Drop-Stitch Kajak - Einsteigerguide

Seit den letzten Jahren sind Drop-Stitch Kajaks immer häufiger auf dem Markt zu finden und etablieren sich verstärkt im Bereich der aufblasbaren Kajaks. Dabei gibt es unterschiedliche Bauweisen von Drop-Stitch Kajaks. Es gibt Modelle, bei denen nur der Boden, nur die Seitenwände oder für das komplette Boot aus Drop-Stitch Material gefertigt ist. Durch die Verwendung dieser Technologie ist das Luftkajak deutlich steifer und die Fahreigenschaften sollen sich laut Hersteller verbessern. Wir möchten in diesem Artikel u.a. auf die Vor- und Nachteile, die unterschiedlichen Bauweisen sowie auf ausgewählte Drop-Stitch Kajaks eingehen.
Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Drop-Stitch Kajak?

Die Drop-Stich Technolgoie fand seinen EInzug im Wassersport vor allem bei den Stand Up Paddling Boards. Denn ohne eine steife Luftkammer wäre ein Stehen auf dem Board nicht möglich. Genau diese Technologie wird auch bei Drop-Stitch Kajaks verwendet.

Es wird ein Fasergewebe (Polyester oder Nylon) verwendet. Dabei sind die obere und untere Innenwand der Luftkammer mit tausenden Textilfäden des Gewebematerials miteinander verworben. Diese Technik ermöglicht es, die Luftkammer mit einem deutlich höheren Luftdruck aufzupumpen, sodass die Luftkammer so steif und flach wie ein Brett wirkt.

Auf dem Gewebematerial wird eine einfache oder mehrfache wasser- sowie luftdichte Beschichtung (PE, PVC oder Kautschuk) aufgetragen, womit der Einsatz im Wasser ermöglicht wird.

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Schlauchkajak mit klassischen Luftschläuchen (I-Beam Boden)
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Schauchkajak mit Drop-Stitch Boden
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Schlauchkajak mit Drop-Stich Seitenwänden und Boden

Ein Drop-Stitch Kajak ist also nichts anderes als ein aufblasbares Kajak. Sie sind jedoch im Gegensatz zu herkömmlichen Luftkajaks ähnlich formstabil wie ein Hartschalenkajak. In der Regel brauchst du nicht mal eine spezielle Luftpumpe, da die üblichen Doppelhubpumpen für Schlauchkajaks den erhöhten Druck ohne Probleme erzeugen können.

Im Kontext von Drop-Stitch wird oft der Begriff Hochdruck-Luftkammer verwendet. Das hat den Hintergrund, dass Luftkammern aus Drop-Stitch einen höheren Druck ermöglichen. Somit sind die Luftkammern deutlich steifer als herkömmliche Luftkammern. Hersteller von Drop-Stitch Kajak grenzen ihre Hochdruck-Kammern gerne von herkömmlichen Luftkammern mit dem Begriff “Niedrigdruck-Kammern” ab. Jedoch ist der Übergang zwischen Luftkammern ohne Drop-Stitch (aktuell zwischen 0,069und 0,35 bar) und Luftkammern mit Drop-Stitch (aktuell zwischen 0,34 und 1,03 bar) eher fließend. Du siehst bereits, dass es keinen fest-definierten Luftdruck gibt, ab wann eine Luftkammer als Hochdruck-Kammer gilt, oder welchen Luftdruck Drop-Stitch Kammern aufweisen. Der Luftdruck ist von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich.

Vor- und Nachteile von Drop-Stitch Kajaks

Aus unserer Sicht werden die Drop-Stitch Kajaks die klassischen Schlauchkajaks nicht ersetzen, aber verstärkt ergänzen. Der größte Vorteil eines Drop-Stitch Kajaks ist, dass das Boot mit einem deutlich höheren Luftdruck aufgepumpt werden kann. Das Luftkajak soll dem eines Festrumpfkajaks näher kommen, insbesondere bei den Fahreigenschaften. Es stimmt, dass dadurch das Luftkajak eine bessere Steifigkeit und je nach Rumpfform durch die Verwendung von Drop-Stitch bessere Laufeigenschaften besitzt. Nicht zu vergessen ist, dass auch Drop-Stitch Kajaks aufgrund ihrer Luftschläuche einen höheren Auftrieb als Hartschalenkajaks haben und somit eher auf dem Wasser als im Wasser schwimmen. Daher bleibt der große Nachteil eines Luftkajaks bestehen: die Windanfälligkeit.

Schlauchkajak ohne Drop-Stitch
Schlauchkajak nur mit Drop-Stitch Boden
Full Drop-Stitch

Durch den Drop-Stitch Boden entfällt der typische I-Beam Boden eines Schlauchkajaks. Der feste Luftboden ermöglicht einen komfortableren Ein- und Ausstieg, da der Boden nicht wie bei herkömmlichen Booten nachgibt. Auch wirkt ein Schlauchkajak mit Drop-Stich Boden hochwertiger und “aufgeräumter” im Innenraum. Auf den ersten Blick würde man denken, dass es ein Festrumpfkajak ist.

I-Beam
Der Begriff I-Beam stammt aus dem Englischen und bedeutet I-Träger. Ein I-Beam Boden ist ähnlich wie eine Aneinanderreihung von mehreren I-Trägern. Einige Hersteller sprechen auch von einer Stegkonstruktion. Es ist also eine Luftkammer, die in mehreren Segmenten unterteilt ist. Jedes Schlauchboot ohne die Verwendung von Drop-Stitch benötigt solch eine Konstruktion, sodass der Boden beim Aufpumpen eben bleibt. Ansonsten wird die Luftkammer so rund wie der Seitenschlauch des Luftbootes.

Schlauchkajaks mit Drop-Stitch Boden und breiten Seitenschläuchen (z.B. Gumotex Thaya, Gumotex Rush, Itiwit x100+, AE AdvancedFrame Convertible Elite, …) sind durch den flachen und steifen Drop-Stitch Boden kippstabiler als herkömmliche Luftkajaks. Die Kippstabilität hängt jedoch von weiteren Faktoren ab, wie z.B. von der Breite des Rumpfes. Besteht außerdem nicht nur der Boden, sondern auch die Seitenkammer aus Drop-Stitch, sind die Seitenwände dünner als bei klassischen Schlauchkajaks. Somit hast du mehr Platz im Innenraum. Bei solchen Full Drop-Stitch Kajaks hast du jedoch auch eine höhere Kippanfälligkeit als bei herkömmlichen Schlauchkajaks, da die Seitenschläuche dünner sind und der Kipppunkt früher erreicht wird.

Wer unter rauren Bedingungen (z.B. Wildwasser und Wellengang) paddelt, hat mit einem Drop-Stitch Kajak einige Nachteile. Der Großteil der Drop-Stitch Kajaks (außer Gumotex Rush und Itiwit x500) haben kein Verdeck. Da ein Drop-Stitch Kajak keinen I-Beam Boden hat, kann sich das Wasser nicht in den Rillen sammeln. Das Wasser steht schneller im Boot. Außerdem schwimmt das Kajak auf dem Wasser, und verhält sich bei kleinen Wellen wie ein Brett. Das Boot reitet die Wellen weniger sanft ab, sondern klatscht regelrecht auf. Daher gibt es nur Drop-Stitch Kajaks bis zu einer Wildwasserstufe von maximal 2. Nicht zu vergessen ist, dass Drop-Stitch Kajaks von der Konstruktion eindeutig aufwendiger sind. Daher sind Drop-Stitch Kajaks (auch wenn sie in Asien produziert werden) in der Regel teurer als herkömmliche Luftkajaks.

Das Itiwit x500 verspricht Fahreigenschaften wie ein Hartschalenkajak

Aufblasbare Kajaks mit Drop-Stitch Boden

Bei diesen Drop-Stitch Kajaks besteht der Boden aus einer Drop-Stich Kammer und die Seitenwände aus herkömmlichen Luftschläuchen. Durch den flachen Drop-Stitch Boden und die breiten Seitenschläuche sind die Kajaks besonders kippstabil. Es gibt Kajaks mit herausnehmbarem und fest-integriertem Drop-Stitch Boden. Wir sind bisher unterschiedliche Luftkajaks mit Drop-Stitch Boden gepaddelt, die wir hier kurz vorstellen möchten. Für weitere Infos zum Boot kannst du den detaillierten Testbericht auf unserer Seite lesen.

Itiwit x100+

Das günstigste aufblasbare Kajak mit Drop-Stitch Boden ist das Itiwit x100+ von Decathlon. Der Drop-Stitch Boden ist herausnehmbar, der auf 0,34 bar aufgepumpt wird. Die Seitenschläuche werden mit  einem Luftdruck von 0,2 bar aufgepumpt. Es lässt sich als offenes 1- oder 2-Personen Kajak paddeln. Aus unserer Sicht ist es aufgrund seines breiten Rumpfes und des flachen Drop-Stitch Bodens von allen aufblasbaren Kajaks das kippstabilste Boot. Zu Gunsten der Stabilität sind die Fahreigenschaften als 1er Kajak nur mäßig, als 2er Kajak etwas besser. Es richtet sich an Einsteiger, die ein portables Freizeitkajak für gemütliche oder kurze Touren auf dem Wasser suchen. Die Robustheit sowie Verarbeitung und die Ausstattung des Kajaks sind für den Preis sehr gut. Das Itiwit x100+ gibt es auch als 3-Personen Kajak (Itiwit x100+ 3-Sitzer).

Gumotex Thaya

Das Gumotex Thaya ist ein Schlauchkajak mit integriertem Drop-Stitch Boden. Der Boden wird auf 0,5 bar und die Seitenschläuche auf 0,2 bar aufgepumpt. Das Thaya ist ein ideales Freizeitkajak für schönes Wetter, welches sich sehr vielseitig einsetzen lässt. Es lässt sich als 1-, 2- oder 2+1- Personen Kajak konfigurieren. Der dritte Sitz für das Kind ist optional zu erwerben. Die Kippstabilität ist aufgrund des Drop-Stitch-Bodens deutlich höher als bei herkömmlichen Gumotex Kajaks. Das Thaya hat gute Laufeigenschaften und ist für Touren auf Seen und zahmfließenden Flüssen geeignet. Als optionales Zubehör gibt es einen Spritzschutz für das Bug, sodass weniger Wasser ins Boot gelangt. Ein Verdeck oder ein Steuerruder gibt es für das Thaya nicht.

Gumotex Rush

Das Gumotex Rush ist das zweite Luftkajak mit integriertem Drop-Stitch Boden des Herstellers. Der Luftdruck des Bodens beträgt 0,5 bar und der Seitenschläuche 0,25 bar. Das Kajak gibt es als 1- und 2-Personen Variante. Die 2er Variante lässt sich sowohl solo als auch zu zweit paddeln. Im Vergleich zum Thaya geht Gumotex bei der Verwendung von Drop-Stitch beim Rush noch einen Schritt weiter. Nicht nur der Boden sondern auch Bug und Heck sind mit Drop-Stitch Elementen versehen, sodass das Kajak insgesamt schnittiger wird. Das Gumotex Rush richtet sich an Paddler, die sowohl kurze als auch lange Tagestouren auf unterschiedlichen Gewässern unternehmen möchten. Das Kajak lässt sich mit einem Verdeck sowie einer Steueranlage ausstatten.

Weitere Hersteller von Schlauchkajaks mit Drop-Stitch Boden sind u.a. Aqua Marina, Verano oder AquaGlide.

Full Drop-Stitch Kajaks

Bei aufblasbaren Kajaks mit einer kompletten Drop-Stitch Konstruktion bestehen sowohl der Boden als auch die Seitenschläuche aus Drop-Stitch Material. Sie werden auch als Full Drop-Stich oder High Pressure Kajaks bezeichnet. Sie sind aufgrund der dünnen Seitenwände deutlich kippliger als Luftkajaks mit I-Beam oder nur mit  Drop-Stitch Boden.

Itiwit x500

Das Itiwit x500 ist eine Eigenentwicklung von Decathlon, welches sich an ambitionierte Paddler richtet. Es ist ein sehr schmal geschnittenes Kajak mit einem sehr hohen Luftdruck von 0,7 bar. Das verspricht gute Fahreigenschaften auf dem Wasser. Durch die schmale Konstruktion ist es sehr kippanfällig und für Paddelanfänger weniger geeignet. Außerdem besitzt das Kajak ein Verdeck mit Süllrand, sodass es sich komplett verschließen lässt. Somit ist das x500 auch für das Paddeln in der kühleren Jahreszeit geeignet. Das x500 gibt es auch als 2-Personen Kajak.

Advanced Elements Airvolution

Advanced Elements hat letztes Jahr mit der Airvolution Serie sein erstes Full Drop-Stitch Kajaks auf den Markt gebracht. Vor allem im Design des Cockpits unterscheidet es sich von den Drop-Stitch Booten anderer Hersteller. Es ist zwar noch ein offenes Cockpit aber eben durch die nach Innen gezogenen Seitenwände wirkt das Schlauchkajak wie ein Festrumpfboot und schützt dank dieser Konstruktion auch besser vor Spritzwasser beim Paddeln. Wir haben bereits seit mehreren Jahren andere Boote des Herstellers im Einsatz, die uns in ihrer Verarbeitung und vor allem in den Fahreigenschaften überzeugen haben. Das Airvolution gibt es auch als 1-Person Kajak.

