war ziemlich durch am Abend und es ist nicht so, dass ich mich sonst nicht bewegen würde.

    Leute kauft Euch vernünftuges Material, dann machts auch richtig Spaß und wenn es dann doch nicht Euer Ding ist, kann man gute Sachen auch wieder gut verkaufen. Ich habe auch nach gebrauten Booten gesucht, aber kein einziges vernünftiges Boot auf dem Gebrauchtmarkt gefunden. Gebrauchte billig Ware gibts zum Säue füttern.

    Nun denn, wie sagt man im Kajaksport…
    wünsche Euch allen immer ein Handbreit Wasser unterm Kiel !
    Viele Grüße, August

    1. Hallo August,
      schön zu hören 🙂 Da bist du ja schon schönes Gewässer mit deinem neuen Gumotex Seawave gepaddelt.
      Hab eine schöne Saison!
      Viele Grüße
      Sebastian

    2. Hallo August, was hast du für ein Glück gehabt! Ich bin seit Wochen auf der Suche nach einem Gumotex seawave und finde einfach keinen Anbieter. Hat sein Händler vielleicht noch mehr davon? Ich wäre für jeden Tip dankbar!
      Ich wünsche dir gute Fahrt. Hoffentlich werde ich auch bald fündig.
      Liebe Grüße Elke

      1. Hallo Elke,
        leider nein. Der Händler meinte schon, dass es sich womöglich um das letzte verfügbare Seawave in Deutschland handeln könnte.
        Wünsche Dir trotzdem viel Erfolg bei Deiner Suche!
        Viele Grüße,
        August

    3. Als Tipp, falls ihr noch keinen Ventilschlüssel beim Boot mitbekommen habt (wird erst bei den ganz neuen mitgeliefert, vielleicht war Boot ja noch Lagerware), kauft einen bis €11 und nehmt ihn mit zum Zubehör bei Fahrten. Sand kann eventuell durch den Überdruckventil-Deckel reinkommen und Luft entweichen. Dann kann man gleich Vorort reinigen und sitzt nicht im Nassen (Alternative Panzertape zum Ü-Ventil abkleben unterwegs). Eine Pumpe muß natürlich auch immer mit. Um erheblich Platz zu sparen, z. B. eine extrakleine, wie eine Fanatic Nano (Adapterfrei da Schlauchpassend zu Push-Push) .
      Die Erstaufpumpung ohne Fuß/Sitz dauert auch nur um 5Min. statt knapp 2,5 für Boden/Seite. Unterwegs/ÖNV/Tasche spart man aber erheblich an unnötigen Volumen und Gewicht.
      Gruß Seawavefahrer

  3. Hallo Sebastian,
    Kompliment für diese tolle Seite, die sehr hilfreich für uns ist. Wir haben uns ein Gumotex Seawave zugelegt, bräuchten aber noch ein zweites Doppelkajak mit ähnlichen Fahreigenschaften, dass auch ein Verdeck hat. Da man aktuell ja nicht an Gumotex-Boote kommt und auch nicht in absehbarer Zeit, sind wir auf der Suche nach einer guten Alternative. Habt Ihr schon mal was von Zelgear Alpha Zet oder vom Zelgear Spark gehört? Das Neris Smart ist auch noch mit im Rennen, wobei wir eher zu den reinen Schlauchbooten tendieren. Das Advanced Elements finden wir aufgrund der Nylon-Haut und dem Trocknungsaufwand nicht interessant. Grabner ist uns zu teuer. Wäre euch für ein paar Tips sehr dankbar!

    1. Servus,

      ich wollte ein kleines Feedback geben über mein Zelgear Spark 450, da es im Netz irgendwie händeringend ersehnt wird.

      Ich besitze das Kajak nun seit 2 Jahren und muss sagen, ich bin vollends zufrieden. Ich benütze das Kajak, allein, zu zweit oder auch zu dritt ( mit einem Kind in der Mitte ). In keiner Konstellation gab es Platzprobleme. Beinfreiheit ist gegeben. Ebenso der stattliche Seitenplatz.

      Das Kajak ist wirklich sehr hochwertig verarbeitet und durchdacht. Da hat sich wer gute Gedanken gemacht, bezüglich Bauform, hoher Sitzkomfort (sehr viele Einstellmöglichkeiten), Überdruckventile ( kein ständiges Überwachen des Druckes auf dem Wasser oder in der Sonne ) etc. pp.

      Das Kajak ist innherhalb von 10 min mittlerweile aufgebaut und es kann losgehen. Der Geradeauslauf ist super. Auch ohne Finne. Habe mir nun selbst eine gebaut, da eine Möglichkeit besteht eine einzuschieben vor dem Aufbau. Das Boot ist schnell. Selbst allein beim Paddeln lasse ich einige Festkajaks stehen. Die Sitze sind mega bequem.
      Etliche Gurte oder Schlaufen sitzen dort wo sie müssen.

      Der Dropstichboden verleiht dem Boot einen sicheren Ein- und Ausstieg. Es ist sehr kippstabil und schneidet durchs Wasser wie ein warmes Messer die Butter.

      Selbst ein Ruder könnte installiert werden.

      Anbei noch ein Link eines weiteren Reviews vom Spark.

      Wir bereuren die Kaufentscheidung in keinster Weise.

      VG

  4. Als Einer sind 6km auf Stillwasser über 2 Stunden möglich bei Windstille. (14km 2Std 15Min Abendpaddeln, Lahn 2 Tagestouren letzte 50km in etwa bestätigt) Dabei gehe ich von von relativ untrainiert, 100Kg Zuladung, steile gleichmäßige Paddeltechnik, Paddel Nortik (17,5 Paddelblattbreite) und ü40 aus. Drückerhöhungen über 0,25 könnten eventuell noch etwas bewirken.
    Nur das Framura ist noch um 1km schneller.
    Als 2er halt grob je 2km mehr.

    “Länge läuft”, wenn man denn eine sehr gleichmäßige Paddeltechnik hat und die Bootsspitze möglichst wenig schwankt, sowie die Zuladung gleichmäßig verteilt ist, gilt halt auch beim Seawave. Wer 130Kg wiegt und das Boot nur mittig tiefer drückt, muss halt vorne mehr Wasser verdrängen, da das Wasser vorne weniger geteilt wird am Bug. Für ein Boot welches mit “liebt bewegtes Wasser” beschrieben wird ist es also nicht lahm. 4-5km bei Mehrtagestouren, bzw. mal grob 25-30km Strecke Fliessgeschwindigkeit bei Ganztagestouren über 2×2-3 Stunden, kann man also durchaus einmal einplanen. Aber da spielen halt Wind und Wellen und viele andere Kriterien mit.
    Insofern rate ich, dass man sich durchaus grob im Bereich mit bis 450cm nicht ganz so schnellen Fest – Wanderbooten (nicht Seekajak) befindet.
    Und das bei mit 83cm doch erheblich mehr Breite.

    Nicht, dass ein falscher Eindruck entsteht.
    Das Seawave befindet sich damit im Bereich der anderen Gumos. Solar, Rushs und Helios sind da grob im gleichen Bereich.

