Intex Explorer K2
im Test

Das Intex Explorer K2 ist das meist verkaufte Schlauchkajak. Im Internet berichten viele Kunden von positiven Erfahrungen mit dem aufblasbaren Kajak von Intex. Der Großteil der Käufer kann leider nur eine Bewertung eingeschränkt geben, da die meisten noch nie andere Schlauchkajaks als Vergleich gepaddelt sind. Wir haben das Intex Explorer K2 unter die Lupe genommen und sind es auf einem Badesee Probe gepaddelt. Außerdem sind wir schon zahlreiche Schlauchkajaks gepaddelt und können Euch somit eine Empfehlung geben, für wen das Intex Explorer K2 geeignet ist.

Technische Spezifikation

Personenanzahl:
Länge:
Breite:
Gewicht:
Packmaß:

2
312 cm
91 cm
14 kg
59x34x41 cm

Max. Zuladung:
Betriebsdruck:
Material:
Hersteller:

160 kg
0,069 bar
PVC
Intex

Ersteindruck und Aufbau

Das Intex Explorer K2 kommt in einer dünnen Tragetasche, die keinen besonders robusten Eindruck macht. Für einen kurzen Transport sollte die Tasche in der Anfangszeit dennoch genügen. In der Tasche befindet sich das Boot mit dem kompletten Zubehör. Es ist schon erstaunlich, dass für einen solch geringen Preis so viel an Zubehör dabei ist. Das macht ein sofortiges Paddeln möglich.

intex_tragetasche
Das Intex Explorer K2 kommt in einer dünnen Transporttasche, mit allen notwendigem Zubehör.
intex kajak zubehoer
Zubehör des Explorer K2. Hier zu sehen: die Luftpumpe und ein 5-teiliges Doppelpaddel.

Das zusammengefaltete Schlauchkajak ist schnell rausgeholt. Das Material macht  einen robusten Eindruck, erinnert jedoch ein wenig an ein etwas stärkeres PVC Material einer Luftmatratze. Im Vergleich zu höherwertigen Schlauchkajaks (z.B. Gumotex Swing 2 oder Palava) kann man vom Ersteindruck sagen, dass hier Welten zwischen liegen. Deswegen sollte man von Anfang an mit dem Intex Explorer K2 sehr behutsam umgehen und jegliche Berührungen mit Steinen und Ästen vermeiden.

intex explorer k2 zusammengefaltet
Das Intex Explorer K2 wird zusammengelegt in der Tasche verstaut.

Für den Aufbau wird das Schlauchboot auseinandergelegt. Mit der beigelegten Luftpumpe kann die Luft in die Kammern gepumpt werden. Das Intex Explorer K2 hat zwei Seitenkammern und eine Bodenkammer. Das gefällt uns sehr gut, weil es das Boot sicherer macht. Sollte eine Kammer mal Luft verlieren, so ist es immer noch möglich sicher ans Ufer zu gelangen.

Insgesamt gibt es 3 Kammern zum Aufpumpen.
Die mitgelieferte Luftpumpe erfüllt vollkommen ihren Zweck.

Das Aufpumpen verlief zügig und einfach (ungefähr 10min). Intex hat eine Messskala auf den Kammern gedruckt, sodass man durch den beigelegten Messstreifen sehen kann, ob bereits genügend Luft in den Kammern ist. Das ist sehr praktisch. Denn ein zu hoher Luftdruck könnte die Schläuche zum Platzen bringen und ein zu niedriger Luftdruck würde die Fahreigenschaften reduzieren. Auch die Boston-Ventile haben gut funktioniert, sodass keine Luft entwich.

intex explorer k2 ventil
Die Bostonventile haben ein 2-Wege-Verschlusssystem. Sofern die Kappe abgeht, bleibt die Luft in der Kammer trotzden im Boot.
intex explorer k2 messskala
Praktisch ist die aufgedruckte Messskala. Somit kann man mit dem mitgelieferten Messstreifen den Luftdruck des Bootes überpüfen.

Die zwei mitgelieferten Sitze ließen sich etwas mühseliger aufpusten. Gut finden wir, dass die Sitze mit Hilfe von Klettverschluss an den Boden des Bootes befestigt werden. So verrutschen die Sitze während der Fahrt nicht. Für den hinteren Sitz gibt es einen längeren Klettstreifen auf dem Boden des Bootes, sodass sich der Sitze individuell im Boden platziert werden kann. Außerdem haben die Sitze eine Rücklehne. Diese lässt sich mit Gurten an den Seitenwänden befestigen und sind einstellbar. Die Justierung der Sitze im Boot sind insgesamt gut durchdacht.