BIC YakkAir Full HP 2

BIC Sports hatte als eines der ersten Hersteller Full Drop-Stitch Kajaks in seinem Sortiment gehabt. Das YakkAir Full HP 2 kann alleine oder zu zweit gepaddelt werden, da die Sitze variabel positionierbar sind. Die Seitenwände und der Boden werden auf 0,55 bar aufgepumpt, sodass das Kajak eine hohe Steifigkeit erhält. Mit Finne hat das YakkAir sehr gute Gleiteigenschaften im Wasser und Geschwindigkeiten von 6-7 km/h sind möglich. Das Kajak ist mit verstellbaren Sitze inkl. hoher Rückenlehnen und Fußstützen ausgestattet, die einem beim Paddeln einen guten Halt geben. Das YakkAir Full HP gibt es als 1-, 2- und 3-Personen Kajak. Ein optionales Verdeck oder Steuerruder sind nicht erhältlich.

Zray Drift

Das Zray Drift ist ein relativ günstiges Full Drop-Stitch 2-Personen Kajak. Mit über 20 kg ist es deutlich schwerer als das BIC YakkAir. Dafür besitzt es eine doppelte PVC-Beschichtung, die  mehr Robustheit verspricht. Der herausnehmbare Boden und die Seitenwände können ebenfalls bis auf 0,55 bar aufgepumpt. Im Vergleich zum BIC YakkAir besitzt es eine kürzere Wasserlinie aufgrund des hochgezogenen Bugs und Hecks. Auch die Hartschalenelemente besitzt das Zray Drift nicht. Das Kajak kommt im Komplettset (inkl. Transporttasche, Doppelpaddel und Luftpumpe).

Aqua Marina Tomahawk K-440

Das Aqua Marina Tomahawk  ist ein relativ günstiges Full Drop-Stitch 2-Personen Kajak. Mit über 20 kg ist es deutlich schwerer als das BIC YakkAir. Die Luftkammern können bis auf 0,689 bar aufgepumpt. Es ist nochmal länger sowie etwas schmaler als das BIC YakkAir und deutet auf mindestens genauso gute Laufeigenschaften wie des YakkAir 2 hin. Das Kajak kommt ebenfalls mit Luftpumpe, Finne und Transporttasche. Das Aqua Marina Tomahawk gibt es sowohl als 1-, 2- und 3-Personen Kajak.

Weitere Anbieter von Full Drop-Stitch Kajaks sind Allroundmarin, Aqua MarinaDSKajakExtaSeaKXOne, VeranoJaybay.Zone oder Sea Eagle. Prinzipiell sind die Modelle der Anbieter sehr ähnlich in der Konstruktion und unterscheiden sich hauptsächlich in der technischen Spezifikation und in den Details (abgesehen vom Itiwit x500). Vermutlich stammen die Kajaks der verschiedenen Marken vom gleichen Produzenten Woosung aus Südkorea. Dieser produziert mit seinem Material SelyTech Drop-Stitch Boote in China. Aufgrund der Ähnlichkeit fällt es auf den ersten Blick schwer eine richtige Auswahl zu treffen. Deswegen möchten wir an dieser Stelle auf die Unterschiede im Allgemeinen eingehen.

Jeder Anbieter spricht von einem sehr robusten Material. Das Fasergewebe eines Full Drop-Stitch Materials wird bei fast allen Modellen mit PVC beschichtet. Dabei sind die einfache und doppelte Beschichtung am häufigsten anzufinden, die jedoch oft nicht vom Anbieter angegeben werden. Das Gewicht des Kajaks gibt jedoch erste Hinweise darauf. Haben zwei Kajaks fast die gleichen Abmessungen, hat das Kajak mit dem höheren Gewicht mehrere Beschichtungen.

Das Gewicht eines Full Drop-Stitch Kajaks kann daher nicht nur in Abhängigkeit von den Abmessungen stark variieren, sondern je nachdem wie viele Fäden im Inneren der Kammer und wie viele PVC Lagen für die Außenhaut der Hersteller verwendet. Ein Drop-Stitch Kajak für 2 Personen kann somit zwischen 15 und 25 kg wiegen. Das schwerere Kajak wird robuster sein, aber auch schwerer zu transportieren.

Auch der Luftdruck unterscheidet sich zwischen den Modellen. Der Luftdruck bestimmt die Steifigkeit des Bodens und der Seitenwände. Es sind Luftdrücke von 0,5 bis 1,0 bar üblich. Bereits ab 0,5 bar ist das Kajak sehr formstabil, sodass es ein gut ausgeformtes Unterschiff für solide Fahreigenschaften besitzt. Einige Hersteller versehen das Kajak zusätzlich an der Bug- und Heckspitze mit Hartschalenelemente, sodass eine scharfe V-Form entsteht und sich die Gleiteigenschaften des Kajaks nochmals verbessern.

Bei einem Großteil der Full Drop-Stitch Kajaks formen Hartschalenelemente das Bug und Heck aus.
Durch die dünnen Seitenwände ist der Innenraum deutlich geräumiger.
Ein Full Drop-Stitch Kajak lässt mit oder ohne Finne paddeln.
Spritzdecke am Bug mit Gepäcknetz und Spritzwasser-Blende.

Für einen besseren Geradeauslauf im Tiefwasser lassen sich die meisten Kajaks mit einer oder mehreren Finnen ausstatten, die im Lieferumfang enthalten sind. Wer zügig unterwegs sein möchte, sollte darauf achten, dass das gewählte Modell möglich lang ist. Die meisten 3-Personen Kajaks, die besonders lang sind, lassen sich auch zu zweit paddeln.

Vollen Spritzschutz mit Verdeck bieten nur die Itiwit x500 oder die Jaybay.Zone Kajaks. Die anderen Modelle sind offene Kajaks und haben nur kleine Spritzschürzen am Bug und Heck. Durch die offene Bauweise und die dünnen angeschrägten Seitenwände gelangt mehr Spritzwasser in den Innenraum als bei herkömmlichen Schlauchkajaks. Offene Full Drop-Stitch Kajaks sind daher hauptsächlich für  Seen, breite und ruhige Flüsse sowie für Zahmwasser bei schönem Wetter gedacht. Somit sind die Kajaks weniger für das Paddeln bei rauem Wetter, Wellengang oder Wildwasser geeignet. Bei einigen offenen Full Drop-Stitch Kajaks ist die vordere Spritzdecke mit einer Kunststoffblende versehen, welche das Wasser von Wellen  vorne effektiv abfängt.

Darüber hinaus unterscheiden sich die Full Drop-Stitch Kajaks in der Ausstattung. Wenn du viel Platz im Kajak haben möchtest, sollte dein Modell vorne und hinten Gepäcknetze besitzen. Dann kannst du Ruck- oder Packsäcke (bis zu 40 Liter) dort befestigen. Wenn dir Komfort wichtig ist, solltest du auf die Sitze achten. Komfortabel sind Sitze mit hohen Rückenlehnen und hohem Sitzpolster. Ein hohes Sitzpolster verhindert außerdem, dass du nicht sofort im Nassen sitzt, sofern Wasser ins Boot gelangt.

Obwohl die Full Drop-Stitch Kajaks sehr ähnlich sind, kann der Preis eines 2-Personen Kajak zwischen ca. 650 und 1200€ variieren. Besonders günstig im Vergleich zu ähnlichen Modellen sind die Full Drop-Stitch Kajaks von Itiwit und Zray.

Hybride Kajaks mit Drop-Stitch

Darüber hinaus gibt es hybride Schlauchkajaks mit Drop-Stitch Boden oder Seitenwänden. Diese Kajaks bestehen aus einer Konstruktion aus Gestänge (Faltkajak) und Luftkammern. Dabei formt das Gestänge eine ausgeprägte Kielstruktur. Diese Kajaks bieten aus unserer Sicht mitunter die besten Fahreigenschaften.

Das nortik scubi 1 XL mit optionalem Drop-Stitch Boden

Advanced Elements AdvancedFrame

Advanced Elements bietet ein aufblasbare Kajaks mit einlegbaren Drop-Stich Boden an. Der Drop-Stitch Boden wird auf 0,41 bar und die Seitenschläuche auf 0,14 bar aufgepumpt. Zusätzlich sind die AdvancedFrame Kajaks mit Rahmen-Verstrebungen im Bug- und Heckbereich ausgestattet. Dadurch besitzt das Schlauchkajak einen ausgeprägteren Kiel und das Bug schneidet das Wasser besser. Die Fahreigenschaften des AdvancedFrame Convertible Elite (2er Kajak) finden wir richtig gut. Mit einer Länge von 460 cm ist es eines der flottesten Luftkajaks , was wir bisher gepaddelt sind, und überzeugt auch mit einem sehr guten Geradeauslauf. Auch die Bootshaut ist robust und die Verarbeitung des Bootes solide. Nachteil ist die lange Abtrocknungszeit wegen des Nylonmaterials sowie das hohe Gewicht von 23,5 kg für ein 2er Kajak.

Das AdvancedFrame gibt es als 1- und 2-Personen Kajak. Die 2-Personen Variante lässt sich auch alleine sehr gut paddeln. Das AdvancedFrame lässt sich optional mit einem Verdeck und Steuerruder ausstatten.

Advanced Elements AirFusion EVO

Das Advanced Elements AirFusion EVO ist eines der neuesten Modelle des Herstellers. Mit einer Breite von 61 cm ist es das schmalste Schlauchkajak, was wir kennen. Die Seitenkammern bestehen aus Drop-Stitch und werden auf 0,41 bar aufgepumpt. Das Kajak hat im Boden keine Luftkammer, sondern eine Kielstange. Auf der Kielstange wird der Drop-Stitch Sitz montiert, sodass man bequem im Kajak sitzt, ohne die Kielstange zu spüren.

nortik Scubi 2 XL

Das nortik Scubi 2 XL besteht aus zwei seitlichen Luftschläuchen, die auf 0,35 bar aufgepumpt werden können. Das Scubi 2 XL hat nicht nur eine Kielstange, sondern besteht aus einem Gerüst, einer Kielstange mit Steven (Heck -und Bugstange) und Querspanten, die den Boden in die Breite aufspannen.

Das Kajak lässt zusätzlich mit einem optional erhältlichen Drop-Stitch Boden ausstatten,  der einen Luftdruck von 0,7 bar. Der Boden verleiht dem Boden einen festen Boden und soll laut Hersteller in noch bessere Fahreigenschaften resultieren.

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Der Beitrag hat 51 Kommentare

  1. Hey ihr Paddleadventurer,
    tolle Seite, mitunter die einzige im Netz, die so gut und umfassend berichtet. Und dass man bei euch noch Fragen stellen kann, die auch beantwortet werden…TOP!
    Habe da auch gleich mal eine Frage: ich bin da auf Umwegen im Netz auf Boote von story gestoßen. Kennt ihr die (hinsichtlich Qualität, Fahreigenschaften, Preis-Leistung) oder habt sie sogar mal getestet? Ich suche ein 2-3 Personen boot für kleine Seetouren, aber auch für WW1-2 bzw Meeresufer.
    Danke im Voraus
    urban

    1. Hallo Urban,

      vielen Dank für dein Feedback 🙂

      Das Story sind wir noch nicht gepaddelt. Wir schätzen es von den Fahreigenschaften sehr ähnlich mit einem BIC YakkAir bzw. Tahe Breeze ein. Für Wildwasserstufe 1-2 würden wir das Kajak persönlich nicht verwenden.

      Viele Grüße
      Sebastian

  2. Moin Sebastian,
    vielen Dank für die vielen tollen Blogeinträge!
    Ich bin absoluter Neuling in Sachen Kajak. Meine Frau hat sich ein SUP gekauft und mich damit nun ein bisschen angefixt. Wir haben in unserer Umgebung viele tolle Seen, auf denen wir fahren können. Allerdings haben wir auch ein 2,5 jährige Tochter, die das Wasser liebt.
    Da es mir zu gefährlich erscheint, unsere Tochter auf einem SUP mitzunehmen, habe ich mit den Gedanken gespielt mir ein Kajak zu holen. Es soll auf jeden Fall ein aufblasbares sein.
    Die Fragen mit denen ich mich herumschlage:
    – hole ich mir ein 1er Kajak, in dem genug Platz ist, wo ich unsere Tochter mit reinsetzen kann? Nehme ich sie dann auf den Schoß? oder setze ich sie einfach auf den Boden, da es im 1er Kajak dann vermutlich keine Möglichkeit gibt notdürftig einen 2. Sitz zu installieren?
    – hole ich ein 2er Kajak – unsere Tochter nimmt auf einen der Sitze platz, sie sitzt dann aber doch recht weit von mir weg?! da bin ich mir eben unsicher, wie ruhig sie sitzen wird. Hätte sie tatsächlich zumindest gern zwischen meinen Waden oder Knöcheln/Füßen “eingeklemmt”
    – hole ich mir ein 2-3er Kajak, bei dem meine Frau dann ebenfalls mitfahren kann und unsere Tochter in der Mitte sitzt?

    Es wird aber sicher auch immer mal Momente geben, in denen ich allein mit dem Kajak fahren werde. Ich werde nie viel Gepäck dabei haben. Allein dann ein 3er Kajak zu fahren erscheint mir als Anfänger dann doch irgendwie nicht sehr praktisch zu sein.