    Es gibt ja viele verschiedene DS-Boote und keinerlei Langfristerfahrung über 3-4 Jahre. Hinzu kommen jährliche Bootveränderungen oder neue Varianten. Da bewegt sich viel.
    Es sind ja Punkt-Verklebungen und wie da bei 50-70 Grad Sonneneinstrahlung bei viel Sommernutzung die jeweilige Qualität ist oder bleibt, kann halt niemand sagen. Die “simplen” SUPs kann man da auch nicht als Vergleich hernehmen. Daher ist wohl Grabner nicht mit auf den Zug aufgesprungen. Das Seawave gibt es seit 2012 in praktisch nicht veränderter Form (Änderungen nur bei Spritzdecke Ruderloch) und da ist Gumotex mit einer Schlauch/DS Kombi mit der Thaya/Rush’s eingestiegen, um den Markt nicht ganz zu verpassen, bzw. Bewährtes mit Neuem zu kombinieren.
    Aber mit Verdeck bewegt man sich dann auch bereits im 20%Mehrpreis gegenüber dem Sw.(unter €1500 inkl. 1er-Verdeck aktuell kaufbar) , welches im bewegten Wasser und der 2er Nutzung Vorteile hat.
    Aber keine Sorge. Man muss mit dem ersten Boot nicht gleich den Volltreffer für die nächsten 10 Jahre landen.
    Der Gebrauchtmarkt ist eh leergefegt und die Preisverluste bewegen sich nur im 3-4 Bootsleihtagespreisbereich nach 1 Jahr bei bekannten Booten im Bereich von €800-1500.

    1. Hallo Seawavefahrer 🙂
      vielen Dank für das Teilen deiner wertvollen Erfahrungen! Ja, das stimmt. Unter den Festrumpfbooten würde das Seawave mit einer Breite von 80 cm nie als Seekajak durchgehen. Im Bereich der Luftboote sind die Abmessungen ganz gut, vor allem für Tagesausflüge. Gerade bei Luftbooten macht es einen spürbaren Unterschied, wenn man Gepäck im Bugbereich hat, sodass sich tatsächlich eine längere Wasserlinie bildet. Das Gleiche gilt für Drop-Stitch Boote, z.B. beim Rush 2. Wenn man es alleine nutzt, liegt das Boot aufgrund des steifen Boden relativ gut im / auf dem Wasser. Dennoch taucht die ausgeformte Bugspitze zu wenig ins Wasser. Das ist bei einer 2er Besetzung oder entsprechender Gepäckverteilung anders. Ja, die Boote sind ziemlich wertstabil, vor allem bei der derzeitigen Nachfrage. Leider werden die Boote auch jedes Jahr teurer. Der Gumotex hat Ende des letzten Jahres ziemlich sportlich die Preise angezogen, irgendwann sehe ich das Solar bei 1.000€. Das wäre echt schade, weil es dann viele Anfänger abschreckt, gleich mit einem vernünftigen Boot einzusteigen. Ganz zu schweigen, wer sich ein Seawave oder Rush 2 mit 1er und 2er Verdeck holen möchte. Ich verstehe nicht, warum so ein Verdeck mehrere hundert Euro kostet. Sind die Boote so knapp kalkuliert, dass man darüber die Einnahmen erzielt? Wer weiß.
      Viele Grüße
      Sebastian

    1. Hallo Tobias,
      wir finden beide Schlauchkajaks ausreichend kippstabil und würden persönlich davon die Kaufentscheidung nicht abhängig machen. Nichtsdestotrotz ist das Thaya 9cm breiter und hat einen flachen harten Boden wie ein Brett. Wer mit unruhigen Kindern paddelt und auf Kippstabilität sehr viel Wert liegt (vor allem beim Ein- und Aussteigen), dem empfehlen wir das Thaya. Ich hoffe, wir konnten dir damit etwas weiterhelfen. Natürlich ist diese Einschätzung sehr subjektiv behaftet 🙂
      Viele Grüße
      Sebastian

  5. Hallo Christian und Sebastian
    Ich bin ebenfalls stark am seawave interessiert auf Grund seiner Vielseitigkeit und ich denke das es gut geeignet wäre für tagestouren mit der Familie und auch für mehrtagestouren alleine.
    Nun bin ich aber auch hin und her gerissen zwischen genannten Boot und vergleichbaren booten die gänzlich aus drop stitch material bestehen. Der Grund dafür ist das es für mich nur logisch ist das so ein Ds boot doch eine ganze Ecke schneller sein könnte. Mir wäre es schon wichtig das ich mit meinem zukünftigen Boot auch Strecke machen kann ohne das mir alles vergeht weil ich mir eine lahme Ente gekauft habe. Andererseits habe ich oft gelesen das die ds boote Probleme mit ihrer Haltbarkeit haben.
    Jetzt meine Fragen wie ist eure Einschätzung was ich als normaler paddeler auf stehenden Gewässern mit genannten bootstypen alleine für Geschwindigkeiten erreichen kann.
    Und hat jemand Erfahrungen mit der Haltbarkeit von Drop Stitch Booten.
    Ich würde mich auch über Antworten von Besitzern freuen.
    Gruß Heiko

    1. Hallo Heiko,
      das Seawave ist definitiv keine lahme Ente 😉 Wir sind bisher nur das BIC YakkAir als Full Drop-Stitch Boot gepaddelt. Ein Direktvergleich zu beiden Booten fällt uns dennoch schwer. Vermutlich gleitet das BIC Yakkair ein weniger besser durch das Wasser, aber es sind keine Welten dazwischen. Am Ende sind es beide Luftkajaks. Einen spürbaren Sprung würdest du erst mit einem Hybrid- (nortik oder neris smart) oder ein Faltkajak machen.
      Viele Grüße
      Sebastian

  6. Hallo Sebastian und alle,

    Kann jemand einen Vergleich der Reparatur Freundlichkeit der Gumotex vs. Grabner sagen? Damit meine ich eigene Reparaturen.

    Ebenso aber die Frage nach dem Service bei einem Problem oder Reparatur bei Gumotex oder Grabner? Ich erhoffe mir von Grabner Premium. Wie ist der Service bei Gumotex?

    Viele Grüße Beni

    1. Hallo Beni,
      wir schätzen die Reparatur Freundlichkeit bei Gumotex und Grabner Booten gleich ein. Mit dem beiligenden Reparaturset hast du Flicken und Kleber, um Risse und Löcher in der Bootshaut zu beheben. Wir hatten schon mehrmals den Reparaturservice von Gumotex in Anspruch genommen (Riss im Verdeck, Leckage, …). Das war alles innerhalb der Garantiezeit und wurde kostenlos repariert. Je nach Auslastung von Gumotex kann die Reparatur bis zu 4 Wochen oder mehr dauern. Mit dem Reparaturservice von Grabner haben wir bisher keine Erfahrungen gemacht.
      Viele Grüße
      Sebastian

  7. Guten Tag,

    ich habe noch eine Frage zur Innenlänge, diese ist leider nirgends angegeben. Also abzüglich dem Spritzschutz/Stauraum, wie lang ist die Innenlänge und auch die Breite ? Das ist für eine Famile wichtig 😉

    Viele Dank

  8. Schönen guten Tag ihr beiden,

    ich lese Eure Testberichte mit Genuß, es gibt “dort draußen” wenig bis keine Seiten welche die bekannten Hersteller so gut zusammenfassen wie ihr!

    Zum Thema, wir suchen ein Familienboot wobei Papa 2 Kinder paddeln, diese sind schon 8 10 also können gut schwimmen etc., es muß daher nicht “kleinkindertauglich” sein, aber ein 3-Sitzer.

    Wir schwanken zwischen (vielleicht Decathlon ITIWIT X100 als 3 Sitzer ), sonst Gumotex Seawave oder in der obersten Schubladen Grabner Holiday 3. Vor allem der Unterschied zw. Gumotex und Grabner interessiert mich bei den genannten zwei Booten: Das Holiday 3 kostet ja mit 2.200,- EUR genau doppelt so viel wie das Gumotex Seawave, “lohnt sich das” ?