Im Lieferumfang sind zwei aufblasbares Sitze enthalten.
Die Sitze werden über Klettstreifen am Boden des Bootes befestigt.
Die Sitzlehnen werden mit Gurten an den Seitenkammern befestigt und sind je nach Bedarf einstelltbar.

Sowohl am Bug als auch Heck sind kleine Spritzdecken. Diese können ebenfalls aufgeblasen werden, sodass sie mehr Form haben. Die Seitenschläuche sind bereits gut hoch-dimensioniert, sodass Spritzdecken für ein solches Boot weniger gebraucht werden, da es nicht im Wildwasser gefahren werden kann. Wir gehen davon aus, dass diese dem Boot eine bessere Optik verleihen sollen.

Das Explorer K2 besitzt kleine Spritzdecken und Tragegriffe am Bug und Heck.

Am Ende muss das Boot nochmal umgedreht werden, um die mitgelieferte Finne zu befestigen. Die Finne sorgt für einen besseren Geradeauslauf des Bootes. Danach ist das Intex Explorer K2 komplett aufgebaut. Optisch gefällt uns das Boot. Es müssen nur noch die Doppelpaddel zusammengesteckt werden. Man merkt sofort, dass die Doppelpaddel für keine langen Touren gedacht sind. Dafür wären diese zu wackelig, und das bereits im Neuzustand. Aber dennoch, für den Preis zwei funktionstüchtige Doppelpaddel, kaum zu glauben.

Was beim Intex Explorer K2 im Vergleich zu etwas höherwertigen Booten auffällt, ist der geringe Luftdruck. Das Explorer K2 erinnert mehr an einen Badeboot als an einen richtigen Schlauchkajak, da die Seitenwände sowie der Boden sehr weich sind.

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Die mitgelieferte Finne wird an der Halterung unter dem Boden angesteckt.
Das Boot ist nun einsatzbereit. Großer Vorteil eines Schlauchboots ist das sehr geringe Gewicht.

Erfahrungen mit dem Intex Explorer K2 auf dem Wasser

Durch die weichen Schläuche sitzt man auf dem Wasser sehr bequem im Boot drin. Auch die Sitze sind sehr bequem für ein gemütliches Verweilen auf dem Wasser. Für längere und sportliche Touren sind die Sitze jedoch nicht geeignet, da diese nicht genügend Halt geben. Man kommt mit dem Explorer K2 relativ zügig voran. Paddelt man zu schnell, wird es eine ziemlich wackelige Angelegenheit. Ein Richtungswechsel durch den Hintermann funktioniert gut, jedoch reagiert das Boot etwas langsam. Die Finne unterstützt den Geradeauslauf des Bootes gut. Wir müssen auch sagen, dass wir an dem Tag gute Bedingungen für Schlauchkajaken hatten (kein Wind bzw. keine Wellen).

Mit dem Intex Explorer K2 zu zweit auf dem Wasser
intex explorer erfahrungen
Auch alleine lässt sich das Boot paddeln

Die Seitenschläuche sind breit und hoch. Dadurch kommt man beim Paddeln manchmal gegen, was bei längeren Touren störend wäre. Das Platzangebot für zwei Erwachsene und einen Tagesrucksack ist ausreichend. Der Rucksack kann hinter dem Hintersitz platziert werden. Vorne im Bug ist kein Platz für Gepäck, da der Vordermann sonst nicht weiß, wo mit den Füßen hin.

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Das Platzangebot ist für eine kurze Paddeltour ausreichend.

Was beim Intex Explorer K2 im Vergleich zu etwas höherwertigen Booten auffällt, ist der geringe Luftdruck. Das Explorer K2 erinnert mehr an einen Badeboot als an einen richtigen Schlauchkajak, da die Seitenwände sowie der Boden sehr weich sind.

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Die Schläuche sind wegen des geringen Drucks ziemlich weich.

Abbau des Intex Explorer K2

Nach dem Gebrauch trocknet das Intex Explorer K2 recht zügig ab. Auch geht die Luft ohne großen Aufwand wieder raus und das Boot lässt sich wieder zusammenlegen. Gefallen hat uns das kleine Lenzventil. So kann das Boot vorne angekippt werden und das im Boot befindende Wasser läuft aus dem offenen Lenzventil heraus. Das Boot braucht also nur von innen trockengewischt werden, ohne dass Wasser mit einem Schwamm rauszuholen.

Im hinteren Teil des Bootes befindet sich ein kleines Lenzventil.