    Hast du eventuell bei der Auswahl ein paar Tipps für mich?
    Wegen meiner Tochter sollte es natürlich sehr stabil im Wasser liegen und nicht so schnell umkippen.
    Vom Lesen her tendiere ich grundsätzlich eher zu einem Kajak mit Drop-Stitch.

    in meiner engeren Auswahl waren bisher:
    Allroundmarin Flair – als 1er oder 2er?
    Aqua Marina – Memba oder Steam als 1er oder 2er?
    Wet Elements Skalar 445?
    Aquaglide Chinook X100
    Tahe Air Breeze Full HP

    Oder hast du vielleicht andere Empfehlungen?

    Würde mich sehr über eine Rückmeldung freuen, wenn es deine Zeit erlaubt.

    LG Kay

    1. Hallo Kay,

      – Das Aquaglide Chinook x100 scheint mir überteuert zu sein, würde ich nicht kaufen
      – Zu Aqua Marina Booten haben wir keine Erfahrungen
      – Allroundmarin Flair, Wet Elements Skalar und Tahe Air Breeze ähneln sich sehr. Diese Full Drop-Stitch Kajaks sind kippliger als Schlauchkajaks ohne Drop-Stitch. Wir haben das BIC YakkAir getestet, was seit dieser Saison Tahe Air Breeze heißt.

      Ich würde an deiner Stelle mind. ein 2-Personen Kajak holen. In paar Jahren ist ein 1er Kajak zu klein und deine Tochter will dann früher oder später mitpaddeln.

      Ideal wäre für dich das Gumotex Thaya, sehr kippstabil, für zwei Erwachsene und ein Kind, lässt sich auch alleine sehr gut paddeln. Falls es zu teuer ist, wäre vermutlich ein Aqua Marina oder ein Itiwit x100 eine Option für dich.

      Viele Grüße
      Sebastian

      1. Moin Sebastian,

        ich danke dir für deine Antwort!
        verwirrt bin ich bei den Aqua Marina, dass die nur eine Belastbarkeit bis 155kg haben sollen. Das hat man ja schon mit 2 großen Erwachsenen mit Normalgewicht erreicht.
        Das Gumotex ist mir tatsächlich etwas zu teuer für den Anfang.
        Also wird es dann wohl eines von den Aqua Marina. Komme nur noch nicht dahinter, wo die krassen Unterschiede zwischen dem Steeam und dem Memba sein sollen. Größe und Breite klar… Aber was die Fahreigenschaften betrifft finde ich im Netz nur recht wenig.

        Beim Itiwit x100 habe ich zwar schon viel positives gelesen, was Preis-Leistung angeht. Bin dann bei den ganz “günstigen” Sachen aber generell skeptisch.

        Liebe Grüße
        Kay

        1. Hi Kay,
          der Hauptunterschied ist, dass das Steam komplett aus PVC gefertigt ist und das Memba eine Polysterhülle hat, worin sich die Luftschläuche befinden (deutlich länger zu trocknen). Aqua Marina und Itiwit (Touring und x100) sehe ich in der gleichen Kategorie. Die Abmessungen gefallen mir jedoch bei den Aqua Marina Kajaks besser als bei den Itiwit Kajaks.
          Viele Grüße
          Sebastian

  3. Hallo echt toller Bericht. Wir sind auch auf der Suche nach einem tollen Kajak. Vielleicht könnt ihr uns ja was tolles empfehlen ?
    Wir sind regelmäßig mit dem Wohnmobil unterwegs (Garda,Comer usw.) Wir hatten erst ein SUP was uns viel Spaß bereitet hat. Erst wollte meine Frau nicht, nun ist Sie aber angefixt 😁 Da ich aber gehbehindert bin , war das fahren im stehen für mich nicht möglich. Wir haben es dann zum Kajak umfunktioniert.Ging natürlich mehr schlecht als recht 😀Jetzt soll ein ordentliches Kajak her. Es sollte wegen meiner Gehbehinderung sehr Kipp stabil sein und genügend Platz haben (bin 195cm und 128 kg.) aber recht gut verstauen lassen sollte es sich trotzdem.
    Wir wollen es als Spaß Kajak sehen und keine Trophy’s mehr gewinnen.
    Trotzdem sollte auch eine größere Distanz mal kein Problem darstellen
    Wir würden uns ùber einen Tip Super freuen.
    Danke im Voraus und macht weiter so. Echt toll

    1. Hallo Sven,

      das hängt natürlich auch davon ab wie viel Platz deine Frau braucht, denn in vielen Booten lassen sich die Sitze ziemlich flexibel platzieren, sodass man da manchmal noch etwas rausholen kann. Und am Ende kommt es auch darauf an, wie breit das Kajak für dich sein sollte. Da gibt es schmalere und eben auch deutlich breitere Boote. Interessant könnte für dich z.B. das Gumotex Thaya mit Drop-Stitch Boden sein. Drop-Stitch Kajaks geben zwar beim Ein- und Aussteigen ein stabileres Gefühl, aber auch konventionelle Schlauchkajaks bieten gute Stabilität dank der Luftkammern. Und in Sachen Länge und Breite könnte dir bestimmt das Grabner Mega 2 gefallen. Es ist aber dafür um einiges schwerer, weniger kompakt und deutlich teurer als Thaya.

      Beste Grüße
      Christian

      1. Danke für die Antwort,ich bin mir nicht sicher ob das Thaya stabil genug ist . Bin durch meine Gehbehinderung schon arg wackelig auf den Füssen 😀. Hatte erst an das itiwit 100+ 3 Personen im Auge , da es so sehr Kippstabil sein soll. Ist aber nicht mehr lieferbar. Wir würden gern auch unterwegs schwimmen gehen, und dann auch wieder ins kajak kommen.
        Danke und Grüße

        1. Das Itiwit x100 3-Sitzer ist wirklich sehr kippstabil. Wenn du sehr wackelig auf den Füßen bist, solltest das Boot mal probieren. Das liegt gefühlt wie ein Brett auf dem Wasser. 🙂 Dafür macht man mit dem Boot aber keine großen Strecken. Es ist wirklich ein Boot für das gemütliche Paddeln und Verweilen auf dem Gewässer. Für lange Touren sind andere Boote deutlich besser. Bezüglich der Verfügbarkeit lohnt es sich immer mal wieder bei Decathlon vorbeizuschauen, denn die sind immer mal wieder kurzweilig verfügbar, aber eben dann auch wieder schnell vergriffen. Manchmal gibt es auch gebrauchte Boote bei Decathlon, wobei es sich einfach um Modelle handelt, die wohl Kunden nach einer gewissen Zeit zurückgeschickt haben und sonst aber völlig in Ordnung sind. Auch danach könntest du vielleicht Ausschau halten.

          Beste Grüße
          Christian

          1. Ja binnschon atg eingeschränkt…Hättest du eventuell noch eine Alternative zum Decathlon Kajak, eines was auch sehr stabil ist aber eventuell bisschen sportlicher!?
            Danke und Grüße

          2. Hallo Sven,

            das Itiwit ist schon das stabilste, was wir bisher gepaddelt sind. Alles was sportlicher wird, wird dann auch weniger stabil sein. Die Frage ist am Ende, wie viel Stabilität es bei dir genau sein muss. Am besten wäre es, wenn du die Möglichkeiten hättest bei einem Outdoorgeschäft (z.B. Globetrotter) oder auf einer Outdoormesse verschiedene Boote anzupaddeln, um genau das herauszufinden.

            Beste Grüße
            Christian

      2. Hi ich wollte mich noch mal zurückmelden, wir haben uns nun ein Kajak gekauft. Wir haben uns doch gegen das Decathlon Kajak entschieden. Nun ist es ein Nordmann® I-Kajak Racer 470 Drop Stitch Luftkajak 2-Sitzer mit Lebkung geworden. Soll ein tolles Kajak sein und ich denke wir werden damit eine Menge Spaß haben. Ich habe mir das Itiwit x Angeschaut und fand es zu eng und so weiter. Das norman ist da schon eine andere Hausnummer, denke ich. Getestet habt ihr das ja noch nicht. Ich werde berichten. Wollte mich noch mal bedanken für eure tolle Seite. Viele Grüße

        1. Hi Sven,

          ähnelt sich sehr mit dem Tahe Kayak Air Breeze Full HP Pro. Wir sind auf deine Erfahrungen gespannt 🙂 Viel Spaß auf dem Wasser!

          Viele Grüße
          Sebastian

  4. Hallo,
    die Seite ist wirklich die Beste!
    Ich suche ein 3er für den Wohnwagen (Frau +Kind) und denke an das Tomahawk Air-C, da es toll aussieht. Es dürfte auch allein fahrbar sein, oder? Aber 25kg ist schon viel Gewicht… Wir wohnen im Westerwald und fahren auf den Seen und der Lahn oder bald auf dem Bodensee. Für Touren mit nem Kumpel auf der Lahn könnte man einsteigen wo man will und am Ende schnell mit dem Zug zurück zum Ausgangspunkt.
    Das Wet-Elements Skalar ist noch verlockender, weil Fußstützen und aufblasbarer Kiel, sowie herausnehmbarer Boden als SUP nutzbar sowie die Option auf eine Steueranlage.
    Welches ist schneller, welches besser verarbeitet? Ein anderes Päärchen hat ein festes 2er Kayak mit Steueranlage. Da würden wir gern mithalten…

    Habt ihr eine Empfehlung?

    1. Hallo Michael,

      ja, das Tomahawk Air-C kannst du auch solo paddeln, indem du nur den mittleren Sitz im Boot platzierst. Allerdings sind gerade bei Luftbooten die Paddeleigenschaften dann nicht mehr ganz so gut wie wenn du es zu zweit oder zu dritt paddelst. Das liegt daran, dass das Gewicht (wenn du ohne viel Gepäck in Bug und Heck paddelst) sich dann vor allem in der Mitte konzentriert und das Bug und Heck neigen dann eher aus dem Wasser zu ragen als im Wasser zu liegen. Dies wird eben durch den typischen Effekt von Luftbooten verstärkt, da sie eher auf dem Wasser als im Wasser schwimmen. Das gilt auch für Drop-Stitch-Kajaks.

      Das Wet-Elements Skalar sind wir selbst noch nie gepaddelt und haben es auch noch nicht live gesehen. Daher können wir zu der Verarbeitung und den Eigenschaften auf dem Wasser keine Meinung abgeben. Es ähnelt aber sehr stark dem BIC YakkAir. Ansonsten könnte für dich auch das Gumotex Seawave interessant sein. Zwar kein Drop-Stitch Kajak, aber dennoch ein sehr gutes Schlauchkajak mit guten Laufeigenschaften, welches auch mit einer Steueranlage nachrüstbar ist.

      Ob du mit den besagten Modellen bei einem Festrumpfkajak mithalten kannst, kommt auf diePaddelstil an und was es natürlich für ein Festrumpfkajak ist. Gemütliche Paddler in einem Sit-on-Top Kajak sind lässt man auch mit einem guten Schlauchkajak schnell hinter sich. Sportliche Paddler in einem schlanken und langen Kajak eher nicht und wenn dann nur mit mehr Paddelaufwand.

      Beste Grüße
      Christian

  5. Hallo, danke für eure sehr interessanten Infos.
    Bin gerade dabei, für die Familie ein 3 (+1/2)-Personen-Kajak anzuschaffen, daß wir auf dem Binnensee, aber auch der Adria einsetzen können.
    Folgende Fragen:
    – sind die Kajaks bzw. die Materialien prinzipiell seewasserfest?
    – ist für den Einsatzzweck mit der Zweitfunktion “Badeplattform” ein Drop-Stitch-Kajak geeignet, das auch entsprechend dünnere Seitenwände hat?
    – konkret hatte ich mir im Vergleich die beiden AQUA MARINA Kajaks TOMAHAWK AIR-C als teure Variante gegenüber einem LAXO 380 angeschaut. Auch wenn das Tomahawk bestimmt robuster ist – ist aufgrund des Einsatzes im Meer das Laxo nicht die stabilere, sicherere Option?
    Danke Euch für eine Einschätzung!
    Gruß Peter

    1. Hallo Peter,

      Du kannst jedes Schlauchkajak im Salzwasser verwenden, solange du es nach dem Gebrauch mit Süßwasser abspülst. Als “Badeplattform” eignen sich vor allem sehr kippstabile Boote, also die sehr breit sind und nicht allzu lang, wie z.B. das LAXO 380 oder das Itiwit x100+. Solche Kajaks sind stabil genug um problemlos im Boot zu stehen und ins Wasser zu springen sowie wieder ohne allzu große Mühen zurück ins Kajaks zu gelangen. Letzten Sommer haben wir unser x100+ bei einem Ausflug als “Badeplattform” auf einen kleinen See verwendet und es hat sehr viel Spaß gemacht ! Drop-Stitch Kajaks mit dünnen und hohen Seitenwänden sind kippanfälliger und der Wiedereinstieg im Boot erfordert mehr Kraft und Geschick. Somit sind solche Kajaks die schlechteren “Badeplattformen”. Wenn du mit dem Tomahawk vertraut bist, küstennah paddelst, eine Schwimmweste trägst, kannst du auch mit dem Boot sicher unterwegs sein. Aber ja, manche fühlen sich einfach sicherer in besonders breiten Booten, da sie einfach ein sehr kippstabiles Gefühl vermitteln. Ein guter Kompromiss zwischen guten Laufeigenschaften und ausreichend hoher Kippstabilität für den häufigen Wiedereinstieg ins Kajak stellen das Gumotex Rush 2 und Thaya dar

      Beste Grüße
      Christian

  6. Schön guten Tag,

    super informativ und top zusammengefasst. Vielen Dank! Das ist total viel wert, gerade, wenn man bis auf geführte Kanutouren mit geliehenen Kanadiern keine Erfahrung hat.