    Unser Einsatz sind vor allem Badeseen, ruhigere Flüsse (wohnen am Neckar) oder auch mal ans Meer, wer weiß. Touren bislang eher max. 3-4h, aber wir steigen gerade erst ein. Dennoch möchten wir etwas “Haltbares”.

    Ich würde mich über Eure Empfehlung & Meinung freuen.

    Grüße Benjamin

    1. Ich kann nur etwas zum Seawave beitragen.
      Das Seawave geht aus unserer Erfahrung für Halbtagesfahrten für max. grob 450-480cm Gesamtkörpergröße in verschiedensten Konstellationen. Bis etwa 220Kg, da ja noch 2tes Paddel 3ter Sitz 2 Schwimmwesten 1 Rucksack Pumpe hinten mitmüssen.
      Ein Kauf des 3ten Sitzes ist völlig unnötig, da man eh weich sitzt und Platz verschwendet, Kissen genügt.
      Kinder ab 10-11 können es auf Stillwasser auch alleine bewegen oder als Badeinsel nutzen.
      Das wichtigste Zubehör sind für mich die Stangen der Verdecke(gibt es auch ohne Verdeck) . Die versteifen das Boot enorm und es erleichtert erheblich die Handhabung, bzw. das seitliche ein/auswassern oder Badeinsel-Wiedereinstieg ohne Verdeck.
      Auf gepumpt ist es in 3 Minuten mit einer 2,5lDoppelhubpumpe.
      Zu Haltbarkeit gibt es ein Video in dem das Boot extrem gequält wird. (https://youtu.be/RsfC3THr80o). Dass es zur Solonutzung eh auch bei Mehrtagesreisen geeignet ist, zeigen z. B. Klaus und Ronny auf ihrer Ruhrtour oder Klaus beim WE auf der Schmutter.
      Das Seawave gibt es aber nicht zu kaufen, vielleicht ehr grob nach der Saison ab November.
      Insofern stellt es sich vielleicht erst gar nicht als Kaufalternative dar.

      1. Hallo Seawavefahrer,

        vielen herzlichen Dank für Deine Praxiserfahrung. Na das hört sich doch gut an. Dann muß mal die Zuladung zum Grabner vergleichen. Bislang haben wir nicht vor zu übernachten (flußwandern), aber wer weiß was noch alles kommt..

        Du/Sie scheinen jedenfalls damit gut zufriedne zu sein. Hast Du/Sie schon einmal ein Grabner als Vergleich gepaddelt ?

        Viele Grüße

    2. Hallo Beni,
      für Badeseen und Flüsse ist das Itiwit x100 gut geeignet. Das Itiwit x100 ist aufgrund seiner Breite eher der Dampfer unter den genannten Booten. Hier liegt der Fokus auf Erholung auf dem Wasser und maximale Kippstabilität. Falls du auch mal längere Touren machen möchtest (auch mal stehendes Gewässer), würden wir das Grabner Holiday 3 oder Gumotex Seawave empfehlen. Der Luftdruck ist zwischen beiden Booten sehr ähnlich. Das Grabner Holiday 3 ist nochmal länger und etwas schmaler. Das Grabner Holiday 3 wird also etwas besser laufen. Es hat auch eine Stegkonstruktion in den Seitenschläuchen. So sind die Seitenschläuche etwas dünner, also etwas schmaleres Boot aber dennoch vergleichbare Innenraumbreite wie Gumotex Seawave. Bezüglich Material und Verarbeitung ist Grabner Premium. Das merkt man im direkten Vergleich. Hier hat man das Gefühl, dass das Grabner Boote für die Ewigkeit gebaut werden. Was wir von Händlern gehört haben, sind Reklamationen oder Reparaturen bei Grabner Booten äußerst selten. Bei Gumotex Booten häufiger (vielleicht verkauft auch Gumotex einfach mehr Boote? Wer weiß). Am Ende beides gute Schlauchkajaks, die dir lange Freude bereiten werden 🙂
      Viele Grüße
      Sebastian

  9. Hallo Sebastian!
    Meine Frau (57) und ich (60) wollen uns unser erstes Kajak zulegen. Wir schwanken zwischen dem Seawave (wegen der optionalen Steuerung) und dem Thaya (drop-stitch Boden, größere Breite). Wäre das Seawave für Einsteiger wie uns eigentlich geeignet, v.a. wegen der Kippsicherheit .
    Liebe Grüße aus Königsbrunn
    Gerhard

    1. Hi Gerhard,
      wir finden das Seawave definitiv für Einsteiger geeignet. Es hat aus unserer Sicht eine ausreichende Kippstabilität. Wer weniger trittsicher ist, tut sich wegen des harten Drop-Stitch Bodens beim Ein- und Ausstieg im Thaya leichter. Das Thaya ist im Vergleich zum Seawave spürbar kippstabiler, vor allem wenn z.B. Kinder im Boot sind. Wenn Jemand ab und zu in der Freizeit gemütliche Touren paddelt, und zusätzliche Stabliität und Trittsicherheit haben möchte, ist beim Thaya gut aufgehoben. Wer auch mal längere Touren fahren möchte und das Paddeln als ernsteres Hobby betreiben möchte, ist beim Seawave besser aufgehoben. Das Seawave ist nochmal zügiger und lässt sich mit Spritzschutz sowie Steueranlage nachrüsten.
      Viele Grüße
      Sebastian

  10. Hallo!
    Vielen Dank für die tolle Seite und Berichte!
    wegen der Flexibilität ist der Seawave sehr interessant für mich. Kann man kürzere Touren mit Kleinkinder und längere Touren am Meer unternehmen. Können Sie es mit Thaya, welches die drop-stitch-Technologie anbietet, bezüglich Schnelligkeit vergleichen? Es wird ausschließlich am Meer (Ägäis) benützt. Ist ein anderes Boot für längere Ausflüge am Meer zu empfehlen?

    1. Hallo Lefteris,
      das Seawave ist aufgrund seiner Länge und geringeren Breite schneller als das Thaya. Durch den flachen Drop-Stitch Boden und etwas mehr Breie ist das Thaya nochmals kippstabiler. Im Vergleich zu Harstschalen Kajaks sind aber beide Luftkajaks sehr kippstabil. Für 2 Personen könnte auch das Advanced Elements AdvancedFrame Convertible Elite und für 3 Personen das nortik Scubi 2 XL oder das nortik scubi 3* interessant sein.
      Viele Grüße
      Sebastian

    2. Bin sehr gespannt, mein heute erworbenes Seawave bald auf dem (unteren) Lech zu erproben, aber Graupelschauer… u d mir fehlt noch ein Trockenanzug.
      Frage: Kauft man so was generell neu (wie Motorradhelme 😉 ) oder kann man da auch was Gebrauchtes suchen…?
      Viele Grüße Manuel

      1. Hallo Manuel,
        cool 🙂 Also ein Trockenanzug würden wir nicht gebraucht kaufen. Ein kleiner Defekt (Loch im Gewebe, nicht gepflegte Latexmanschetten, …) machen den Anzug unbrauchbar oder erfordern eine kostenintensive Reparatur.
        Viele Grüße
        Sebastian

  11. Hallo,
    hat jemand hier Erfahrungen mit der Aufrüstung – mit E-Motor – für den Seawave ?
    Halterungen “von der Stange” oder als Zubehör gibt es nämlich nicht …
    Danke

  12. Hallo und Danke für den Bericht.

    Da ich das Seawave habe, möchte ich eine Ergänzung hinsichtlich der Familientauglichkeit geben. Das Seawave ist bei 3 er Nutzung für 2 Kind bis etwa 10 Jahre geeignet (nur Tagesausflug). Da das Solar kürzer ist und auch 20% weniger Druck nutzt, ist da ein Solar diesbezüglich eventuell für manche zu überdenken.
    Spritzschürzen und Ruder gibt es nur zum Seawave, nicht Solar.
    Das Solar wurde bereits wieder überarbeitet als 2019er Version. Daher sind die Vor-Solare besonders günstig. Ein Seawave gab es 2018 als Angebote mindestens 3x für €850,- inkl. Vers.. Also bitte erst einmal etwas länger die Preise beobachten.
    Tipps: als Paddellänge 220-230cm. Bootname (nur bei Bundeswasserstrassen notwendig) statt aufpinseln/kleben Plane mit wiedernutzbaren Kabelbindern befestigen, wegen ggfs. Wiederverkauf.