Stärken und Schwächen des Intex Explorer K2

Die größte Stärke des Intex Explorer K2 ist nicht Boot selbst, sondern das Angebot, also das enthaltene Zubehör und der günstige Preis für ein aufblasbares Kajak. Die weniger robuste Bootshaut sehen wir als die größte Schwäche des Explorer K2 an, was für den geringen Preis nicht überrascht.

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Intex bietet mit dem Explorer K2 ein großartiges Angeobt für Einsteiger mit wenig Ansprüchen.

Das hat uns gefallen

+ komplettes Zubehör bereits enthalten + praktische Tragegriffe zum Umtragen + sehr günstig + ansprechendes Design + einfache Bootsreinigung durch Lenzventil

Das hat uns weniger gefallen

– sensible Bootshaut – eher Badeboot als Schlauchkajak – wenig Platz für Gepäck – geringer Betriebsdruck – wackelige Doppelpaddel – kurze Garantiezeit von 90 Tagen (ab Kaufdatum)

Alle gängigen Schlauchkajaks auf dem deutschen Markt auf einen Blick!

Auch für die Saison 2020 hat Paddleventure die bekanntesten aufblasbaren Kajaks nach Erholung, Touring und vielem mehr kategorisiert. Für jedes einzelne Boot sind die entscheidenden Merkmale (z.B. Packmaß, Gewicht, Material, Preis, …) aufgelistet, die für eine Kaufentscheidung relevant sind. Zusätzlich gibt es eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Auswahl des richtigen Schlauchkajaks.

Fazit zum Intex Explorer K2

Das Intex Explorer K2 ist nicht ohne Grund das meistverkaufte Schlauchkajak. Es lässt sich für Anfänger gut paddeln und es ist alles an Zubehör inbegriffen, was man fürs Paddeln braucht. Es ist vor allem für Leute, die etwas Zeit auf dem Wasser verbringen möchten. Strecke schaffen oder größere Touren (über mehrere Stunden paddeln) stehen nicht im Vordergrund. Dann ist das Intex Explorer K2 eine gute Option. Wer jedoch wirklich Paddeln möchte und zwar ausgesuchte Touren, der sollte mehr Geld für ein Schlauchkajak ausgeben. Denn für längeres Paddeln ist das Explorer K2 nicht ausgelegt. Die Sitze geben nicht genügend Halt, es ist zu wenig Platz auf Dauer und der Betriebsdruck ist zu gering um gute Fahreigenschaften, die einem Hartschalenkajaks ähneln, zu erwarten. Außerdem ist die Bootshaut zu dünn und scheint nur für einen schonenden Gebrauch ausgelegt zu sein. Bei einer Fahrt auf Gewässer mit Grundberührung, was durchaus mal passieren kann, ist das Explorer K2 schnell einer Beschädigung ausgesetzt.

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Eine sehr ähnlihche Alternative zum Explorer K2 ist das Intex Challenger K2.

Viele fragen sich oft, was die Unterschiede zum sehr ähnlichen Intex Challenger K2 sind. Die beiden Schlauchkajaks haben wir in einem Vergleichstest für Euch getestet.

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Alternativen zum Intex Challenger K2

Ähnliche Schlauchkajaks

Im Einsteigersegment für Schlauchkajaks dominieren die Hersteller Intex und Sevylor den Markt.

Intex Challenger K2

Sehr ähnlich ist das Intex Challenger K2, welches sich vor allem vom Design unterscheidet und preislich in der gleichen Kategorie liegt.

Sevylor Riviera

Sevylor ist auch eine bekannte Einsteigermarke für Schlauchkajaks und das Riviera ist ein vergleichbares Modell.

Hochwertige Schlauchkajaks

Im folgenden stellen wir Euch kurz Schlauchkajaks für Einsteiger vor, die bereits wissen, dass Paddeln ein Hobby wird und ein langlebiges Schlauchkajak suchen. Hier sind die Schlauchboote von Gumotex zu empfehlen, die deutlich teurer sind, aber dafür bessere Fahreigenschaften und deutlich höhere Qualität haben.

Gumotex Twist

Das Gumotex Twist ist das günstigste Kajak des Herstellers, bietet dafür aber bessere Material- und Fahreigenschaften.

Gumotex Swing 2

Mit dem Gumotex Swing 2 sind wir persönlich am häufigsten unterwegs und es ist sehr robust und langlebig.

Fragen oder Erfahrung zum Intex Explorer K2?

Dann nutzt die Kommentarfunktion, um eure Erfahrungen mit dem Schlauchkajak zu teilen. Auch Fragen sind herzlich willkommen. Wir antworten Euch gerne!

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