    Ich mag Paddeln total gerne, kann mir das auch gut regelmäßig vorstellen, wurde aber bisher davon abgehalten, dass ich keine Transport- und Lagermöglichkeiten habe. Da wäre Drop-Stitch eine gute Lösung.

    Eine Frage ist, ob eine Investition in Itiwit x100+ zum Ausprobieren wirklich sinnvoll ist, oder ob das tatsächlich mehr zur Gelegenheitsbespaßung gedacht ist. Wie geeignet ist das noch auf Flüssen wie zum Beispiel der Wupper?
    Das ist schon eher so, dass wenn es einem dauerhaft gefällt, dann bleibt man nicht beim x100+, oder?

    Eine weitere Frage, ob ein 2-3er Kanu noch gut alleine zu fahren ist, bzw. ob sich das auch noch gut ein paar hundert Meter alleine umtragen lässt, wenn man Flussstellen nicht befahren darf.

    1. Hallo Marc,

      es freut uns, dass dir unserer Seite weiterhilft! Das Itiwit X100+ muss nicht nur ein Kajak sein, welches zum Ausprobieren im Kajaksport gedacht ist und lediglich der Gelegenheitsbespaßung dient. Es gibt einige Leute, die mit dem X100+ auch langfristig das richtige Boote für sich gefunden haben. Gerade Familien und Anfänger schätzen die hohe Kippstabilität. Und wenn auch auf langer Sicht eher gemütliche Touren mit Verweilen auf dem See oder sich treiben lassen auf leichtem Fließgewässer im Vordergrund stehen, dann erfüllt das Boot auch weiterhin die Anforderungen. Allerdings gibt es aber auch genauso viele Paddler, die gerne mit dem Boot dann doch längere Touren unternehmen oder einfach schneller und effizienter paddeln möchten oder ein Verdeck vermissen etc. Das ist also eine sehr individuelle Abwägung und du musst schauen, ob du schon deine zukünftigen Bedürfnisse bereits jetzt abschätzen kannst. In dem Fall kannst du es schon in der Kaufentscheidung einfließen lassen und eventuell ist dann ein anderes Kajak als das X100+ für dich die richtige Wahl.

      Ob sich ein 2-3er Kanu alleine gut paddeln lässt, hängt von dem Modell ab. Wichtig ist hier, dass du im Boot dann auch mittig sitzen kannst, damit sich dein Körpergewicht optimal über die gesamte Länge verteilen kann. Ansonsten profitierst du in Sachen Geschwindigkeit von der Länge des Bootes. In Bezug auf Wendigkeit hat natürlich ein längeres Boot eher das Nachsehen. Die meisten 2-3er Kanus sind doch schon schwerer und hier empfehlen wir einen Kanuwagen (z.B. Eckla Beach Rolly), der sowohl für den Transport als auch für das Umtragen bestens geeignet ist.

      Beste Grüße
      Christian

      1. Hallo Christian,

        danke für die Antwort. Ich habe die letzten Tage weiter recherchiert und bin zu dem Schluss gekommen doch lieber mehr Geld in die Hand zu nehmen. Es wird der Gumotex Palava, auch weil ich lieber einen Kanadier hätte, weil mir das Stechpaddel eher liegt.

        Wichtige Rolle spielt dabei auch die Firmenphilosophie, Nachhaltigkeit und Umweltproblematiken bei den günstigeren Einsteigermodellen. Auch die noch ungeklärte Lang/Kurzlebigkeit von Dropstitch, vor allem in der Itiwit-Preisklasse.
        Das ist so ziemlich der einzige Punkt, der mir bei euern ansonsten sehr aussagekräftigen und umfänglichen Reviews und Artikeln fehlte.
        Trotzdem ist das hier mit Abstand die hilfreichste Seite, die ich gefunden habe. Danke!

        Liebe Grüße
        Marc

        1. Hi Marc,

          vielen Dank für dein Kompliment! Mit dem Gumotex Palava wollen wir dieses Jahr auch mal eine richtige Tour unternehmen 🙂 Mir gefällt es auch sehr gut! Berichte doch gerne über deine Erfahrungen als Kommentar im Gumotex Palava Testartikel. Wir würden uns über deine Erfahrungen freuen!
          Ja, dein Hinweis bzgl. Nachhaltigkeit ist absolut berechtigt. Ich finde es schwer zu bewerten. Mittlerweile weisen wir in unseren neuen Testartikeln es als Vorteil aus, wenn das jeweilige Boot in Europa produziert wird. Je hochwertiger (oft auch deutlich teurer), desto langlebiger und nachhaltiger. Nicht alle benötigen jedoch ein 500 – 1500€ Boot, wenn man doch nur ein paar Meter vom Ufer paddeln möchte und ein paar kleine Touren (ohne Grundberührungen) im Jahr unternimmt. Es ist auch eine Frage des jeweiligen Budgets. Wer mehr paddelt und erwartet, ist oft mit einem günstigen Einsteigerboot falsch beraten. Vielleicht wäre jedoch an dieser Stelle ein Ratgeberartikel unsererseits sinnvoll 🙂

          Viele Grüße
          Sebastian

  7. Hallo, ihr habt sehr informative Seite. Klasse.
    Ich bin kurz vor dem Kauf eines Extasea DS Double 473 2er .
    Leider kann ich im Netz fast nichts zu Empfehlungen finden.
    Vor allem im Vergleich zum Aqua Marina Tomahawk AIR-K 440 2er
    Was könnt ihr dazu sagen.
    Preislich sind sie ja ähnlich und in meinem Budget.
    Was könnt ihr zur Qualität und den Fahreigenschaften sagen?

    Danke Joe

    1. Hallo Joe,
      vielen Dank für das Kompliment 🙂 ! Wir sind beide Kajaks auch noch nicht gepaddelt. Zur Qualität und zu den Fahreigenschaften können wir deshalb keine Aussage treffen, nur eine Vermutung zu den Fahreigenschaften. Obwohl das ExtaSea ein wenig breiter ist, ist es dennoch deutlich länger und hat so gut wie keinen Kielsprung. Das Tomahawk hat dahingegen einen Kielsprung, wodurch zusätzlich die effektive Wasserlinie verkürzt wird. Jetzt ist es abhängig, was du hauptsächlich paddeln möchtest. Für ruhige, große Flüsse und Seen gehe ich davon aus, dass ExtaSea besser läuft. Es hat auch die typischen Hartschalenelemente (genauso wie beim BIC YakkAir), sodass das Kajak das Wasser besser schneidet. Auf schneller fließenden Flüssen hat die geringere Länge und der Kielsprung des Aqua Marina Tomahawk Vorteile.
      Viele Grüße
      Sebastian

  8. Hallo ihr wahren Hobbypaddler Christian und Sebastian, 🙂
    vielen Dank für eure Seite, die ich mit großem Interesse gelesen habe. Endlich mal konkrete und aussagekräftige Beschreibungen mit vielen Tipps anstatt nur schön-Gerede in Werbeaufmachung….Eurer Text und die Tests haben mir sehr viel weiter geholfen, doch eine Frage habe ich noch.
    Bin 53 Jahre, absoluter Neuling und möchte mir ein Spaß-Schlauchboot mehr oder weniger “nur für den Urlaub” an Meer oder Seen kaufen. Ich tendierte bisher fast eher zu einem SUP-Board (1x ausprobiert), bin aber mittlerweile froh, dass ich mich noch nicht festgelegt habe, denn es könnte jetzt doch eher ein Kajak werden…, zumal dies besser mit den Wünschen meiner Frau vereinbar wäre, die sich einen “stabilen und “bequemeren Sitz in einem Boot” vorstellt. – 🙂

    Meine Frage: Gibt es aus eurer Erfahrung so etwas wie eine “Mittel-Eigenschaft”, die sozusagen von beidem etwas hat?
    …also ein Kajak, in dem man auch stabil knien oder stehen kann und mit einem Stehpaddel fahren…?
    Ich stelle mir vor, dass das auf einem drop-stitch boden möglich sein sollte…oder sogar eher FULL drop stitch-kajak?
    Von der Bauart und Optik stelle ich mir so etwas wie das “Advanced Elements Frame Convertible” vor.
    Mir ist natürlich klar, dass ihr keine Kaufempfehlungen abgeben dürft und wollt, aber was haltet ihr grundsätzlich von der Idee? Und vielleicht welche Boote haltet ihr dabei für eher geeignet? Oder worauf sollte ich vielleicht am ehesten achten, wenn ich so etwas wie ein Mittelding zwischen Board und Kajak haben will?
    Ganz herzlichen Dank und nette Grüße
    Matthias

    1. Hallo Matthias,
      vielen Dank für dein Feedback 🙂
      Ja, das ist bei Luftkajaks mit Drop-Stitch Boden oder Full Drop-Stitch Kajaks prinzipiell möglich. Dennoch können wir dir nicht sagen, wie gut sich solche Boote als SUP paddeln lassen. Wie ich dich verstehe, suchst du ein 2er Kajak mit “SUP”-Funktion. 2-Personen Drop-Stitch Kajaks sind in der Regel 4 bis 4,5 m lang. SUPs sind deutlich kürzer. Mit dem Advanced Elements AdvancedFrame Convertible Elite zu supen, stelle ich mir schwer vor. Es ist vermutlich für ein SUPer zu lang und zu schwer/anstrengend zu manövrieren. Achte beim Kauf darauf, dass Kajak nicht zu lang ist und einen flachen Boden hat. Das ist beim Advanced Elements nicht der Fall. Vielleicht wäre das Aqua Marina Evolution für euch interessant (ein Schönwetter Kajak für kleine Paddelausflüge, also nicht für Tagestouren und so geeignet). Alternativ könntet ihr euch auch zwei günstige SUPs kaufen. Es gibt auch SUPs mit Kajaksitz 🙂
      Viele Grüße
      Sebastian

  9. Hallo Sebastian, habe im Internet ein Story 2-Personen-Hybrid aufblasbares Drop-Stitch Kajak gefunden, das vom Euro Shop in Dänemark verkauft wird. Leider mit wenig Informationen zum Boot und keinen Bewertungen. Ich habe gelesen, dass die meisten Boote aus China von einem Hersteller gebaut werden. Hast Du Informationen für mich zur Marke Story, Qualität und Hersteller? Viele Grüße Reinhard

    1. Hallo Reinhard,
      dazu habe ich auch keine weiteren Informationen. Das Kajak erinnert mich sehr an das Verano Cayman Duo. Die Full Drop-Stritch Kajak von Story sehen auch wie jedes zweite Drop-Stitch Kajak aus, mit kleinen Änderungen in der Ausstattung, den Abmessungen und im Design. Diese kleinen Änderungen werden dann oft als neu und einzigartig auf dem Markt beschrieben. Vielleicht kann dir der Händler deine Frage beantworten 🙂 Seine Antwort würde mich interessieren!
      Viele Grüße
      Sebastian

    2. Hi,

      habe ein Story-3 im Zulauf und werde berichten. Allerdings könnt Ihr von einem Anfänger lediglich Anfängereindrücke erwarten. (inklusive ungewollte Kentererfahrung und Paddelansohrklatsche vom Vordermann)

      Gruß
      Uli

  10. Halllo.
    Vielen Dank für die Informationen. Ich besitze noch ein altes Schlauchkajak mit klassischen Luftschläuchen. Gibt es da eine Alternative zu Drop-Stitch, um die Stabilität im Boden zu erhöhen? Oder lieber doch gleich ein neues Boot kaufen? Was sagt Ihr zum Intex Challenger K2? Bisher habe ich nur gelegentlich im See oder auf ruhigen Flüssen gepaddelt und möchte es jetzt mit ausgedehnten Touren versuchen.
    Beste Grüße Rolf

    1. Hallo Rolf,
      du könntest das Kajak mit einem Holzboden (z.B. je nach Länge des Bootes eine zwei- oder dreiteilige Spanplatte passgenau zusägen, die Ecken abrunden und die Kanten abschleifen oder besser mit Schaumstoff versehen, siehe folgendes Beispielfoto) auslegen. Einen Holzboden gab es sogar früher auch bei einigen Schlauchkajaks. Wir haben diese Saison eine Familie mit einem Schlauchboot gesehen, die ebenfalls einen Holzboden hatten. Das sollte für mehr Stabilität bzw. Festigkeit im Boot sorgen 🙂 Unsere Erfahrungen mit dem Intex Challenger K2 haben wir im folgenden Testartikel beschrieben.
      Viele Grüße
      Sebastian