    Grüße aus dem Münsterland

    1. Hallo Martin,
      Danke für deine Infos! Das ist ein interessanter Punkt bzgl. Familientauglichkeit und auch der Vergleich zum Solar. Das ist richtig, dass das Solar einen etwas geringen Betriebsdruck hat. Auch der Aspekt Länge ist in einem Vergleich wichtig. Obwohl das Solar mit 3 Sitzen ausgestattet werden kann, ist es im Vergleich zum Seawave fast einen 1/2 Meter kürzer. Eine 3er Besetzung mit dem Solar sehe ich deswegen eher für einen Badeausflug. Einige Outdoor Händler bieten für Gumotex Boote ebenfalls ordentliche Rabatte an, wenn diese mit Zubehör gekauft werden.
      Viele Grüße,
      Sebastian

  13. Hallo,
    Danke für den schönen Testbericht.
    Ich möchte meine Erfahrungen mit diesem Boot auch noch kurz schildern. Gekauft diesen April, und insgesamt 2 mal ausgetauscht. Danach habe ich es als GarantiefLl beim Händler zurückgegeben. Was war passiert? Offensichtlich hat Gumotex ein Problem bei der Verklebung des Klettverschlusses für die Spritzdecke. Bei allen Booten hatte ich diesbezüglich Probleme. Ich gehe sehr pfleglich mit meinen Booten um, und dennoch ist es ein OutdoorSportArtikel. Bei jedem Boot hat sich der Klettverbegonnen vom Boot zu lösen, und zwar gleich mit der roten NitrilonSchicht zusammen.

    Grüße aus München,
    Harald

    1. Hallo Harald,
      vielen Dank, dass du deine Erfahrungen hier teilst. Das ist interessant. Zum Seawave hat uns ein langjähriger Besitzer nur Gutes berichtet. Dennoch haben wir auch den Eindruck, dass Gumotex in Sachen Verarbeitung oder Qualitätskontrolle Verbesserungsbedarf hat. Zum Glück oder vielleicht deswegen bietet Gumotex ihre 2 Jahre Garantie an. Wir mussten unser Gumotex Swing 2 auch bereits mehrmals reklamieren, bzgl. Cockpit und Verklebung am Rumpf. Dennoch war Reklamation und Kommunikation sehr vorbildlich.
      Viele Grüße aus München 😉
      Sebastian

      1. Hallo
        Sind uns auch nicht sicher bei der Suche nach einen Schlauchkajak. Zu Auswahl stünden gumotex seawave, Thaya, Allroundmarin Force 470, Zelgear Alpha 450, WET-Elements Skalar 445,oder das eher günstige Extasea DS Double 473 2er .
        Es soll von 2erwachsenen benutzt werden für 2wochen Sommerurlaub am Meer und dann noch ab und an auf heimischen Seeen und Ruhigen Flüssen.
        Da wir keine Profipaddler sind eher gelegentlich. Sollte es einigermaßen kippsicher sein,aber dennoch etwas flotter und leichter beweglich sein.
        Welches Kejak würdet ihr da empfehlen?

        Danke Gruß Peter

        1. Hallo Peter,
          deine Anforderungen sind bzgl. Gewässer und Fahreigenschaften recht vielseitig. Viele Paddler legen Wert auf ein Steuerruder. Das ist nur beim Gumotex Seawave und WET-Elements möglich. Wir würden persönlich das Seawave nehmen, weil es sich mit einem Verdeck ausstatten lässt. Für das küstennahe Paddeln am Meer ist ein Verdeck fast unerlässlich. Durch vorbeifahrende Boote kommt doch schneller eine Welle aufs Bug des Kajak, als man denkt. Bei einem offenen Kajak (also ohne Verdeck) steht schnell Wasser drin. Der Effekt verstärkt sich bei Kajaks mit Drop-Stitch Boden, da es keine Rillen hat (die es bei einem reinen Schlauchkajak aufgrund der Stegkonstruktion, oder auch I-Beam genannt, gibt, z.B. Seawave). Deswegen hat heutzutage ein Großteil der Drop-Stitch Kajaks ein erhöhtes Sitzkissen als Unterlage. Bzgl. Kippstabilität lässt sich verallgemeinert sagen: Nur Drop-Stitch Boden > kein Drop-Stitch > Full Drop-Stitch (beginnend mit der höchsten Stabilität, vergleichbar nur mit Booten ähnlicher Abmessungen). Im Vergleich zu den aufgeführten Booten hat das Thaya Vorteile auf ruhigen und kleinen Flüssen, da es aufgrund des kürzeren Rumpfes leichter zu steuern ist. Ansonsten können wir dir auch noch unseren Artikel Drop-Stitch Kajak empfehlen, wo wir auf die Vor- und Nachteile sowie die unterschiedlichen Bauweisen näher eingehen 🙂
          Viele Grüße
          Sebastian

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*Hierbei handelt es sich um einen Affiliatelink. Durch den Kauf über den Link erhalten wir eine kleine Provision, womit du unsere Seite unterstützt. Durch den Kauf über dem Link entstehen dir keine zusätzlichen Kosten.

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Der Beitrag hat 41 Kommentare

  1. Guten Abend Zusammen,
    ich habe nun seid April mein gewünschtes Seawave 🙂 bei den Modellen ab 2021 hat Gumotex auch eine Veränderung am Süllring bzw. am Verdeck vorgenommen. (2er Verdeck)
    Die harten Plastikrohre sind sehr steif und von der Form nicht wirklich passend. Man bekommt sie zwar reingeschoben, dennoch mehr schlecht als recht. Hat hier jemand ggf. ähnliche Erfahrungen bzw. Tipps?
    Muss ich die Plastikrohre zunächst in Form biegen, sodass sie dann auch besser passen und auch die Spritzschürze rüber geht und hält?!
    Würde mich über Tipps freuen 🙂

    1. Hallo Tobias,

      beim sonst so einfachen Aufbau des Bootes erfordert das Einschieben der Süllrandringe doch gerade zu Beginn ordentlich Kraft. Wir haben uns mittlerweile daran gut gewöhnt und verwenden die Süllrandringe nur wenn wir auch Spritzschürzen nutzen. Ansonsten hilft es während des Einschiebens mit der einen Hand ab und zu den Ring von Außen in die richtige Richtung zu “lenken/drücken”.

      Ein Vorbiegen ist vorher nicht notwendig und seitens Hersteller auch nicht angedacht. Durch das Einschieben in den Süllrand wird dieser ausgesteift und somit kann die Spritzschürze angebracht werden, die darauf ihren Halt findet. Aber auch das Anbringen der Spritzschürze ist bei den Gumotexbooten nicht kinderleicht und erfordert etwas Übung und Geduld.

      Beste Grüße
      Christian

  2. Hallo Sebastian,
    erstmal vielen Dank für Deine/Eure Arbeit.
    Ich habe mich diesen Winter ausführlich mit dem Thema Luftboot beschäftigt und dabei sehr wertvolle Infos und Tips von Euren Berichten genutzt.
    So enschied ich mich vor etwa 4 Wochen, mir ein Gumotex zuzulegen. Schnell stellt ich fest, dass das gar nicht so einfach ist, da die Boote überall ausverkauft sind und Gumotex zur Zeit nur auf Sparflamme produziert.
    Aber, was soll ich sagen, seit einer Woche bin ich stolzer Besitzer eines Seawave! (-:
    Nach langem Suchen, habe ich doch tatsächlich einen Händler gefunden der noch ein Seawave auf Lager hatte. Auch fand ich einen anderen Händler der mir noch die Decks liefern konnte.

    Außer das ich schwimmen kann, bringe ich keinerlei Erfahrungen im Kajak oder einem anderen Wassersport mit.
    Am Samstag habe ich mit meiner Frau die erste Fahrt auf dem Staffelsee unternommen. Der Aufbau ging für das erste Mal schon ganz zügig. Klar, beim ersten Mal muss man sich etwas reinfuchsen, aber es ist schon absehbar das dies bei den nächsten malen noch schneller gehen wird.
    Unser erster Ausflug hat schon richtig Spaß gemacht und mit etwas Wind lernten wir schon bei der ersten Fahrt, wie toll eine Steueranlage ist.
    Gestern habe ich dann alleine meine erste Flussfahrt unternommen, von Freising bis LA – Landshut für nicht Ortskundige (-:
    Ich muss sagen, mir hat das schon noch mehr gefallen, als über den See zu ruder.
    Ok, vieleicht hätte für dem ertsen Tag auch die Strecke bis Moosbrug gereicht, aber manchmal muss es eben sein. Ich war ziemlich durch am Abend und es ist nicht so, dass ich mich sonst nicht bewegen würde.

    Leute kauft Euch vernünftuges Material, dann machts auch richtig Spaß und wenn es dann doch nicht Euer Ding ist, kann man gute Sachen auch wieder gut verkaufen. Ich habe auch nach gebrauten Booten gesucht, aber kein einziges vernünftiges Boot auf dem Gebrauchtmarkt gefunden. Gebrauchte billig Ware gibts zum Säue füttern.

    Nun denn, wie sagt man im Kajaksport…
    wünsche Euch allen immer ein Handbreit Wasser unterm Kiel !
    Viele Grüße, August

    1. Hallo August,
      schön zu hören 🙂 Da bist du ja schon schönes Gewässer mit deinem neuen Gumotex Seawave gepaddelt.
      Hab eine schöne Saison!
      Viele Grüße
      Sebastian

    2. Hallo August, was hast du für ein Glück gehabt! Ich bin seit Wochen auf der Suche nach einem Gumotex seawave und finde einfach keinen Anbieter. Hat sein Händler vielleicht noch mehr davon? Ich wäre für jeden Tip dankbar!
      Ich wünsche dir gute Fahrt. Hoffentlich werde ich auch bald fündig.
      Liebe Grüße Elke

      1. Hallo Elke,
        leider nein. Der Händler meinte schon, dass es sich womöglich um das letzte verfügbare Seawave in Deutschland handeln könnte.
        Wünsche Dir trotzdem viel Erfolg bei Deiner Suche!
        Viele Grüße,
        August

    3. Als Tipp, falls ihr noch keinen Ventilschlüssel beim Boot mitbekommen habt (wird erst bei den ganz neuen mitgeliefert, vielleicht war Boot ja noch Lagerware), kauft einen bis €11 und nehmt ihn mit zum Zubehör bei Fahrten. Sand kann eventuell durch den Überdruckventil-Deckel reinkommen und Luft entweichen. Dann kann man gleich Vorort reinigen und sitzt nicht im Nassen (Alternative Panzertape zum Ü-Ventil abkleben unterwegs). Eine Pumpe muß natürlich auch immer mit. Um erheblich Platz zu sparen, z. B. eine extrakleine, wie eine Fanatic Nano (Adapterfrei da Schlauchpassend zu Push-Push) .
      Die Erstaufpumpung ohne Fuß/Sitz dauert auch nur um 5Min. statt knapp 2,5 für Boden/Seite. Unterwegs/ÖNV/Tasche spart man aber erheblich an unnötigen Volumen und Gewicht.
      Gruß Seawavefahrer

  3. Hallo Sebastian,
    Kompliment für diese tolle Seite, die sehr hilfreich für uns ist. Wir haben uns ein Gumotex Seawave zugelegt, bräuchten aber noch ein zweites Doppelkajak mit ähnlichen Fahreigenschaften, dass auch ein Verdeck hat. Da man aktuell ja nicht an Gumotex-Boote kommt und auch nicht in absehbarer Zeit, sind wir auf der Suche nach einer guten Alternative. Habt Ihr schon mal was von Zelgear Alpha Zet oder vom Zelgear Spark gehört? Das Neris Smart ist auch noch mit im Rennen, wobei wir eher zu den reinen Schlauchbooten tendieren. Das Advanced Elements finden wir aufgrund der Nylon-Haut und dem Trocknungsaufwand nicht interessant. Grabner ist uns zu teuer. Wäre euch für ein paar Tips sehr dankbar!

    1. Hallo Sandra,
      danke schön! Die Kajaks von Zelgear sind wir noch nicht gepaddelt. Ansonsten fallen uns noch das nortik scubi 2 XL und das [thirstylink ids="15326"]Itiwit x500 2-Sitzer*[/thirstylink] ein.
      Viele Grüße
      Sebastian

    2. Servus,

      ich wollte ein kleines Feedback geben über mein Zelgear Spark 450, da es im Netz irgendwie händeringend ersehnt wird.

      Ich besitze das Kajak nun seit 2 Jahren und muss sagen, ich bin vollends zufrieden. Ich benütze das Kajak, allein, zu zweit oder auch zu dritt ( mit einem Kind in der Mitte ). In keiner Konstellation gab es Platzprobleme. Beinfreiheit ist gegeben. Ebenso der stattliche Seitenplatz.

      Das Kajak ist wirklich sehr hochwertig verarbeitet und durchdacht. Da hat sich wer gute Gedanken gemacht, bezüglich Bauform, hoher Sitzkomfort (sehr viele Einstellmöglichkeiten), Überdruckventile ( kein ständiges Überwachen des Druckes auf dem Wasser oder in der Sonne ) etc. pp.

      Das Kajak ist innherhalb von 10 min mittlerweile aufgebaut und es kann losgehen. Der Geradeauslauf ist super. Auch ohne Finne. Habe mir nun selbst eine gebaut, da eine Möglichkeit besteht eine einzuschieben vor dem Aufbau. Das Boot ist schnell. Selbst allein beim Paddeln lasse ich einige Festkajaks stehen. Die Sitze sind mega bequem.
      Etliche Gurte oder Schlaufen sitzen dort wo sie müssen.

      Der Dropstichboden verleiht dem Boot einen sicheren Ein- und Ausstieg. Es ist sehr kippstabil und schneidet durchs Wasser wie ein warmes Messer die Butter.

      Selbst ein Ruder könnte installiert werden.

      Anbei noch ein Link eines weiteren Reviews vom Spark.

      Wir bereuren die Kaufentscheidung in keinster Weise.

      VG

  4. Als Einer sind 6km auf Stillwasser über 2 Stunden möglich bei Windstille. (14km 2Std 15Min Abendpaddeln, Lahn 2 Tagestouren letzte 50km in etwa bestätigt) Dabei gehe ich von von relativ untrainiert, 100Kg Zuladung, steile gleichmäßige Paddeltechnik, Paddel Nortik (17,5 Paddelblattbreite) und ü40 aus. Drückerhöhungen über 0,25 könnten eventuell noch etwas bewirken.
    Nur das Framura ist noch um 1km schneller.
    Als 2er halt grob je 2km mehr.