  11. Hi,
    vorweg muss ich ein großes Lob für eure Seite aussprechen, da man sich als Neuling im Paddelsport sehr gut informieren kann und lernt!
    Auf meiner Suche durchs Netz bin ich auf das “Aqua Marina Steam 412” mit Drop-Stitch Boden gestoßen, konnte aber kaum Informationen zu diesem Kajak finden. Ist dieses Model euch bekannt und wäre es tauglich für 2 Personen (Größe beide 179cm, Gewicht zusammen ca 140kg) um kleinere Tagestouren zu unternehmen?
    Vielen Dank und Grüße
    Tim

    1. Hallo Tim,
      vielen Dank für das Kompliment! Ja, die Abmessungen des Bootes und die Zuladung passen gut zu deinen Anforderungen. Für kleinere Tagestouren / Erholungtouren auf dem Wasser sollte es gut passen. Wie gut es tatsächlich ist, können wir nicht sagen, da wir noch kein Aqua Marina Kajak gepaddelt sind.
      Viele Grüße
      Sebastian

    2. Hallo Sebastian,

      hast Du schon mal was von Wet Elements und dem Boot Skalar gehört? Ich überlege mir dieses zu kaufen, möchte damit aber auch leichtes Wildwasser fahren. Denkst Du, das ist mit einem Drop Stitch möglich? Ist das Material mit z.B. Gumotex Booten vergleichbar? Vielen Dank für die informative Seite! Weiter so! LG Hans

      1. Hallo Hans,
        ja, davon habe ich schon mal gehört 😉 Vor allem weil für das Kajak eine Steueranlage verfügbar ist. Ansonsten ist es fast identisch mit anderen Drop-Stitch Kajaks (z.B. BIC YakkAir). In unserem Testartikel BIC YakkAir berichtet Maximilian in den Kommentaren von seinen Erfahrungen mit einem Full Drop-Stitch Kajak im Wildwasser. Wie sich solche Full Drop-Stitch Kajaks mit PVC Beschichtung auf Dauer im Wildwasser bewähren, kann ich nicht beurteilen. Gumotex beschichtet sein Gewebematerial mit Kautschuk, womit wir im Wildwasser sehr gute Erfahrungen gemacht haben.
        Viele Grüße
        Sebastian

  12. Hallo Sebastian

    Wir suchen ein Kajak, welches für 2 Personen und Gepäck gut für den Einsatz im größeren Fluß und See geeignet ist, jedoch nicht so Teuer wie ein Tomahawk und dennoch gute Laufeigenschaften hat.

    Fahre sonst auch viel Fanatic ISUP

    Besten Gruß
    Matthias

      1. Moin moin, ich stehe kurz davor mir das Zray Drift zuzulegen. Habt ihr Erfahrungen mit dem Spurtreue-Verhalten des Zray-Drift? In den Bewertungen liest man, dass es angeblich einen schlechten Geradeauslauf hat, sobald man nicht mehr paddelt. Ich bin der Meinung, dass es natürlich auch stark auf die diverse Einflüsse ankommt (Strömung, Wind, persönliches Gleichgewicht, Lastverteilung, etc.).
        Beste Grüße
        Jan

        1. Hallo Jan,
          das hatten wir in den Bewertungen auch verhäuft gelesen. Das Zray sind wir selbst noch nicht gepaddelt. In diesem Video siehst du, dass der Geradeauslauf recht in Ordnung ist. Du siehst auch, dass das Bug und Heck hochgezogen ist. Somit verliert das Boot an effektiver Länge bzw. an Wasserlinie. Der Geradeauslauf wird nicht so gut sein, wie man es von einem 2-Personen Drop-Stitch Kajak erwarten würde. Faktoren, die du genannt hast, spielen auch mit rein (auch die Paddeltechnik). Falls du dir das Zray Drift holst, würden wir uns über eine Rückmeldung sehr freuen 🙂 Gerne hier als Kommentar, damit unsere anderen Leser zusätzlichen Input haben.
          Viele Grüße
          Sebastian

        2. Habe das ZRAY Drift seit 1 Woche und war letzten Sonntag damit auf dem Wasser (Altrhein bei Speyer). Ich fuhr es alleine, der Geradeauslauf war trotz Strömung und Wind perfekt – man konnte das Boot lange Zeit gleiten lassen ohne zu paddeln oder korrigierend eingreifen zu müssen. Möglicherweise hat das damit zu tun, daß der Hersteller einige Änderungen vorgenommen hat: Das aktuelle Modell hat nun 3 Ventile (Jeweils eines für die beiden Seitenwände und eines für den Boden) und eine große Finne hinten sowie eine kleine Finne vorne. Der Boden ist nun fest integriert und nicht mehr herausnehmbar. Ich denke all das macht viel aus. Nachteile: Es gibt für einen Alleinpaddler keine Sitzbefestigungen in der Mitte des Bootes UND ich persönlich (185cm und 90kg) fand die weichen Rückenlehnen der Sitze katastrophal = schon nach 2 Minuten lag man mehr im Boot als das man saß: Aus meiner Sicht ist die Rückenlehne zu weich (billiges Luftmatratzenventil zum Aufblasen mit dem Mund) und der Haltegurt setzt viel zu tief an, so das der Rücken nicht effektiv gestützt wird, man kippt also über den Haltegurt hinweg nach hinten. Ich wusste mir letztendlich nicht anders zu helfen als die aufgeblasene Rückenlehne auf die Sitzfläche zu klappen und mich dann mittig im Boot mit den Knien rechts und links der Rückenlehne auf diese zu setzen – dann ging es mit dem Paddeln einwandfrei. Ich überlege nun Sitze mit einer höheren und stabileren Rückenlehne in meinem Drift einzusetzen, mal sehen was ich da finde.

          1. Hallo Markus,
            vielen Dank für das Teilen deiner Erfahrungen 🙂 Die Problematik mit der wegknickenden Rückenlehne kennen wir sonst von günstigen Schlauchkajaks (z.B. Sevylor Adventure, Intex Challenger, Explorer und Excursion Pro). Vielleicht wäre der Extasea Professional Kajaksitz* etwas für dich. Das ist der gleiche Sitz wie beim BIC YakkAir. Der Sitz hat eine hohe Rückenlehne und gibt durch die zwei Gurte einen guten Halt beim Paddeln. Einziger Nachteil ist das flache Sitzpolster, welches sich schnell mit Wasser vollsaugt, sofern Wasser im Boot steht. Alternativ gäbe es noch den Aqua Marina Kajaksitz*. Die Rückenlehne ist etwas niedriger, dennoch wird er mehr Halt geben als der Sitz von Zray. Außerdem besitzt der Sitz ein etwas höheres Sitzkissen. Die aufblasbaren Sitze von Gumotex sind auch zu empfehlen (z.B. Gumotex Thaya Sitz* oder Seawava Sitz*).
            Das ist echt schade, dass es keine mittige Befestigung des Sitzes im Boot gibt, sofern man das Boot alleine paddeln möchte. Hier könntest du jedoch mit PVC-Kleber und D-Ringen selbst nachrüsten. Dennoch ist es auch für uns unverständlich, warum der Hersteller nicht einfach zwei weitere D-Ringe ab Werk anbringen kann.
            Viele Grüße
            Sebastian

          2. Hi Sebastian, vielen Dank, habe mir gerade die ExtaSea Professional Sitze gerade bestellt! Bin gespannt und werde, wenn gewünscht, gerne berichten!

          3. Hi Markus,
            ich bin gespannt und würde mich über eine Rückmeldung freuen 🙂
            Viele Grüße
            Sebastian

    1. Hey Paddelfreunde,
      Ich besitze seit Einem Jahr ein ZRay Drift. Meine Erfahrung ist : Das mit dem Geradeauslauf ist beim Paddeln OK, aber sobald Du fängt es an sich zu drehen. ( Getestet in der Adria und auf dem Möhnesee im Sauerland ). An Gepäck bekommst Du ebenfalls einiges unter. Vorn und hinten Netze und Platz im Boot. Weißt Du wahrscheinlich. Nur etwas Unerfreulichers. Ich habe mein ZRay im Netz gekauft, in Pfronten, bei Wassersport …. Es ließ in der rechten Seitenkammer immer Luft ! Permanentes Nachpumpen.! Der Service per Telefon oder auch E-Mail war unterirdisch. Die Reparatur nur Wiederwillig !! Also meine Empfehlung : Wenn es Dir möglich ist Kauf vor Ort mit Guter Beratung, dann hast Du auch bei Reklamationen eine Ansprechpartner vor Ort und wenn er dann noch Kompetenz hat Herzlichen Glückwunsch. Ich hoffe ich konnte Dir noch Helfen und war noch nicht zu spät mit meinem Rat. Gruß Michael

  13. Hi zusammen, vielen Dank für die ausführlichen Erklärungen das hat mir sehr geholfen.
    Kennt ihr ein Full Dropstitch Kayak außer die itiwit x500 die eine Abdeckung haben im besten Fall noch einen Süllrand? Mein Ziel war es ein Zweier zu kaufen, dass ich auch im Einzelbetrieb fahren kann.

    1. Hi Jan,
      aktuell kennen wir kein anderes Full Drop-Stitch Kajak mit Abdeckung, welches sich alleine oder zu zweit paddeln lässt.
      Viele Grüße
      Sebastian

  14. Hallo, ich suche ein 1 Personen Kajak, wo ich genug Platz im Inneraum für einen 60 L Rucksack habe. Ihr würdet mir unwahrsche3inlich helfen, wenn ihr ein Modell empfehlen könnt. Es sollte ein offenes sein wenn möglich, außerdem aufblasbar und bestenfalls mit drop stitch. Vielen Dank und liebe Grüße !

    1. Hallo Pascal,
      preislich interessant wäre das Aqua Marina Tomahawk AIR-K 375*. Mit einer Länge von 375 cm solltest du hinter dem Sitz einen 60 L Rucksack verstaut bekommen. Wenn es dir nicht auf 1 oder 2 km/h Geschwindigkeit ankommt und dir eine höhere Kippstabilität wichtig ist, wären die Drop-Stitch Kajaks von Gumotex interessant. Je nach Körpergröße könnte beim Gumotex Rush 1* ebenfalls ein 60 L Rucksack hinter dem Sitz passen. Beim Gumotex Thaya passt es definitiv, da es eigentlich ein 2-Personen Kajak ist, was sich aber auch sehr gut alleine paddeln lässt. Wenn du kurze Strecken und keine wirklichen Touren paddelst, also mehr Erholung auf dem Wasser suchst, können wir das Itiwit x100 empfehlen.
      Viele Grüße
      Sebastian

    2. Hi Sebastian, vielen Dank für diese tollen Artikel.
      Ich hätte eine Frage bitte:
      Meine Freundin hat ein SUP Board und da ich nicht auch dasselbe Fortbewegungsmittel kaufen will, dachte ich mir dass ich mir ein Drop Stitch Kayak zulegen werde. Es sollte ein 2er sein dass auch meine Freundin mitrudern könnte, meistens wird es aber dann von mir alleine (mit etwas Gepäck) benutzt. Könntest du mir bitte Modelle bis ca. 500 Euro empfehlen die passen würden?
      Vielen Dank und liebe Grüße!
      Daniel

      1. Hallo Daniel,

        in den Preissegment ist die Auswahl nicht sehr groß. Da kommt preislich das Itiwit x100+ in Frage. Allerdings lässt es sich nicht so gut alleine wie zu zweit paddeln. Gerade in der 1er Konfiguration fehlt die Fußstütze. Da kommt es auch darauf an, was für ein SUP Board deine Freundin hat und wie schnell sie damit unterwegs ist, ob das x100+ diesbezüglich noch mithalten kann.

        Ich würde das Gumotex Twist 2/1* empfehlen. Alternativ könnte das Aqua Marina Steam 412* für dich interessant sein. Zu dem Aqua Marina Boot haben wir jedoch keine Erfahrungen.

        Beste Grüße
        Christian

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Der Beitrag hat 51 Kommentare

  1. Hey ihr Paddleadventurer,
    tolle Seite, mitunter die einzige im Netz, die so gut und umfassend berichtet. Und dass man bei euch noch Fragen stellen kann, die auch beantwortet werden…TOP!
    Habe da auch gleich mal eine Frage: ich bin da auf Umwegen im Netz auf Boote von story gestoßen. Kennt ihr die (hinsichtlich Qualität, Fahreigenschaften, Preis-Leistung) oder habt sie sogar mal getestet? Ich suche ein 2-3 Personen boot für kleine Seetouren, aber auch für WW1-2 bzw Meeresufer.
    Danke im Voraus
    urban

    1. Hallo Urban,

      vielen Dank für dein Feedback 🙂

      Das Story sind wir noch nicht gepaddelt. Wir schätzen es von den Fahreigenschaften sehr ähnlich mit einem BIC YakkAir bzw. Tahe Breeze ein. Für Wildwasserstufe 1-2 würden wir das Kajak persönlich nicht verwenden.