    “Länge läuft”, wenn man denn eine sehr gleichmäßige Paddeltechnik hat und die Bootsspitze möglichst wenig schwankt, sowie die Zuladung gleichmäßig verteilt ist, gilt halt auch beim Seawave. Wer 130Kg wiegt und das Boot nur mittig tiefer drückt, muss halt vorne mehr Wasser verdrängen, da das Wasser vorne weniger geteilt wird am Bug. Für ein Boot welches mit “liebt bewegtes Wasser” beschrieben wird ist es also nicht lahm. 4-5km bei Mehrtagestouren, bzw. mal grob 25-30km Strecke Fliessgeschwindigkeit bei Ganztagestouren über 2×2-3 Stunden, kann man also durchaus einmal einplanen. Aber da spielen halt Wind und Wellen und viele andere Kriterien mit.
    Insofern rate ich, dass man sich durchaus grob im Bereich mit bis 450cm nicht ganz so schnellen Fest – Wanderbooten (nicht Seekajak) befindet.
    Und das bei mit 83cm doch erheblich mehr Breite.

    Nicht, dass ein falscher Eindruck entsteht.
    Das Seawave befindet sich damit im Bereich der anderen Gumos. Solar, Rushs und Helios sind da grob im gleichen Bereich.

    Es gibt ja viele verschiedene DS-Boote und keinerlei Langfristerfahrung über 3-4 Jahre. Hinzu kommen jährliche Bootveränderungen oder neue Varianten. Da bewegt sich viel.
    Es sind ja Punkt-Verklebungen und wie da bei 50-70 Grad Sonneneinstrahlung bei viel Sommernutzung die jeweilige Qualität ist oder bleibt, kann halt niemand sagen. Die “simplen” SUPs kann man da auch nicht als Vergleich hernehmen. Daher ist wohl Grabner nicht mit auf den Zug aufgesprungen. Das Seawave gibt es seit 2012 in praktisch nicht veränderter Form (Änderungen nur bei Spritzdecke Ruderloch) und da ist Gumotex mit einer Schlauch/DS Kombi mit der Thaya/Rush’s eingestiegen, um den Markt nicht ganz zu verpassen, bzw. Bewährtes mit Neuem zu kombinieren.
    Aber mit Verdeck bewegt man sich dann auch bereits im 20%Mehrpreis gegenüber dem Sw.(unter €1500 inkl. 1er-Verdeck aktuell kaufbar) , welches im bewegten Wasser und der 2er Nutzung Vorteile hat.
    Aber keine Sorge. Man muss mit dem ersten Boot nicht gleich den Volltreffer für die nächsten 10 Jahre landen.
    Der Gebrauchtmarkt ist eh leergefegt und die Preisverluste bewegen sich nur im 3-4 Bootsleihtagespreisbereich nach 1 Jahr bei bekannten Booten im Bereich von €800-1500.

    1. Hallo Seawavefahrer 🙂
      vielen Dank für das Teilen deiner wertvollen Erfahrungen! Ja, das stimmt. Unter den Festrumpfbooten würde das Seawave mit einer Breite von 80 cm nie als Seekajak durchgehen. Im Bereich der Luftboote sind die Abmessungen ganz gut, vor allem für Tagesausflüge. Gerade bei Luftbooten macht es einen spürbaren Unterschied, wenn man Gepäck im Bugbereich hat, sodass sich tatsächlich eine längere Wasserlinie bildet. Das Gleiche gilt für Drop-Stitch Boote, z.B. beim Rush 2. Wenn man es alleine nutzt, liegt das Boot aufgrund des steifen Boden relativ gut im / auf dem Wasser. Dennoch taucht die ausgeformte Bugspitze zu wenig ins Wasser. Das ist bei einer 2er Besetzung oder entsprechender Gepäckverteilung anders. Ja, die Boote sind ziemlich wertstabil, vor allem bei der derzeitigen Nachfrage. Leider werden die Boote auch jedes Jahr teurer. Der Gumotex hat Ende des letzten Jahres ziemlich sportlich die Preise angezogen, irgendwann sehe ich das Solar bei 1.000€. Das wäre echt schade, weil es dann viele Anfänger abschreckt, gleich mit einem vernünftigen Boot einzusteigen. Ganz zu schweigen, wer sich ein Seawave oder Rush 2 mit 1er und 2er Verdeck holen möchte. Ich verstehe nicht, warum so ein Verdeck mehrere hundert Euro kostet. Sind die Boote so knapp kalkuliert, dass man darüber die Einnahmen erzielt? Wer weiß.
      Viele Grüße
      Sebastian

    1. Hallo Tobias,
      wir finden beide Schlauchkajaks ausreichend kippstabil und würden persönlich davon die Kaufentscheidung nicht abhängig machen. Nichtsdestotrotz ist das Thaya 9cm breiter und hat einen flachen harten Boden wie ein Brett. Wer mit unruhigen Kindern paddelt und auf Kippstabilität sehr viel Wert liegt (vor allem beim Ein- und Aussteigen), dem empfehlen wir das Thaya. Ich hoffe, wir konnten dir damit etwas weiterhelfen. Natürlich ist diese Einschätzung sehr subjektiv behaftet 🙂
      Viele Grüße
      Sebastian

  5. Hallo Christian und Sebastian
    Ich bin ebenfalls stark am seawave interessiert auf Grund seiner Vielseitigkeit und ich denke das es gut geeignet wäre für tagestouren mit der Familie und auch für mehrtagestouren alleine.
    Nun bin ich aber auch hin und her gerissen zwischen genannten Boot und vergleichbaren booten die gänzlich aus drop stitch material bestehen. Der Grund dafür ist das es für mich nur logisch ist das so ein Ds boot doch eine ganze Ecke schneller sein könnte. Mir wäre es schon wichtig das ich mit meinem zukünftigen Boot auch Strecke machen kann ohne das mir alles vergeht weil ich mir eine lahme Ente gekauft habe. Andererseits habe ich oft gelesen das die ds boote Probleme mit ihrer Haltbarkeit haben.
    Jetzt meine Fragen wie ist eure Einschätzung was ich als normaler paddeler auf stehenden Gewässern mit genannten bootstypen alleine für Geschwindigkeiten erreichen kann.
    Und hat jemand Erfahrungen mit der Haltbarkeit von Drop Stitch Booten.
    Ich würde mich auch über Antworten von Besitzern freuen.
    Gruß Heiko

    1. Hallo Heiko,
      das Seawave ist definitiv keine lahme Ente 😉 Wir sind bisher nur das BIC YakkAir als Full Drop-Stitch Boot gepaddelt. Ein Direktvergleich zu beiden Booten fällt uns dennoch schwer. Vermutlich gleitet das BIC Yakkair ein weniger besser durch das Wasser, aber es sind keine Welten dazwischen. Am Ende sind es beide Luftkajaks. Einen spürbaren Sprung würdest du erst mit einem Hybrid- (nortik oder neris smart) oder ein Faltkajak machen.
      Viele Grüße
      Sebastian

  6. Hallo Sebastian und alle,

    Kann jemand einen Vergleich der Reparatur Freundlichkeit der Gumotex vs. Grabner sagen? Damit meine ich eigene Reparaturen.

    Ebenso aber die Frage nach dem Service bei einem Problem oder Reparatur bei Gumotex oder Grabner? Ich erhoffe mir von Grabner Premium. Wie ist der Service bei Gumotex?

    Viele Grüße Beni

    1. Hallo Beni,
      wir schätzen die Reparatur Freundlichkeit bei Gumotex und Grabner Booten gleich ein. Mit dem beiligenden Reparaturset hast du Flicken und Kleber, um Risse und Löcher in der Bootshaut zu beheben. Wir hatten schon mehrmals den Reparaturservice von Gumotex in Anspruch genommen (Riss im Verdeck, Leckage, …). Das war alles innerhalb der Garantiezeit und wurde kostenlos repariert. Je nach Auslastung von Gumotex kann die Reparatur bis zu 4 Wochen oder mehr dauern. Mit dem Reparaturservice von Grabner haben wir bisher keine Erfahrungen gemacht.
      Viele Grüße
      Sebastian

  7. Guten Tag,

    ich habe noch eine Frage zur Innenlänge, diese ist leider nirgends angegeben. Also abzüglich dem Spritzschutz/Stauraum, wie lang ist die Innenlänge und auch die Breite ? Das ist für eine Famile wichtig 😉

    Viele Dank

  8. Schönen guten Tag ihr beiden,

    ich lese Eure Testberichte mit Genuß, es gibt “dort draußen” wenig bis keine Seiten welche die bekannten Hersteller so gut zusammenfassen wie ihr!

    Zum Thema, wir suchen ein Familienboot wobei Papa 2 Kinder paddeln, diese sind schon 8 10 also können gut schwimmen etc., es muß daher nicht “kleinkindertauglich” sein, aber ein 3-Sitzer.

    Wir schwanken zwischen (vielleicht Decathlon ITIWIT X100 als 3 Sitzer ), sonst Gumotex Seawave oder in der obersten Schubladen Grabner Holiday 3. Vor allem der Unterschied zw. Gumotex und Grabner interessiert mich bei den genannten zwei Booten: Das Holiday 3 kostet ja mit 2.200,- EUR genau doppelt so viel wie das Gumotex Seawave, “lohnt sich das” ?

    Unser Einsatz sind vor allem Badeseen, ruhigere Flüsse (wohnen am Neckar) oder auch mal ans Meer, wer weiß. Touren bislang eher max. 3-4h, aber wir steigen gerade erst ein. Dennoch möchten wir etwas “Haltbares”.

    Ich würde mich über Eure Empfehlung & Meinung freuen.

    Grüße Benjamin

    1. Ich kann nur etwas zum Seawave beitragen.
      Das Seawave geht aus unserer Erfahrung für Halbtagesfahrten für max. grob 450-480cm Gesamtkörpergröße in verschiedensten Konstellationen. Bis etwa 220Kg, da ja noch 2tes Paddel 3ter Sitz 2 Schwimmwesten 1 Rucksack Pumpe hinten mitmüssen.
      Ein Kauf des 3ten Sitzes ist völlig unnötig, da man eh weich sitzt und Platz verschwendet, Kissen genügt.
      Kinder ab 10-11 können es auf Stillwasser auch alleine bewegen oder als Badeinsel nutzen.
      Das wichtigste Zubehör sind für mich die Stangen der Verdecke(gibt es auch ohne Verdeck) . Die versteifen das Boot enorm und es erleichtert erheblich die Handhabung, bzw. das seitliche ein/auswassern oder Badeinsel-Wiedereinstieg ohne Verdeck.
      Auf gepumpt ist es in 3 Minuten mit einer 2,5lDoppelhubpumpe.
      Zu Haltbarkeit gibt es ein Video in dem das Boot extrem gequält wird. (https://youtu.be/RsfC3THr80o). Dass es zur Solonutzung eh auch bei Mehrtagesreisen geeignet ist, zeigen z. B. Klaus und Ronny auf ihrer Ruhrtour oder Klaus beim WE auf der Schmutter.
      Das Seawave gibt es aber nicht zu kaufen, vielleicht ehr grob nach der Saison ab November.
      Insofern stellt es sich vielleicht erst gar nicht als Kaufalternative dar.

      1. Hallo Seawavefahrer,

        vielen herzlichen Dank für Deine Praxiserfahrung. Na das hört sich doch gut an. Dann muß mal die Zuladung zum Grabner vergleichen. Bislang haben wir nicht vor zu übernachten (flußwandern), aber wer weiß was noch alles kommt..

        Du/Sie scheinen jedenfalls damit gut zufriedne zu sein. Hast Du/Sie schon einmal ein Grabner als Vergleich gepaddelt ?

        Viele Grüße

    2. Hallo Beni,
      für Badeseen und Flüsse ist das Itiwit x100 gut geeignet. Das Itiwit x100 ist aufgrund seiner Breite eher der Dampfer unter den genannten Booten. Hier liegt der Fokus auf Erholung auf dem Wasser und maximale Kippstabilität. Falls du auch mal längere Touren machen möchtest (auch mal stehendes Gewässer), würden wir das Grabner Holiday 3 oder Gumotex Seawave empfehlen. Der Luftdruck ist zwischen beiden Booten sehr ähnlich. Das Grabner Holiday 3 ist nochmal länger und etwas schmaler. Das Grabner Holiday 3 wird also etwas besser laufen. Es hat auch eine Stegkonstruktion in den Seitenschläuchen. So sind die Seitenschläuche etwas dünner, also etwas schmaleres Boot aber dennoch vergleichbare Innenraumbreite wie Gumotex Seawave. Bezüglich Material und Verarbeitung ist Grabner Premium. Das merkt man im direkten Vergleich. Hier hat man das Gefühl, dass das Grabner Boote für die Ewigkeit gebaut werden. Was wir von Händlern gehört haben, sind Reklamationen oder Reparaturen bei Grabner Booten äußerst selten. Bei Gumotex Booten häufiger (vielleicht verkauft auch Gumotex einfach mehr Boote? Wer weiß). Am Ende beides gute Schlauchkajaks, die dir lange Freude bereiten werden 🙂
      Viele Grüße
      Sebastian

  9. Hallo Sebastian!
    Meine Frau (57) und ich (60) wollen uns unser erstes Kajak zulegen. Wir schwanken zwischen dem Seawave (wegen der optionalen Steuerung) und dem Thaya (drop-stitch Boden, größere Breite). Wäre das Seawave für Einsteiger wie uns eigentlich geeignet, v.a. wegen der Kippsicherheit .
    Liebe Grüße aus Königsbrunn
    Gerhard

    1. Hi Gerhard,
      wir finden das Seawave definitiv für Einsteiger geeignet. Es hat aus unserer Sicht eine ausreichende Kippstabilität. Wer weniger trittsicher ist, tut sich wegen des harten Drop-Stitch Bodens beim Ein- und Ausstieg im Thaya leichter. Das Thaya ist im Vergleich zum Seawave spürbar kippstabiler, vor allem wenn z.B. Kinder im Boot sind. Wenn Jemand ab und zu in der Freizeit gemütliche Touren paddelt, und zusätzliche Stabliität und Trittsicherheit haben möchte, ist beim Thaya gut aufgehoben. Wer auch mal längere Touren fahren möchte und das Paddeln als ernsteres Hobby betreiben möchte, ist beim Seawave besser aufgehoben. Das Seawave ist nochmal zügiger und lässt sich mit Spritzschutz sowie Steueranlage nachrüsten.
      Viele Grüße
      Sebastian

  10. Hallo!
    Vielen Dank für die tolle Seite und Berichte!
    wegen der Flexibilität ist der Seawave sehr interessant für mich. Kann man kürzere Touren mit Kleinkinder und längere Touren am Meer unternehmen. Können Sie es mit Thaya, welches die drop-stitch-Technologie anbietet, bezüglich Schnelligkeit vergleichen? Es wird ausschließlich am Meer (Ägäis) benützt. Ist ein anderes Boot für längere Ausflüge am Meer zu empfehlen?