      Viele Grüße
      Sebastian

  2. Moin Sebastian,
    vielen Dank für die vielen tollen Blogeinträge!
    Ich bin absoluter Neuling in Sachen Kajak. Meine Frau hat sich ein SUP gekauft und mich damit nun ein bisschen angefixt. Wir haben in unserer Umgebung viele tolle Seen, auf denen wir fahren können. Allerdings haben wir auch ein 2,5 jährige Tochter, die das Wasser liebt.
    Da es mir zu gefährlich erscheint, unsere Tochter auf einem SUP mitzunehmen, habe ich mit den Gedanken gespielt mir ein Kajak zu holen. Es soll auf jeden Fall ein aufblasbares sein.
    Die Fragen mit denen ich mich herumschlage:
    – hole ich mir ein 1er Kajak, in dem genug Platz ist, wo ich unsere Tochter mit reinsetzen kann? Nehme ich sie dann auf den Schoß? oder setze ich sie einfach auf den Boden, da es im 1er Kajak dann vermutlich keine Möglichkeit gibt notdürftig einen 2. Sitz zu installieren?
    – hole ich ein 2er Kajak – unsere Tochter nimmt auf einen der Sitze platz, sie sitzt dann aber doch recht weit von mir weg?! da bin ich mir eben unsicher, wie ruhig sie sitzen wird. Hätte sie tatsächlich zumindest gern zwischen meinen Waden oder Knöcheln/Füßen “eingeklemmt”
    – hole ich mir ein 2-3er Kajak, bei dem meine Frau dann ebenfalls mitfahren kann und unsere Tochter in der Mitte sitzt?

    Es wird aber sicher auch immer mal Momente geben, in denen ich allein mit dem Kajak fahren werde. Ich werde nie viel Gepäck dabei haben. Allein dann ein 3er Kajak zu fahren erscheint mir als Anfänger dann doch irgendwie nicht sehr praktisch zu sein.

    Hast du eventuell bei der Auswahl ein paar Tipps für mich?
    Wegen meiner Tochter sollte es natürlich sehr stabil im Wasser liegen und nicht so schnell umkippen.
    Vom Lesen her tendiere ich grundsätzlich eher zu einem Kajak mit Drop-Stitch.

    in meiner engeren Auswahl waren bisher:
    Allroundmarin Flair – als 1er oder 2er?
    Aqua Marina – Memba oder Steam als 1er oder 2er?
    Wet Elements Skalar 445?
    Aquaglide Chinook X100
    Tahe Air Breeze Full HP

    Oder hast du vielleicht andere Empfehlungen?

    Würde mich sehr über eine Rückmeldung freuen, wenn es deine Zeit erlaubt.

    LG Kay

    1. Hallo Kay,

      – Das Aquaglide Chinook x100 scheint mir überteuert zu sein, würde ich nicht kaufen
      – Zu Aqua Marina Booten haben wir keine Erfahrungen
      – Allroundmarin Flair, Wet Elements Skalar und Tahe Air Breeze ähneln sich sehr. Diese Full Drop-Stitch Kajaks sind kippliger als Schlauchkajaks ohne Drop-Stitch. Wir haben das BIC YakkAir getestet, was seit dieser Saison Tahe Air Breeze heißt.

      Ich würde an deiner Stelle mind. ein 2-Personen Kajak holen. In paar Jahren ist ein 1er Kajak zu klein und deine Tochter will dann früher oder später mitpaddeln.

      Ideal wäre für dich das Gumotex Thaya, sehr kippstabil, für zwei Erwachsene und ein Kind, lässt sich auch alleine sehr gut paddeln. Falls es zu teuer ist, wäre vermutlich ein Aqua Marina oder ein Itiwit x100 eine Option für dich.

      Viele Grüße
      Sebastian

      1. Moin Sebastian,

        ich danke dir für deine Antwort!
        verwirrt bin ich bei den Aqua Marina, dass die nur eine Belastbarkeit bis 155kg haben sollen. Das hat man ja schon mit 2 großen Erwachsenen mit Normalgewicht erreicht.
        Das Gumotex ist mir tatsächlich etwas zu teuer für den Anfang.
        Also wird es dann wohl eines von den Aqua Marina. Komme nur noch nicht dahinter, wo die krassen Unterschiede zwischen dem Steeam und dem Memba sein sollen. Größe und Breite klar… Aber was die Fahreigenschaften betrifft finde ich im Netz nur recht wenig.

        Beim Itiwit x100 habe ich zwar schon viel positives gelesen, was Preis-Leistung angeht. Bin dann bei den ganz “günstigen” Sachen aber generell skeptisch.

        Liebe Grüße
        Kay

        1. Hi Kay,
          der Hauptunterschied ist, dass das Steam komplett aus PVC gefertigt ist und das Memba eine Polysterhülle hat, worin sich die Luftschläuche befinden (deutlich länger zu trocknen). Aqua Marina und Itiwit (Touring und x100) sehe ich in der gleichen Kategorie. Die Abmessungen gefallen mir jedoch bei den Aqua Marina Kajaks besser als bei den Itiwit Kajaks.
          Viele Grüße
          Sebastian

  3. Hallo echt toller Bericht. Wir sind auch auf der Suche nach einem tollen Kajak. Vielleicht könnt ihr uns ja was tolles empfehlen ?
    Wir sind regelmäßig mit dem Wohnmobil unterwegs (Garda,Comer usw.) Wir hatten erst ein SUP was uns viel Spaß bereitet hat. Erst wollte meine Frau nicht, nun ist Sie aber angefixt 😁 Da ich aber gehbehindert bin , war das fahren im stehen für mich nicht möglich. Wir haben es dann zum Kajak umfunktioniert.Ging natürlich mehr schlecht als recht 😀Jetzt soll ein ordentliches Kajak her. Es sollte wegen meiner Gehbehinderung sehr Kipp stabil sein und genügend Platz haben (bin 195cm und 128 kg.) aber recht gut verstauen lassen sollte es sich trotzdem.
    Wir wollen es als Spaß Kajak sehen und keine Trophy’s mehr gewinnen.
    Trotzdem sollte auch eine größere Distanz mal kein Problem darstellen
    Wir würden uns ùber einen Tip Super freuen.
    Danke im Voraus und macht weiter so. Echt toll

    1. Hallo Sven,

      das hängt natürlich auch davon ab wie viel Platz deine Frau braucht, denn in vielen Booten lassen sich die Sitze ziemlich flexibel platzieren, sodass man da manchmal noch etwas rausholen kann. Und am Ende kommt es auch darauf an, wie breit das Kajak für dich sein sollte. Da gibt es schmalere und eben auch deutlich breitere Boote. Interessant könnte für dich z.B. das Gumotex Thaya mit Drop-Stitch Boden sein. Drop-Stitch Kajaks geben zwar beim Ein- und Aussteigen ein stabileres Gefühl, aber auch konventionelle Schlauchkajaks bieten gute Stabilität dank der Luftkammern. Und in Sachen Länge und Breite könnte dir bestimmt das Grabner Mega 2 gefallen. Es ist aber dafür um einiges schwerer, weniger kompakt und deutlich teurer als Thaya.

      Beste Grüße
      Christian

      1. Danke für die Antwort,ich bin mir nicht sicher ob das Thaya stabil genug ist . Bin durch meine Gehbehinderung schon arg wackelig auf den Füssen 😀. Hatte erst an das itiwit 100+ 3 Personen im Auge , da es so sehr Kippstabil sein soll. Ist aber nicht mehr lieferbar. Wir würden gern auch unterwegs schwimmen gehen, und dann auch wieder ins kajak kommen.
        Danke und Grüße

        1. Das Itiwit x100 3-Sitzer ist wirklich sehr kippstabil. Wenn du sehr wackelig auf den Füßen bist, solltest das Boot mal probieren. Das liegt gefühlt wie ein Brett auf dem Wasser. 🙂 Dafür macht man mit dem Boot aber keine großen Strecken. Es ist wirklich ein Boot für das gemütliche Paddeln und Verweilen auf dem Gewässer. Für lange Touren sind andere Boote deutlich besser. Bezüglich der Verfügbarkeit lohnt es sich immer mal wieder bei Decathlon vorbeizuschauen, denn die sind immer mal wieder kurzweilig verfügbar, aber eben dann auch wieder schnell vergriffen. Manchmal gibt es auch gebrauchte Boote bei Decathlon, wobei es sich einfach um Modelle handelt, die wohl Kunden nach einer gewissen Zeit zurückgeschickt haben und sonst aber völlig in Ordnung sind. Auch danach könntest du vielleicht Ausschau halten.

          Beste Grüße
          Christian

          1. Ja binnschon atg eingeschränkt…Hättest du eventuell noch eine Alternative zum Decathlon Kajak, eines was auch sehr stabil ist aber eventuell bisschen sportlicher!?
            Danke und Grüße

          2. Hallo Sven,

            das Itiwit ist schon das stabilste, was wir bisher gepaddelt sind. Alles was sportlicher wird, wird dann auch weniger stabil sein. Die Frage ist am Ende, wie viel Stabilität es bei dir genau sein muss. Am besten wäre es, wenn du die Möglichkeiten hättest bei einem Outdoorgeschäft (z.B. Globetrotter) oder auf einer Outdoormesse verschiedene Boote anzupaddeln, um genau das herauszufinden.

            Beste Grüße
            Christian

      2. Hi ich wollte mich noch mal zurückmelden, wir haben uns nun ein Kajak gekauft. Wir haben uns doch gegen das Decathlon Kajak entschieden. Nun ist es ein Nordmann® I-Kajak Racer 470 Drop Stitch Luftkajak 2-Sitzer mit Lebkung geworden. Soll ein tolles Kajak sein und ich denke wir werden damit eine Menge Spaß haben. Ich habe mir das Itiwit x Angeschaut und fand es zu eng und so weiter. Das norman ist da schon eine andere Hausnummer, denke ich. Getestet habt ihr das ja noch nicht. Ich werde berichten. Wollte mich noch mal bedanken für eure tolle Seite. Viele Grüße

        1. Hi Sven,

          ähnelt sich sehr mit dem Tahe Kayak Air Breeze Full HP Pro. Wir sind auf deine Erfahrungen gespannt 🙂 Viel Spaß auf dem Wasser!

          Viele Grüße
          Sebastian

  4. Hallo,
    die Seite ist wirklich die Beste!
    Ich suche ein 3er für den Wohnwagen (Frau +Kind) und denke an das Tomahawk Air-C, da es toll aussieht. Es dürfte auch allein fahrbar sein, oder? Aber 25kg ist schon viel Gewicht… Wir wohnen im Westerwald und fahren auf den Seen und der Lahn oder bald auf dem Bodensee. Für Touren mit nem Kumpel auf der Lahn könnte man einsteigen wo man will und am Ende schnell mit dem Zug zurück zum Ausgangspunkt.
    Das Wet-Elements Skalar ist noch verlockender, weil Fußstützen und aufblasbarer Kiel, sowie herausnehmbarer Boden als SUP nutzbar sowie die Option auf eine Steueranlage.
    Welches ist schneller, welches besser verarbeitet? Ein anderes Päärchen hat ein festes 2er Kayak mit Steueranlage. Da würden wir gern mithalten…

    Habt ihr eine Empfehlung?

    1. Hallo Michael,

      ja, das Tomahawk Air-C kannst du auch solo paddeln, indem du nur den mittleren Sitz im Boot platzierst. Allerdings sind gerade bei Luftbooten die Paddeleigenschaften dann nicht mehr ganz so gut wie wenn du es zu zweit oder zu dritt paddelst. Das liegt daran, dass das Gewicht (wenn du ohne viel Gepäck in Bug und Heck paddelst) sich dann vor allem in der Mitte konzentriert und das Bug und Heck neigen dann eher aus dem Wasser zu ragen als im Wasser zu liegen. Dies wird eben durch den typischen Effekt von Luftbooten verstärkt, da sie eher auf dem Wasser als im Wasser schwimmen. Das gilt auch für Drop-Stitch-Kajaks.

      Das Wet-Elements Skalar sind wir selbst noch nie gepaddelt und haben es auch noch nicht live gesehen. Daher können wir zu der Verarbeitung und den Eigenschaften auf dem Wasser keine Meinung abgeben. Es ähnelt aber sehr stark dem BIC YakkAir. Ansonsten könnte für dich auch das Gumotex Seawave interessant sein. Zwar kein Drop-Stitch Kajak, aber dennoch ein sehr gutes Schlauchkajak mit guten Laufeigenschaften, welches auch mit einer Steueranlage nachrüstbar ist.

      Ob du mit den besagten Modellen bei einem Festrumpfkajak mithalten kannst, kommt auf diePaddelstil an und was es natürlich für ein Festrumpfkajak ist. Gemütliche Paddler in einem Sit-on-Top Kajak sind lässt man auch mit einem guten Schlauchkajak schnell hinter sich. Sportliche Paddler in einem schlanken und langen Kajak eher nicht und wenn dann nur mit mehr Paddelaufwand.