    1. Hallo Lefteris,
      das Seawave ist aufgrund seiner Länge und geringeren Breite schneller als das Thaya. Durch den flachen Drop-Stitch Boden und etwas mehr Breie ist das Thaya nochmals kippstabiler. Im Vergleich zu Harstschalen Kajaks sind aber beide Luftkajaks sehr kippstabil. Für 2 Personen könnte auch das Advanced Elements AdvancedFrame Convertible Elite und für 3 Personen das nortik Scubi 2 XL oder das [thirstylink ids="15834"]nortik scubi 3*[/thirstylink] interessant sein.
      Viele Grüße
      Sebastian

    2. Bin sehr gespannt, mein heute erworbenes Seawave bald auf dem (unteren) Lech zu erproben, aber Graupelschauer… u d mir fehlt noch ein Trockenanzug.
      Frage: Kauft man so was generell neu (wie Motorradhelme 😉 ) oder kann man da auch was Gebrauchtes suchen…?
      Viele Grüße Manuel

      1. Hallo Manuel,
        cool 🙂 Also ein Trockenanzug würden wir nicht gebraucht kaufen. Ein kleiner Defekt (Loch im Gewebe, nicht gepflegte Latexmanschetten, …) machen den Anzug unbrauchbar oder erfordern eine kostenintensive Reparatur.
        Viele Grüße
        Sebastian

  11. Hallo,
    hat jemand hier Erfahrungen mit der Aufrüstung – mit E-Motor – für den Seawave ?
    Halterungen “von der Stange” oder als Zubehör gibt es nämlich nicht …
    Danke

  12. Hallo und Danke für den Bericht.

    Da ich das Seawave habe, möchte ich eine Ergänzung hinsichtlich der Familientauglichkeit geben. Das Seawave ist bei 3 er Nutzung für 2 Kind bis etwa 10 Jahre geeignet (nur Tagesausflug). Da das Solar kürzer ist und auch 20% weniger Druck nutzt, ist da ein Solar diesbezüglich eventuell für manche zu überdenken.
    Spritzschürzen und Ruder gibt es nur zum Seawave, nicht Solar.
    Das Solar wurde bereits wieder überarbeitet als 2019er Version. Daher sind die Vor-Solare besonders günstig. Ein Seawave gab es 2018 als Angebote mindestens 3x für €850,- inkl. Vers.. Also bitte erst einmal etwas länger die Preise beobachten.
    Tipps: als Paddellänge 220-230cm. Bootname (nur bei Bundeswasserstrassen notwendig) statt aufpinseln/kleben Plane mit wiedernutzbaren Kabelbindern befestigen, wegen ggfs. Wiederverkauf.

    Grüße aus dem Münsterland

    1. Hallo Martin,
      Danke für deine Infos! Das ist ein interessanter Punkt bzgl. Familientauglichkeit und auch der Vergleich zum Solar. Das ist richtig, dass das Solar einen etwas geringen Betriebsdruck hat. Auch der Aspekt Länge ist in einem Vergleich wichtig. Obwohl das Solar mit 3 Sitzen ausgestattet werden kann, ist es im Vergleich zum Seawave fast einen 1/2 Meter kürzer. Eine 3er Besetzung mit dem Solar sehe ich deswegen eher für einen Badeausflug. Einige Outdoor Händler bieten für Gumotex Boote ebenfalls ordentliche Rabatte an, wenn diese mit Zubehör gekauft werden.
      Viele Grüße,
      Sebastian

  13. Hallo,
    Danke für den schönen Testbericht.
    Ich möchte meine Erfahrungen mit diesem Boot auch noch kurz schildern. Gekauft diesen April, und insgesamt 2 mal ausgetauscht. Danach habe ich es als GarantiefLl beim Händler zurückgegeben. Was war passiert? Offensichtlich hat Gumotex ein Problem bei der Verklebung des Klettverschlusses für die Spritzdecke. Bei allen Booten hatte ich diesbezüglich Probleme. Ich gehe sehr pfleglich mit meinen Booten um, und dennoch ist es ein OutdoorSportArtikel. Bei jedem Boot hat sich der Klettverbegonnen vom Boot zu lösen, und zwar gleich mit der roten NitrilonSchicht zusammen.

    Grüße aus München,
    Harald

    1. Hallo Harald,
      vielen Dank, dass du deine Erfahrungen hier teilst. Das ist interessant. Zum Seawave hat uns ein langjähriger Besitzer nur Gutes berichtet. Dennoch haben wir auch den Eindruck, dass Gumotex in Sachen Verarbeitung oder Qualitätskontrolle Verbesserungsbedarf hat. Zum Glück oder vielleicht deswegen bietet Gumotex ihre 2 Jahre Garantie an. Wir mussten unser Gumotex Swing 2 auch bereits mehrmals reklamieren, bzgl. Cockpit und Verklebung am Rumpf. Dennoch war Reklamation und Kommunikation sehr vorbildlich.
      Viele Grüße aus München 😉
      Sebastian

      1. Hallo
        Sind uns auch nicht sicher bei der Suche nach einen Schlauchkajak. Zu Auswahl stünden gumotex seawave, Thaya, Allroundmarin Force 470, Zelgear Alpha 450, WET-Elements Skalar 445,oder das eher günstige Extasea DS Double 473 2er .
        Es soll von 2erwachsenen benutzt werden für 2wochen Sommerurlaub am Meer und dann noch ab und an auf heimischen Seeen und Ruhigen Flüssen.
        Da wir keine Profipaddler sind eher gelegentlich. Sollte es einigermaßen kippsicher sein,aber dennoch etwas flotter und leichter beweglich sein.
        Welches Kejak würdet ihr da empfehlen?

        Danke Gruß Peter

        1. Hallo Peter,
          deine Anforderungen sind bzgl. Gewässer und Fahreigenschaften recht vielseitig. Viele Paddler legen Wert auf ein Steuerruder. Das ist nur beim Gumotex Seawave und WET-Elements möglich. Wir würden persönlich das Seawave nehmen, weil es sich mit einem Verdeck ausstatten lässt. Für das küstennahe Paddeln am Meer ist ein Verdeck fast unerlässlich. Durch vorbeifahrende Boote kommt doch schneller eine Welle aufs Bug des Kajak, als man denkt. Bei einem offenen Kajak (also ohne Verdeck) steht schnell Wasser drin. Der Effekt verstärkt sich bei Kajaks mit Drop-Stitch Boden, da es keine Rillen hat (die es bei einem reinen Schlauchkajak aufgrund der Stegkonstruktion, oder auch I-Beam genannt, gibt, z.B. Seawave). Deswegen hat heutzutage ein Großteil der Drop-Stitch Kajaks ein erhöhtes Sitzkissen als Unterlage. Bzgl. Kippstabilität lässt sich verallgemeinert sagen: Nur Drop-Stitch Boden > kein Drop-Stitch > Full Drop-Stitch (beginnend mit der höchsten Stabilität, vergleichbar nur mit Booten ähnlicher Abmessungen). Im Vergleich zu den aufgeführten Booten hat das Thaya Vorteile auf ruhigen und kleinen Flüssen, da es aufgrund des kürzeren Rumpfes leichter zu steuern ist. Ansonsten können wir dir auch noch unseren Artikel Drop-Stitch Kajak empfehlen, wo wir auf die Vor- und Nachteile sowie die unterschiedlichen Bauweisen näher eingehen 🙂
          Viele Grüße
          Sebastian

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