      Beste Grüße
      Christian

  5. Hallo, danke für eure sehr interessanten Infos.
    Bin gerade dabei, für die Familie ein 3 (+1/2)-Personen-Kajak anzuschaffen, daß wir auf dem Binnensee, aber auch der Adria einsetzen können.
    Folgende Fragen:
    – sind die Kajaks bzw. die Materialien prinzipiell seewasserfest?
    – ist für den Einsatzzweck mit der Zweitfunktion “Badeplattform” ein Drop-Stitch-Kajak geeignet, das auch entsprechend dünnere Seitenwände hat?
    – konkret hatte ich mir im Vergleich die beiden AQUA MARINA Kajaks TOMAHAWK AIR-C als teure Variante gegenüber einem LAXO 380 angeschaut. Auch wenn das Tomahawk bestimmt robuster ist – ist aufgrund des Einsatzes im Meer das Laxo nicht die stabilere, sicherere Option?
    Danke Euch für eine Einschätzung!
    Gruß Peter

    1. Hallo Peter,

      Du kannst jedes Schlauchkajak im Salzwasser verwenden, solange du es nach dem Gebrauch mit Süßwasser abspülst. Als “Badeplattform” eignen sich vor allem sehr kippstabile Boote, also die sehr breit sind und nicht allzu lang, wie z.B. das LAXO 380 oder das Itiwit x100+. Solche Kajaks sind stabil genug um problemlos im Boot zu stehen und ins Wasser zu springen sowie wieder ohne allzu große Mühen zurück ins Kajaks zu gelangen. Letzten Sommer haben wir unser x100+ bei einem Ausflug als “Badeplattform” auf einen kleinen See verwendet und es hat sehr viel Spaß gemacht ! Drop-Stitch Kajaks mit dünnen und hohen Seitenwänden sind kippanfälliger und der Wiedereinstieg im Boot erfordert mehr Kraft und Geschick. Somit sind solche Kajaks die schlechteren “Badeplattformen”. Wenn du mit dem Tomahawk vertraut bist, küstennah paddelst, eine Schwimmweste trägst, kannst du auch mit dem Boot sicher unterwegs sein. Aber ja, manche fühlen sich einfach sicherer in besonders breiten Booten, da sie einfach ein sehr kippstabiles Gefühl vermitteln. Ein guter Kompromiss zwischen guten Laufeigenschaften und ausreichend hoher Kippstabilität für den häufigen Wiedereinstieg ins Kajak stellen das Gumotex Rush 2 und Thaya dar

      Beste Grüße
      Christian

  6. Schön guten Tag,

    super informativ und top zusammengefasst. Vielen Dank! Das ist total viel wert, gerade, wenn man bis auf geführte Kanutouren mit geliehenen Kanadiern keine Erfahrung hat.

    Ich mag Paddeln total gerne, kann mir das auch gut regelmäßig vorstellen, wurde aber bisher davon abgehalten, dass ich keine Transport- und Lagermöglichkeiten habe. Da wäre Drop-Stitch eine gute Lösung.

    Eine Frage ist, ob eine Investition in Itiwit x100+ zum Ausprobieren wirklich sinnvoll ist, oder ob das tatsächlich mehr zur Gelegenheitsbespaßung gedacht ist. Wie geeignet ist das noch auf Flüssen wie zum Beispiel der Wupper?
    Das ist schon eher so, dass wenn es einem dauerhaft gefällt, dann bleibt man nicht beim x100+, oder?

    Eine weitere Frage, ob ein 2-3er Kanu noch gut alleine zu fahren ist, bzw. ob sich das auch noch gut ein paar hundert Meter alleine umtragen lässt, wenn man Flussstellen nicht befahren darf.

    1. Hallo Marc,

      es freut uns, dass dir unserer Seite weiterhilft! Das Itiwit X100+ muss nicht nur ein Kajak sein, welches zum Ausprobieren im Kajaksport gedacht ist und lediglich der Gelegenheitsbespaßung dient. Es gibt einige Leute, die mit dem X100+ auch langfristig das richtige Boote für sich gefunden haben. Gerade Familien und Anfänger schätzen die hohe Kippstabilität. Und wenn auch auf langer Sicht eher gemütliche Touren mit Verweilen auf dem See oder sich treiben lassen auf leichtem Fließgewässer im Vordergrund stehen, dann erfüllt das Boot auch weiterhin die Anforderungen. Allerdings gibt es aber auch genauso viele Paddler, die gerne mit dem Boot dann doch längere Touren unternehmen oder einfach schneller und effizienter paddeln möchten oder ein Verdeck vermissen etc. Das ist also eine sehr individuelle Abwägung und du musst schauen, ob du schon deine zukünftigen Bedürfnisse bereits jetzt abschätzen kannst. In dem Fall kannst du es schon in der Kaufentscheidung einfließen lassen und eventuell ist dann ein anderes Kajak als das X100+ für dich die richtige Wahl.

      Ob sich ein 2-3er Kanu alleine gut paddeln lässt, hängt von dem Modell ab. Wichtig ist hier, dass du im Boot dann auch mittig sitzen kannst, damit sich dein Körpergewicht optimal über die gesamte Länge verteilen kann. Ansonsten profitierst du in Sachen Geschwindigkeit von der Länge des Bootes. In Bezug auf Wendigkeit hat natürlich ein längeres Boot eher das Nachsehen. Die meisten 2-3er Kanus sind doch schon schwerer und hier empfehlen wir einen Kanuwagen (z.B. Eckla Beach Rolly), der sowohl für den Transport als auch für das Umtragen bestens geeignet ist.

      Beste Grüße
      Christian

      1. Hallo Christian,

        danke für die Antwort. Ich habe die letzten Tage weiter recherchiert und bin zu dem Schluss gekommen doch lieber mehr Geld in die Hand zu nehmen. Es wird der Gumotex Palava, auch weil ich lieber einen Kanadier hätte, weil mir das Stechpaddel eher liegt.

        Wichtige Rolle spielt dabei auch die Firmenphilosophie, Nachhaltigkeit und Umweltproblematiken bei den günstigeren Einsteigermodellen. Auch die noch ungeklärte Lang/Kurzlebigkeit von Dropstitch, vor allem in der Itiwit-Preisklasse.
        Das ist so ziemlich der einzige Punkt, der mir bei euern ansonsten sehr aussagekräftigen und umfänglichen Reviews und Artikeln fehlte.
        Trotzdem ist das hier mit Abstand die hilfreichste Seite, die ich gefunden habe. Danke!

        Liebe Grüße
        Marc

        1. Hi Marc,

          vielen Dank für dein Kompliment! Mit dem Gumotex Palava wollen wir dieses Jahr auch mal eine richtige Tour unternehmen 🙂 Mir gefällt es auch sehr gut! Berichte doch gerne über deine Erfahrungen als Kommentar im Gumotex Palava Testartikel. Wir würden uns über deine Erfahrungen freuen!
          Ja, dein Hinweis bzgl. Nachhaltigkeit ist absolut berechtigt. Ich finde es schwer zu bewerten. Mittlerweile weisen wir in unseren neuen Testartikeln es als Vorteil aus, wenn das jeweilige Boot in Europa produziert wird. Je hochwertiger (oft auch deutlich teurer), desto langlebiger und nachhaltiger. Nicht alle benötigen jedoch ein 500 – 1500€ Boot, wenn man doch nur ein paar Meter vom Ufer paddeln möchte und ein paar kleine Touren (ohne Grundberührungen) im Jahr unternimmt. Es ist auch eine Frage des jeweiligen Budgets. Wer mehr paddelt und erwartet, ist oft mit einem günstigen Einsteigerboot falsch beraten. Vielleicht wäre jedoch an dieser Stelle ein Ratgeberartikel unsererseits sinnvoll 🙂

          Viele Grüße
          Sebastian

  7. Hallo, ihr habt sehr informative Seite. Klasse.
    Ich bin kurz vor dem Kauf eines Extasea DS Double 473 2er .
    Leider kann ich im Netz fast nichts zu Empfehlungen finden.
    Vor allem im Vergleich zum Aqua Marina Tomahawk AIR-K 440 2er
    Was könnt ihr dazu sagen.
    Preislich sind sie ja ähnlich und in meinem Budget.
    Was könnt ihr zur Qualität und den Fahreigenschaften sagen?

    Danke Joe

    1. Hallo Joe,
      vielen Dank für das Kompliment 🙂 ! Wir sind beide Kajaks auch noch nicht gepaddelt. Zur Qualität und zu den Fahreigenschaften können wir deshalb keine Aussage treffen, nur eine Vermutung zu den Fahreigenschaften. Obwohl das ExtaSea ein wenig breiter ist, ist es dennoch deutlich länger und hat so gut wie keinen Kielsprung. Das Tomahawk hat dahingegen einen Kielsprung, wodurch zusätzlich die effektive Wasserlinie verkürzt wird. Jetzt ist es abhängig, was du hauptsächlich paddeln möchtest. Für ruhige, große Flüsse und Seen gehe ich davon aus, dass ExtaSea besser läuft. Es hat auch die typischen Hartschalenelemente (genauso wie beim BIC YakkAir), sodass das Kajak das Wasser besser schneidet. Auf schneller fließenden Flüssen hat die geringere Länge und der Kielsprung des Aqua Marina Tomahawk Vorteile.
      Viele Grüße
      Sebastian

  8. Hallo ihr wahren Hobbypaddler Christian und Sebastian, 🙂
    vielen Dank für eure Seite, die ich mit großem Interesse gelesen habe. Endlich mal konkrete und aussagekräftige Beschreibungen mit vielen Tipps anstatt nur schön-Gerede in Werbeaufmachung….Eurer Text und die Tests haben mir sehr viel weiter geholfen, doch eine Frage habe ich noch.
    Bin 53 Jahre, absoluter Neuling und möchte mir ein Spaß-Schlauchboot mehr oder weniger “nur für den Urlaub” an Meer oder Seen kaufen. Ich tendierte bisher fast eher zu einem SUP-Board (1x ausprobiert), bin aber mittlerweile froh, dass ich mich noch nicht festgelegt habe, denn es könnte jetzt doch eher ein Kajak werden…, zumal dies besser mit den Wünschen meiner Frau vereinbar wäre, die sich einen “stabilen und “bequemeren Sitz in einem Boot” vorstellt. – 🙂

    Meine Frage: Gibt es aus eurer Erfahrung so etwas wie eine “Mittel-Eigenschaft”, die sozusagen von beidem etwas hat?
    …also ein Kajak, in dem man auch stabil knien oder stehen kann und mit einem Stehpaddel fahren…?
    Ich stelle mir vor, dass das auf einem drop-stitch boden möglich sein sollte…oder sogar eher FULL drop stitch-kajak?
    Von der Bauart und Optik stelle ich mir so etwas wie das “Advanced Elements Frame Convertible” vor.
    Mir ist natürlich klar, dass ihr keine Kaufempfehlungen abgeben dürft und wollt, aber was haltet ihr grundsätzlich von der Idee? Und vielleicht welche Boote haltet ihr dabei für eher geeignet? Oder worauf sollte ich vielleicht am ehesten achten, wenn ich so etwas wie ein Mittelding zwischen Board und Kajak haben will?
    Ganz herzlichen Dank und nette Grüße
    Matthias

    1. Hallo Matthias,
      vielen Dank für dein Feedback 🙂
      Ja, das ist bei Luftkajaks mit Drop-Stitch Boden oder Full Drop-Stitch Kajaks prinzipiell möglich. Dennoch können wir dir nicht sagen, wie gut sich solche Boote als SUP paddeln lassen. Wie ich dich verstehe, suchst du ein 2er Kajak mit “SUP”-Funktion. 2-Personen Drop-Stitch Kajaks sind in der Regel 4 bis 4,5 m lang. SUPs sind deutlich kürzer. Mit dem Advanced Elements AdvancedFrame Convertible Elite zu supen, stelle ich mir schwer vor. Es ist vermutlich für ein SUPer zu lang und zu schwer/anstrengend zu manövrieren. Achte beim Kauf darauf, dass Kajak nicht zu lang ist und einen flachen Boden hat. Das ist beim Advanced Elements nicht der Fall. Vielleicht wäre das Aqua Marina Evolution für euch interessant (ein Schönwetter Kajak für kleine Paddelausflüge, also nicht für Tagestouren und so geeignet). Alternativ könntet ihr euch auch zwei günstige SUPs kaufen. Es gibt auch SUPs mit Kajaksitz 🙂
      Viele Grüße
      Sebastian

  9. Hallo Sebastian, habe im Internet ein Story 2-Personen-Hybrid aufblasbares Drop-Stitch Kajak gefunden, das vom Euro Shop in Dänemark verkauft wird. Leider mit wenig Informationen zum Boot und keinen Bewertungen. Ich habe gelesen, dass die meisten Boote aus China von einem Hersteller gebaut werden. Hast Du Informationen für mich zur Marke Story, Qualität und Hersteller? Viele Grüße Reinhard

    1. Hallo Reinhard,
      dazu habe ich auch keine weiteren Informationen. Das Kajak erinnert mich sehr an das Verano Cayman Duo. Die Full Drop-Stritch Kajak von Story sehen auch wie jedes zweite Drop-Stitch Kajak aus, mit kleinen Änderungen in der Ausstattung, den Abmessungen und im Design. Diese kleinen Änderungen werden dann oft als neu und einzigartig auf dem Markt beschrieben. Vielleicht kann dir der Händler deine Frage beantworten 🙂 Seine Antwort würde mich interessieren!
      Viele Grüße
      Sebastian

    2. Hi,

      habe ein Story-3 im Zulauf und werde berichten. Allerdings könnt Ihr von einem Anfänger lediglich Anfängereindrücke erwarten. (inklusive ungewollte Kentererfahrung und Paddelansohrklatsche vom Vordermann)

      Gruß
      Uli

  10. Halllo.
    Vielen Dank für die Informationen. Ich besitze noch ein altes Schlauchkajak mit klassischen Luftschläuchen. Gibt es da eine Alternative zu Drop-Stitch, um die Stabilität im Boden zu erhöhen? Oder lieber doch gleich ein neues Boot kaufen? Was sagt Ihr zum Intex Challenger K2? Bisher habe ich nur gelegentlich im See oder auf ruhigen Flüssen gepaddelt und möchte es jetzt mit ausgedehnten Touren versuchen.
    Beste Grüße Rolf

    1. Hallo Rolf,
      du könntest das Kajak mit einem Holzboden (z.B. je nach Länge des Bootes eine zwei- oder dreiteilige Spanplatte passgenau zusägen, die Ecken abrunden und die Kanten abschleifen oder besser mit Schaumstoff versehen, siehe folgendes Beispielfoto) auslegen. Einen Holzboden gab es sogar früher auch bei einigen Schlauchkajaks. Wir haben diese Saison eine Familie mit einem Schlauchboot gesehen, die ebenfalls einen Holzboden hatten. Das sollte für mehr Stabilität bzw. Festigkeit im Boot sorgen 🙂 Unsere Erfahrungen mit dem Intex Challenger K2 haben wir im folgenden Testartikel beschrieben.
      Viele Grüße
      Sebastian

  11. Hi,
    vorweg muss ich ein großes Lob für eure Seite aussprechen, da man sich als Neuling im Paddelsport sehr gut informieren kann und lernt!
    Auf meiner Suche durchs Netz bin ich auf das “Aqua Marina Steam 412” mit Drop-Stitch Boden gestoßen, konnte aber kaum Informationen zu diesem Kajak finden. Ist dieses Model euch bekannt und wäre es tauglich für 2 Personen (Größe beide 179cm, Gewicht zusammen ca 140kg) um kleinere Tagestouren zu unternehmen?
    Vielen Dank und Grüße
    Tim

    1. Hallo Tim,
      vielen Dank für das Kompliment! Ja, die Abmessungen des Bootes und die Zuladung passen gut zu deinen Anforderungen. Für kleinere Tagestouren / Erholungtouren auf dem Wasser sollte es gut passen. Wie gut es tatsächlich ist, können wir nicht sagen, da wir noch kein Aqua Marina Kajak gepaddelt sind.
      Viele Grüße
      Sebastian

    2. Hallo Sebastian,

      hast Du schon mal was von Wet Elements und dem Boot Skalar gehört? Ich überlege mir dieses zu kaufen, möchte damit aber auch leichtes Wildwasser fahren. Denkst Du, das ist mit einem Drop Stitch möglich? Ist das Material mit z.B. Gumotex Booten vergleichbar? Vielen Dank für die informative Seite! Weiter so! LG Hans

      1. Hallo Hans,
        ja, davon habe ich schon mal gehört 😉 Vor allem weil für das Kajak eine Steueranlage verfügbar ist. Ansonsten ist es fast identisch mit anderen Drop-Stitch Kajaks (z.B. BIC YakkAir). In unserem Testartikel BIC YakkAir berichtet Maximilian in den Kommentaren von seinen Erfahrungen mit einem Full Drop-Stitch Kajak im Wildwasser. Wie sich solche Full Drop-Stitch Kajaks mit PVC Beschichtung auf Dauer im Wildwasser bewähren, kann ich nicht beurteilen. Gumotex beschichtet sein Gewebematerial mit Kautschuk, womit wir im Wildwasser sehr gute Erfahrungen gemacht haben.
        Viele Grüße
        Sebastian

  12. Hallo Sebastian

    Wir suchen ein Kajak, welches für 2 Personen und Gepäck gut für den Einsatz im größeren Fluß und See geeignet ist, jedoch nicht so Teuer wie ein Tomahawk und dennoch gute Laufeigenschaften hat.

    Fahre sonst auch viel Fanatic ISUP

    Besten Gruß
    Matthias

      1. Moin moin, ich stehe kurz davor mir das Zray Drift zuzulegen. Habt ihr Erfahrungen mit dem Spurtreue-Verhalten des Zray-Drift? In den Bewertungen liest man, dass es angeblich einen schlechten Geradeauslauf hat, sobald man nicht mehr paddelt. Ich bin der Meinung, dass es natürlich auch stark auf die diverse Einflüsse ankommt (Strömung, Wind, persönliches Gleichgewicht, Lastverteilung, etc.).
        Beste Grüße
        Jan

        1. Hallo Jan,
          das hatten wir in den Bewertungen auch verhäuft gelesen. Das Zray sind wir selbst noch nicht gepaddelt. In diesem Video siehst du, dass der Geradeauslauf recht in Ordnung ist. Du siehst auch, dass das Bug und Heck hochgezogen ist. Somit verliert das Boot an effektiver Länge bzw. an Wasserlinie. Der Geradeauslauf wird nicht so gut sein, wie man es von einem 2-Personen Drop-Stitch Kajak erwarten würde. Faktoren, die du genannt hast, spielen auch mit rein (auch die Paddeltechnik). Falls du dir das Zray Drift holst, würden wir uns über eine Rückmeldung sehr freuen 🙂 Gerne hier als Kommentar, damit unsere anderen Leser zusätzlichen Input haben.
          Viele Grüße
          Sebastian

        2. Habe das ZRAY Drift seit 1 Woche und war letzten Sonntag damit auf dem Wasser (Altrhein bei Speyer). Ich fuhr es alleine, der Geradeauslauf war trotz Strömung und Wind perfekt – man konnte das Boot lange Zeit gleiten lassen ohne zu paddeln oder korrigierend eingreifen zu müssen. Möglicherweise hat das damit zu tun, daß der Hersteller einige Änderungen vorgenommen hat: Das aktuelle Modell hat nun 3 Ventile (Jeweils eines für die beiden Seitenwände und eines für den Boden) und eine große Finne hinten sowie eine kleine Finne vorne. Der Boden ist nun fest integriert und nicht mehr herausnehmbar. Ich denke all das macht viel aus. Nachteile: Es gibt für einen Alleinpaddler keine Sitzbefestigungen in der Mitte des Bootes UND ich persönlich (185cm und 90kg) fand die weichen Rückenlehnen der Sitze katastrophal = schon nach 2 Minuten lag man mehr im Boot als das man saß: Aus meiner Sicht ist die Rückenlehne zu weich (billiges Luftmatratzenventil zum Aufblasen mit dem Mund) und der Haltegurt setzt viel zu tief an, so das der Rücken nicht effektiv gestützt wird, man kippt also über den Haltegurt hinweg nach hinten. Ich wusste mir letztendlich nicht anders zu helfen als die aufgeblasene Rückenlehne auf die Sitzfläche zu klappen und mich dann mittig im Boot mit den Knien rechts und links der Rückenlehne auf diese zu setzen – dann ging es mit dem Paddeln einwandfrei. Ich überlege nun Sitze mit einer höheren und stabileren Rückenlehne in meinem Drift einzusetzen, mal sehen was ich da finde.

          1. Hallo Markus,
            vielen Dank für das Teilen deiner Erfahrungen 🙂 Die Problematik mit der wegknickenden Rückenlehne kennen wir sonst von günstigen Schlauchkajaks (z.B. Sevylor Adventure, Intex Challenger, Explorer und Excursion Pro). Vielleicht wäre der Extasea Professional [thirstylink ids="17173"]Kajaksitz*[/thirstylink] etwas für dich. Das ist der gleiche Sitz wie beim BIC YakkAir. Der Sitz hat eine hohe Rückenlehne und gibt durch die zwei Gurte einen guten Halt beim Paddeln. Einziger Nachteil ist das flache Sitzpolster, welches sich schnell mit Wasser vollsaugt, sofern Wasser im Boot steht. Alternativ gäbe es noch den [thirstylink ids="17174"]Aqua Marina Kajaksitz*[/thirstylink]. Die Rückenlehne ist etwas niedriger, dennoch wird er mehr Halt geben als der Sitz von Zray. Außerdem besitzt der Sitz ein etwas höheres Sitzkissen. Die aufblasbaren Sitze von Gumotex sind auch zu empfehlen (z.B. [thirstylink ids="17175"]Gumotex Thaya Sitz*[/thirstylink] oder [thirstylink ids="17177"]Seawava Sitz*[/thirstylink]).
            Das ist echt schade, dass es keine mittige Befestigung des Sitzes im Boot gibt, sofern man das Boot alleine paddeln möchte. Hier könntest du jedoch mit PVC-Kleber und D-Ringen selbst nachrüsten. Dennoch ist es auch für uns unverständlich, warum der Hersteller nicht einfach zwei weitere D-Ringe ab Werk anbringen kann.
            Viele Grüße
            Sebastian

          2. Hi Sebastian, vielen Dank, habe mir gerade die ExtaSea Professional Sitze gerade bestellt! Bin gespannt und werde, wenn gewünscht, gerne berichten!

          3. Hi Markus,
            ich bin gespannt und würde mich über eine Rückmeldung freuen 🙂
            Viele Grüße
            Sebastian

    1. Hey Paddelfreunde,
      Ich besitze seit Einem Jahr ein ZRay Drift. Meine Erfahrung ist : Das mit dem Geradeauslauf ist beim Paddeln OK, aber sobald Du fängt es an sich zu drehen. ( Getestet in der Adria und auf dem Möhnesee im Sauerland ). An Gepäck bekommst Du ebenfalls einiges unter. Vorn und hinten Netze und Platz im Boot. Weißt Du wahrscheinlich. Nur etwas Unerfreulichers. Ich habe mein ZRay im Netz gekauft, in Pfronten, bei Wassersport …. Es ließ in der rechten Seitenkammer immer Luft ! Permanentes Nachpumpen.! Der Service per Telefon oder auch E-Mail war unterirdisch. Die Reparatur nur Wiederwillig !! Also meine Empfehlung : Wenn es Dir möglich ist Kauf vor Ort mit Guter Beratung, dann hast Du auch bei Reklamationen eine Ansprechpartner vor Ort und wenn er dann noch Kompetenz hat Herzlichen Glückwunsch. Ich hoffe ich konnte Dir noch Helfen und war noch nicht zu spät mit meinem Rat. Gruß Michael

  13. Hi zusammen, vielen Dank für die ausführlichen Erklärungen das hat mir sehr geholfen.
    Kennt ihr ein Full Dropstitch Kayak außer die itiwit x500 die eine Abdeckung haben im besten Fall noch einen Süllrand? Mein Ziel war es ein Zweier zu kaufen, dass ich auch im Einzelbetrieb fahren kann.

    1. Hi Jan,
      aktuell kennen wir kein anderes Full Drop-Stitch Kajak mit Abdeckung, welches sich alleine oder zu zweit paddeln lässt.
      Viele Grüße
      Sebastian

  14. Hallo, ich suche ein 1 Personen Kajak, wo ich genug Platz im Inneraum für einen 60 L Rucksack habe. Ihr würdet mir unwahrsche3inlich helfen, wenn ihr ein Modell empfehlen könnt. Es sollte ein offenes sein wenn möglich, außerdem aufblasbar und bestenfalls mit drop stitch. Vielen Dank und liebe Grüße !

    1. Hallo Pascal,
      preislich interessant wäre das [thirstylink ids="17172"]Aqua Marina Tomahawk AIR-K 375*[/thirstylink]. Mit einer Länge von 375 cm solltest du hinter dem Sitz einen 60 L Rucksack verstaut bekommen. Wenn es dir nicht auf 1 oder 2 km/h Geschwindigkeit ankommt und dir eine höhere Kippstabilität wichtig ist, wären die Drop-Stitch Kajaks von Gumotex interessant. Je nach Körpergröße könnte beim [thirstylink ids="15833"]Gumotex Rush 1*[/thirstylink] ebenfalls ein 60 L Rucksack hinter dem Sitz passen. Beim Gumotex Thaya passt es definitiv, da es eigentlich ein 2-Personen Kajak ist, was sich aber auch sehr gut alleine paddeln lässt. Wenn du kurze Strecken und keine wirklichen Touren paddelst, also mehr Erholung auf dem Wasser suchst, können wir das Itiwit x100 empfehlen.
      Viele Grüße
      Sebastian

    2. Hi Sebastian, vielen Dank für diese tollen Artikel.
      Ich hätte eine Frage bitte:
      Meine Freundin hat ein SUP Board und da ich nicht auch dasselbe Fortbewegungsmittel kaufen will, dachte ich mir dass ich mir ein Drop Stitch Kayak zulegen werde. Es sollte ein 2er sein dass auch meine Freundin mitrudern könnte, meistens wird es aber dann von mir alleine (mit etwas Gepäck) benutzt. Könntest du mir bitte Modelle bis ca. 500 Euro empfehlen die passen würden?
      Vielen Dank und liebe Grüße!
      Daniel

      1. Hallo Daniel,

        in den Preissegment ist die Auswahl nicht sehr groß. Da kommt preislich das Itiwit x100+ in Frage. Allerdings lässt es sich nicht so gut alleine wie zu zweit paddeln. Gerade in der 1er Konfiguration fehlt die Fußstütze. Da kommt es auch darauf an, was für ein SUP Board deine Freundin hat und wie schnell sie damit unterwegs ist, ob das x100+ diesbezüglich noch mithalten kann.

        Ich würde das [thirstylink ids="14391"]Gumotex Twist 2/1*[/thirstylink] empfehlen. Alternativ könnte das [thirstylink ids="17708"]Aqua Marina Steam 412*[/thirstylink] für dich interessant sein. Zu dem Aqua Marina Boot haben wir jedoch keine Erfahrungen.

        Beste Grüße
        Christian

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